E-Commerce

Fünf Gründe, warum sich E-Commerce für jedermann lohnt

E-Commerce boomt – davon sollte und kann sich jeder Online Publisher eine Scheibe abschneiden, meint Run a Shop CEO Friedrich Neuman.

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Friedrich Neuman erklärt in fünf Punkten, wieso Publisher gerade jetzt den Blick auf E-Commerce richten sollten und warum dabei gerade Nischenmärkte, Personalisierung und Inhalte selbst eine besondere Rolle spielen.


1. E-Commerce boomt – in Zahlen sieht das so aus:

Der Einzelhandel in Deutschland soll in 2014 mit E-Commerce 38,7 Milliarden EUR umsetzen. Das entspricht einem Wachstum von 17 Prozent zum Vorjahr. Bis 2017 soll das jährliche Wachstum 12 Prozent betragen. Ein jährliches Wachstum von 12 Prozent bis 2018 ist auch in den größten Europäischen E-Commerce Märkten festzustellen.

2. Nischen zeigen Größe

E-Commerce stellt eine große Chance für Online Publisher dar, ihren Content und Traffic zu monetarisieren. Nischen können mit kuratiertem Content wunderbar bedient werden, indem Käufern ein entsprechender Mehrwert geliefert wird. Um Inhalte mit E-Commerce zu monetarisieren, spielt die Kaufabsicht eine wesentliche Rolle. Je näher man seinen Inhalt bei der Kaufabsicht des Kunden platziert, umso größer ist das Monetarisierungspotenzial. Preisvergleicher monetarisieren daher sehr gut, da der User seine Kaufabsicht schon durch den Vergleich sehr klar darlegt. Der Online Käufer will heute seine Kaufentscheidung nicht ausschließlich über den Preis treffen, sondern auch aufgrund anderer Kriterien, wie beispielsweise Markenqualität oder etwa den Herkunftsshop. Hier kann man ansetzen. Kategorien wie zum Beispiel Fashion oder Haus & Garten bieten im Speziellen – noch immer – großes Potenzial. Klassische Vollsortimenter versuchen mit allen Mitteln diese Kategorien besser zu bedienen beziehungsweise den Absatz zu steigern.

3. Personalisierung ist König

Native Advertising wird heute schon als Buzzword eingesetzt und spiegelt die immer weiter personalisierenden Strukturen des Internets wider. Nutzer sollen immer weniger Anstrengung und Mühe aufbringen, um passende Produktinformationen zu finden; vielmehr wird der Umkehrschluss gelten: Produkte und Informationen werden die passenden Nutzer finden.

Früher ging es bei kontextueller Werbung rein um den Inhalt einer Seite. Retargeting sollte den User daran “erinnern”, das er sich für ein bestimmtes Produkt interessiert hat. Durch die Personalisierung des Internets werden Produktempfehlungen dem User aufzeigen, welche Produkte ihn interessieren können. Nicht nur jene, die er gezielt abgefragt hat, sondern eben auch solche, die aufgrund seines sonstigen Nutzer- und Kaufverhaltens in seinem Fokus stehen könnten. Dafür sind Technologien gefragt, die in Verbindung mit dem CRM der Merchants den User-Interest-Graph der Nutzer im Vordergrund stellen.

Um zukünftig erfolgreich sein zu können, müssen Online Publisher sich deshalb noch mehr mit den neuesten Technologien auseinandersetzen um Werbung beziehungsweise “Empfehlungen” innerhalb des Contents der Webseite zielgerichtet und auch native – also den Content nicht zu störend, sondern vielmehr mit Informationen und Produkten anzureichern – auszusteuern.

4. Aus Inhalten Geld machen

Wie bereits angeteasert: Je näher man sich mit Content an der Kaufabsicht oder -entscheidung bewegt, desto größer das Monetarisierungspotenzial.

Das AIDA Modell kann für die Content Erstellung als sehr gute Grundlage dienen. Wenn der Publisher durch seinen Content Attention-Interest-Desire schafft, dann ist die Action beziehungsweise der Kauf eine logische Schlussfolgerung. Wichtig ist, dass die “Action” zum Beispiel mit Native Advertising durch Produktempfehlung nahtlos begünstigt wird, der Weg von Content zum Produkt also möglichst kurz ist.

Nicht zu vergessen ist das Thema Mobile. Bis 2018 soll fast die Hälfte des E-Commerce Absatzes in der EU über ein Smartphone oder Tablet getätigt werden. Um Mobile mit E-Commerce zu monetarisieren, muss der Merchant die User Experience durch Mobile Ready, also responsive Websiten beziehungsweise Checkouts ermöglichen. Die Merchants ziehen jetzt nach und wer maßgeschneiderten Content für diesen Traffic Channel erstellt, ist zukünftig sehr gut aufgestellt.

5. Fallbeispiel Preisvergleiche

Wie schon erwähnt ist der Preis nicht immer das K.O.-Kriterium für den Kauf. Bei bestimmten Kategorien wie beispielsweise Elektronik sind Produktfunktionen und -ausstattung entscheidend für die Kaufabsicht. So ist das Startup versus.com aus Berlin ein aktuelles Beispiel, wie User ausgiebig die verschiedensten Produkte untereinander vergleichen können, um schließlich die richtige Kaufentscheidung zu treffen.

Auch mit Run a Shop haben wir unseren eigenen Preisvergleicher gestartet. Nach dem Prinzip “eat your own dog food” wollten wir beweisen, dass unsere Technologie skaliert und gut monetarisiert und wie viel Potenzial in E-Commerce steckt. Seitdem sind wir mit den Preisvergleichern in 19 Ländern live und konnten so Beides unter Beweis stellen. Letztes Jahr haben wir darüber 15 Millionen Produkte im Wert von über 500 Million USD weltweit verkauft. Jetzt wollen wir, dass jeder Publisher auch die Chance bekommt, von dieser Technologie zu profitieren.

Über Friedrich Neuman

Friedrich Neuman ist Founder und CEO von Run a Shop - seine Vision ist es Online-Käufer und Shops weltweit gezielt und interessenspezifisch zusammenbringen. Deshalb bietet er mit Run a Shop für Online Publisher White Label Applikationen an, um Inhalte und Reichweiten mit E-Commerce zu monetarisieren. Derzeit baut Run a Shop ein Publisher Netzwerk aus, mit dem Publisher die Möglichkeit haben, Werberformate so zu bedienen, dass eine native Werbewirkung entsteht. Die ersten zwei Applikationen sind ein Widget und ein Preisvergleicher.

Friedrich Neuman

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