SEO - Suchmaschinenoptimierung

Google launcht Dataset Search und hilft Journalisten und Wissenschaftlern

Eine neue Version von Google – Dataset Search – soll Suchenden schneller Zugriff auf benötigte Daten geben. So wird die Arbeit mit Fakten optimiert.

Googles Dataset Search, Screenshot Dataset Search

Der Beruf des Datenjournalisten ist im Kontext digitaler Entwicklung noch vergleichsweise jung. Gerade für diese Berufsgruppe, aber für Journalisten, Studierende, Wissenschaftler oder einfach Interessierte überhaupt bietet Googles neue Suchmaschinenversion Dataset Search eine wertvolle Hilfe.

Ein einfacherer Zugang zu Datensets

Daten sind nicht nur in Marketingkreisen das neue Öl, sondern schon immer ein zentraler Bestandteil von guter journalistischer Arbeit und wissenschaftlichen Darstellungen. Heutzutage ist Google meist die erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, Daten und Datensätze für eine Berichterstattung, eine Präsentation oder ähnliches zu ermitteln. Gerade in Zeiten, da Fake News und unbelegte Gegenmeinungen online grassieren, ist das Bereitstellen integrer Daten als Grundlage für jegliche Darstellungen umso wichtiger. Daher hat Google nun die Suchfunktion Dataset Search initiiert. Hierüber wird das Finden der richtigen Datensätze erleichtert. Bei der Suche nach datengestützten Informationen zu digitaler Arbeit werden mir direkt passende Studien angezeigt.

Suche bei Google Dataset Search nach Daten zu digitaler Arbeit (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur größeren Ansicht), Screenshot Dataset Search

Dabei deutet Google mitunter darauf hin, wie viele Erwähnungen in wissenschaftlichen Artikeln die Studie schon erhalten hat. Google macht keinen Unterschied, wo die Studien veröffentlicht sind. Allerdings gibt es Richtlinien dafür, was als Datensatz anerkannt wird, zum Beispiel eine organisierte Sammlung von Tabellen mit entsprechenden Inhalten. Um die eigenen Daten für Google erkenntlich zu machen, sollten Seitenbetreiber auf Strukturierte Daten setzen.

Im Blogpost erklärt Natasha Noy, Research Scientist bei Google AI, dass Google zu den Daten verschiedene Informationen benötigt, darunter:

  • wer hat den Datensatz erstellt?
  • wann wurde er veröffentlicht?
  • wie wurden die Daten hierfür erhoben?
  • wie sind die Bedingungen für die Nutzung der Daten?

Daten zu Umwelt- und Sozialwissenschaften besonders gut zu finden

Laut Noy sind seit dem Launch von Dataset Search vor allem Datensätze im Bereich der Sozial- und Umweltwissenschaften zu finden, aber auch in vielen weiteren Bereichen. Dabei befinden sich in den Ergebnissen sowohl Daten von offiziellen Stellen, etwa der Regierung, als auch von publizistischen Vereinigungen. Es werden dazu noch deutlich mehr Daten zu finden sein, je mehr Daten über schema.org bereitstellen. Bisher funktioniert die Version in verschiedenen Sprachen, wobei die Unterstützung für weitere Sprachen in der Entwicklung ist.

Daten der NASA lassen sich über Dataset Search ebenso finden wie von renommierten Produzenten wie dem Harvard Dataverse.

This type of search has long been the dream for many researchers in the open data and science communities,

meint auch der Chief Data Officer der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration), Ed Kearns. Google macht es uns Usern also wieder einmal leichter, relevante Daten schnell und unkompliziert zu ermitteln. Dazu zählt auch, dass Daten inzwischen in Tabellenform in der Suche auftauchen können oder dass beim neuen Chrome schon in der Suchleiste Definitionen und Rich Results erscheinen.

Google hofft, dass möglichst viele Datensätze online für die Bereitstellung über Dataset Search optimiert werden, damit diese Suchversion noch nützlicher wird. Wer über das gute alte Google seine eigene Suche noch ein wenig verfeinern möchte, kann auf eine ausführliche Infografik von Net Credit zurückgreifen. Sie findet sich bei NetCredit.

Infografik für die Suche über Google, ein Ausschnitt, © Net Credit

Google liefert uns also immer relevantere Daten. Und das auf verschiedenen Ebenen und mit Schnelligkeit und Präzision. Insofern hilft die Suchmaschine unzähligen Menschen Tag für Tag bei der Arbeit und fördert durchaus fundiertes Wissen; das ist ein lobenswertes Bestreben. Allerdings darf darüber hinaus nicht vergessen werden, dass die Nutzung Googles sämtlicher Funktionen dem Unternehmen auch unzählige Daten über die Nutzer zuspielt. Diese sind letztlich gut zu vermarkten. Und führen auch zu einem Wissen Googles über die Menschen, das zumindest befremdlich anmutet.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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