SEA - Suchmaschinenwerbung

SEA Update: Google AdWords erlaubt Targeting mit Telefonnummern und Adressen

Google AdWords weitet seine Targetingoptionen aus: mit Telefonnummern und Adressen sollen Zielgruppen besser erreicht werden können.

© Arthur Osipyan - Unsplash

Neben anonymisierten E-Mail-Listen, demographischen oder interessenbasierten Daten können Advertiser bei AdWords nun auch Telefonnummern und Adressen für das Targeting nutzen.

Bessere Reichweite dank beständiger Daten

Wer über Google AdWords wirbt, benötigt konkrete Daten, um seine Zielgruppe(n) gut zu erreichen. Bisher sind Standardanknüpfungspunkte wie verschiedene Interessen, das Geschlecht oder Alter der User dafür zentral gewesen. Zudem konnten Advertiser anonymisierte Listen mit E-Mail-Adressen hochladen, die für das Targeting dienten.

Mit einem Update für AdWords wird es nun jedoch auch möglich, Telefonnummern sowie Postanschriften von Usern als Grundlage für noch präziseres Targeting zu nutzen. Davon weiß Ad Ages George Slefo zu berichten. Dass diese Faktoren für das Targeting hinzugezogen werden sollen, hängt sicher auch mit ihrer relativen Beständigkeit zusammen. So dürften Postanschriften oft langlebiger sein als E-Mail-Adressen oder bestimmte Interessen.

This is a great way to get marketers to confidently expand their budgets on Google by creating larger customer match audiences,

meint Mitgründer von Didit Kevin Lee bei Ad Age. Dabei erklärt er das folgendermaßen:

This new feature allows for a higher audience match rate, particularly for marketers who either do not have email addresses for their entire customer file, or the email address that the marketer has is different than the addresses that Google has for the individual.

Die Neuerung scheint letztlich kein allzu überraschender Schritt zu sein. Doch muss Google auch hierbei immer den Datenschutz im Augen behalten.

Nur die eigens generierten Daten dürfen genutzt werden

Ein Hindernis, das Advertiser beim Targeting zu überwinden haben, ist häufig die Herkunft der Daten. Denn Daten von Drittanbietern dürfen nach den AdWords-Richtlinien nicht von den Werbetreibenden genutzt werden. Unklar ist auch, inwieweit das Update hierzulande eine Rolle spielen wird, insbesondere angesichts der neuen DSGVO und ePrivacy. Allerdings finden sich auf vielen Websites Wege, um an persönliche Daten wie Anschriften und Telefonnummern zu gelangen. Oft zählen diese Dateneingaben zu den obligatorischen Feldern beim Ausfüllen von Formularen.

Können derlei Daten erhoben werden, ist also eine optimierte Skalierung des Targetings möglich. Dennoch scheint es, dass durchaus andere Daten noch wertvoller für das Advertising sein könnten, als lediglich die Telefonnummern und Adressen von Usern. Nichtsdestotrotz bietet dieses Update Advertisern sicherlich einen besseren Zugriff auf spezifische Zielgruppen.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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