Social Media Marketing

Facebook bringt Dynamic Ads, die automatisch die Sprache wechseln

Dynamic Ads zeigen Personen Produkte, an denen sie bereits Interesse bekundet haben. Nun können sie für für verschiedene Sprachen und Länder angepasst werden.

Facebooks Dynamic Ads werden für verschiedene Sprachen ausgelegt, © Facebook

Personalisierte Angebote erhöhen die Chance auf Conversions. Daher bietet Facebook mit den Dynamic Ads ein Format, das auf konkrete Nutzerinteressen eingeht. Jetzt können Werbetreibende dieses Format sogar nach Regionen und Sprachen für die einzelnen Märkte ausrichten.

Dynamic Ads bei Facebook werden zur mehrsprachigen Werbeoption

Sie sind ein zentraler Bestandteil des Facebook-Geschäftsmodells: Dynamic Ads. Mit ihnen werden User angesprochen, die auf der Website oder App des Werbetreibenden oder an einem anderen Touchpoint im Internet ein Interesse an einem Produkt oder einer Leistung signalisiert haben. Ob Immobilien, Reisen, Autos oder weniger kostspielige Waren, mit diesem Werbeformat erreichen Advertiser eine Zielgruppe, die Engagement verspricht.

Dynamic Ad von Facebook für eine Flugreise, © Facebook

Dabei müssen sie lediglich die Produktdetails für die Werbeanzeige hochladen und Facebook spielt diese aus. Jetzt können jedoch auch verschiedene Sprachoptionen im Produktkatalog integriert werden. Dank dieses Features werden dann in den relevanten Regionen, wo eine andere Sprache als die per Default eingestellte gesprochen wird, die Anzeigen in der entsprechenden Sprache ausgespielt. Dazu muss im Vorwege eine passende Beschreibung hochgeladen worden sein.

Dynamic Ads können in verschiedenen Sprachen ausgespielt werden, © Facebook

The information on the secondary feeds overrides your default language or country when the relevant audience sees your ad,

heißt es beim Businessblog Facebooks. Auf diese Weise können die Werbetreibenden mit ihren Kampagnen noch globaler denken. Das kommt ihnen – und schließlich auch Facebook – deshalb zugute, weil die Märkte wie Nordamerika und Europa saturiert scheinen, was Facebook angeht. Im Raum Asien-Pazifik und dem Rest der Welt steigen die Zahlen der täglich aktiven Nutzer jedoch noch.

Facebooks Nutzerzahlen aus dem zweiten Quartal 2018 (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur größeren Ansicht), © TechCrunch

Neue Märkte, neue Werbegelder?

Die unkomplizierte Art und Weise des Werbens auf Facebook hält weiterhin viele Werbekunden. Mithilfe des Updates für die Dynamic Ads wird für Advertiser ein bequemer Weg eröffnet, um mit einzelnen Ads simultan verschiedene Märkte oder Zielgruppen zu bespielen. Für die Internationalisierungsstrategie von Marken ist das durchaus vorteilhaft, für Facebook bedeutet es, dass viele Advertiser wohl weiterhin auf genau dieses Format setzen werden. Sofern sie zusätzlich fremdsprachige Märkte bespielen wollen. Allein in Kanada oder der Schweiz könnte man sich den Nutzen der Option ausmalen, wenn in bestimmten Gebieten Werbeanzeigen auf Französisch ausgespielt werden statt auf Englisch, Deutsch oder Italienisch.

Advertiser können für Dynamic Ads nun anderssprachige Versionen erstellen, © Facebook

Für die Ad-Variante lassen sich im Produktkatalog das Land, die Sprache und ein Preis in der Währung der gewählten Region einstellen.

Land und Sprache lassen sich ebenso wie der Preis einstellen, © Facebook

Was es für diese Option braucht

Werbetreibende, die diese Option für sich nutzen möchten, müssen nicht nur ein Business Manager Konto bei Facebook haben, sondern auch das Facebook-Pixel sowie das SDK Facebooks bei der Seite integriert haben. Schließlich braucht es einen Produktkatalog, der im Business Manager hochgeladen wird. Dort werden die Produktbeschreibungen eingefügt und für verschiedene Sprachen optimiert.

Wie die Dynamic Ads für verschiedene Sprachen und Länder aufbereitet werden, demonstriert der Hilfebereich bei Facebook Business ausführlich. Dort erklären ebenso Videos, wie die Einstellungen vonstatten gehen sollten.

Once your ad is published, it will show relevant products from your catalog with localized information to the people who are most likely to be interested in them,

schließt Facebooks Erklärung. Damit bringt Facebook auf der Werbeebene Personalisierung und spezifische Marktpenetration zusammen und zeigt sich trotz der Probleme des Unternehmens als noch immer relevante Plattform für Marken.

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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