Conversion Optimierung

CRO für Landing Pages: Wie du deine mobilen User nicht verschreckst am Praxisbeispiel

Fehlende Optimierung kostet Conversions, denn mobile Nutzer erwarten angepasste Seiten. HubSpot dokumentierte die Optimierung einer Landing Page und deren eindrucksvollen Ergebnisse.

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Mobile erobert die Welt im Sturm und sorgt dafür, dass Conversions zunehmend über Smartphones oder Tablets getätigt werden. Das Team von HubSpot dokumentierte die Optimierung einer Seite, deren Conversion Rates einbrachen und gestattet somit interessante Einblicke in die Praxis.

Die Ausgangslage: E-Book mit Download-Formular

Google ließ erst kürzlich verlauten, dass in zehn bedeutenden Märkten mittlerweile mehr Suchen mobil erfolgen als via Desktop. Lauren Pedigo von der Marketing-Plattform HubSpot beschreibt auf dem firmeneigenen Blog, wie sie entsetzt feststellen musste, dass bei einer Betrachtung der Landing Pages ihres Unternehmens die Conversion Rates von mobilen Usern 20 bis 30 Prozent unter denen der Desktop-User lagen. Dies nahm sie zum Anlass, die Optimierung einer einzelnen Seite genauer zu analysieren. Es geht um folgende Landing Page in der Desktop-Version. Beworben wird das E-Book “How to monitor social in 10 minutes a day”.

Die Ausgangsseite, Quelle: HubSpot

Die Ausgangsseite, Quelle: HubSpot

Sie kam auf drei Punkte, die mobile Nutzer abschrecken könnten: Länge des Formulars, zuviel Text, fehlende Formatierung für Mobile. Gerade das Design spielt eine tragende Rolle, denn Nutzer sind heutzutage misstrauisch, wenn eine Seite nicht zeitgemäß dargestellt ist (Veraltete Informationen? Unseriöses Unternehmen?). Zudem weiß jeder aus eigener Erfahrung, dass zu kleine Buttons oder winzige Schrift Zeit kosten und die Nerven strapazieren.

Die Umsetzung: Formatieren und Komprimieren

Text verknappen, Grafiken verkleinern, Quelle: HubSpot

Text verknappen, Grafiken verkleinern, Quelle: HubSpot

Angleichung des Download-Formulars, Quelle: HubSpot

Angleichung des Download-Formulars, Quelle: HubSpot

Die Seite teilte sich ursprünglich auf vier mobile Screens auf, die gescrollt werden mussten. Die Schriftgröße und die Buchgrafik waren nicht übersichtlich genug. Das HubSpot-Team verkleinerte also die Grafik und passte den Text in Bezug auf den Inhalt sowie die Schriftgröße an. Aus vier wurden somit drei Abschnitte.

Auch das Download-Formular kürzte das Team deutlich. Aus den vier Abschnitten mit Textfeldern und Dropdown-Menüs wurde schließlich eine komprimierte Seite mit dem Minimum an Daten. Übrig blieben Name, Vorname und E-Mail sowie der CTA “I want this!”.

Das Ergebnis: Bounce Rate sinkt, Conversion Rate steigt

Pedigo berechnete anschließend den Zuwachs an Conversions, die von neuen Usern stammten. Die Angleichung des Contents hinsichtlich des Textes und der Bilder verursachte ein Absinken der Bounce Rate beziehungsweise ein Zuwachs der ausgefüllten Formulare um 10,7 Prozent. Dank der Verknappung des Formulars reduzierte sich die Bounce Rate im Schnitt um stattliche 27 Prozent.

Wenn ihr die Website nun mit eurem Smartphone öffnet, seht ihr den deutlichen Unterschied zur obigen Desktop-Variante. Dieses Experiment verdeutlicht wieder einmal, wie wichtig der Zeitfaktor auf mobilen Geräten ist. Dabei kommt es nicht nur auf Schlichtheit der Formulare und komprimierte Informationen an, sondern in erster Linie auch auf die Präsentation der Inhalte. Falls ihr also ein Produkt über ein Formular mobil zugänglich machen möchtet, könnt ihr folgende Lehren aus der Analyse ziehen:

  • Komprimiere die Informationen, verwende so viel Text wie nötig und so wenig wie möglich
  • Überschriften und Grafiken sollten keinesfalls zu viel Raum einnehmen und Platz verschwenden
  • Beschränke die Angaben für das Formular auf das Wesentliche, sodass es auf einen Screen passt

Quelle: HubSpot Blog

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