Social Media Marketing

Facebooks Werbepausen für Watch jetzt auch in Deutschland anwendbar

Die Video Ad Breaks bei Facebook liefern 15 Sekunden In-Stream-Werbung. Die Lösung wird nun erweitert und ist für weitere Regionen, auch Deutschland, verfügbar.

Videowerbung bei Facebook, © Facebook

Spätestens mit der Videoplattform Watch hat Facebook klargestellt, wie wichtig Bewegtbildinhalte für das Unternehmen sind. Schließlich wird gerade mit Video Ads ein Großteil der Werbeerlöse generiert. Nun werden die Video Ad Breaks, also Werbepausen bei Facebooks Watch, ausgeweitet und Nutzer aus Europa, Südamerika und Asien können darauf zugreifen.

Video Ad Breaks für mehr Publisher verfügbar

Eine ganze Reihe weiterer Publisher kann nun auf die Werbepausen für Watch bei Facebook zurückgreifen und diese monetarisieren. Das Programm zu den Video Ad Breaks, das zunächst in den USA, Australien und Neuseeland, im Vereinigten Königreich und in Irland gestartet war, wird auf Staaten in Europa, Südamerika und Asien ausgeweitet. Davon berichtet Amy Gesenhues bei Marketing Land. Damit können etwa auch Publisher in Deutschland Werbepausen bei ihren Videoinhalten bei Facebooks Videoplattform beantragen und monetarisieren. Die Werbepausen sind eine 15-sekündige Werbeeinheit für In-Stream.

Eine Werbepause bei Facebook, Quelle: Marketing Land

Dabei sollen künftig von akzeptierten Publishern gleich mehrere Videos für das Werbeprogramm hochgeladen werden können. Allerdings kann nicht jeder Publisher gleich auf die Werbepausen zugreifen und diese monetarisieren. Hierfür bedarf es zunächst einer Prüfung der Berechtigung. Hierbei müssen einerseits die Monetarisierungsstandards erfüllt sein. Andererseits gilt für die Publisher, dass sie Videos auf einer Seite mit mindestens 10.000 Abonnenten veröffentlichen müssen. Außerdem müssen sie „in den vergangenen 60 Tagen mindestens 30.000 einminütige Wiedergaben von Videos generiert haben, die mindestens drei Minuten lang sind.“ Dann ist entscheidend, ob die Werbepausen für das entsprechende Land und in der entsprechenden Sprache anwendbar sind. Bei den Sprachen sind neben Englisch und Spanisch auch Deutsch, Thai, Portugiesisch und Französisch eine Option. Dies ist die Liste aller Länder, in denen das Video Ad Breaks-Programm nun aktiv ist:

Argentinien, Australien, Belgien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Dänemark, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Frankreich, Deutschland, Guatemala, Honduras, Irland, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Peru, Portugal, Spanien, Schweden, Thailand, die Niederlande, Vereinigtes Königreich, USA.

Mehr Publisher sollen die Werbepausen nutzen

Nach Angaben von Facebook nutzen 15 Prozent der berechtigten Videoproduzenten die Option der Werbepausen, während in 85 Prozent der Videos, die für das Programm infrage kommen, auch entsprechende Ads ausgespielt werden. Die Werbepausen haben dabei letztlich eine 70-prozentige Completion Rate. Mit der Erweiterung der Werbepausen für weitere Märkte erhofft sich Facebook eine deutlich stärkere Nutzung dieser Lösung. Damit könnten schließlich nicht nur die Publisher ihre Inhalte bei Watch stärker monetarisieren, sondern Facebook würde mehr Einnahmen generieren.

Das Rollout in vielen weiteren Ländern bedeutet natürlich auch, dass deutlich mehr potentielles Werbeinventar für Advertiser bereitgestellt wird. Publisher mit den entsprechenden Kennzahlen können sich also überlegen, ob sie nicht ihre Bewegtbildinhalte beim Sozialen Netzwerk mit lukrativen Werbeunterbrechungen versehen wollen. Das scheint allerdings nur dann geraten, wenn diese Inhalte recht umfassend sind. Sonst würde die Werbeeinheit von 15 Sekunden die User wohl eher abschrecken.

Umfassende Informationen rund um die Werbepausen finden sich beim Facebook Business Blog und im Hilfebereich.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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