Marketing Strategie

Brennende Filialen: So provokant und clever bewirbt Burger King seine Tradition

Burger King zeigt mit einer provokanten Print Kampagne, wie du schlechte PR in gute umwandelst. Auch online könnten solche Kampagnen Aufmerksamkeit bieten.

© David the Agency

Flame Grilled since 1954. Das ist der Slogan, den Burger King nun mit einer brisanten Print Kampagne untermauert. Dabei zeigt das Unternehmen, wie man schlechte in gute Publicity umwandelt. Dieser Ansatz kann auch Online Marketer inspirieren.

Burger King brennt am häufigsten – Flammen als Werbemittel

Die Kampagne, von der Agentur David aus Miami realisiert, basiert auf der Erkenntnis, dass seit 1954 mehr Burger King Restaurants niederbrannten als bei jeder anderen Fast Food-Kette.

Während diese Gewissheit das Unternehmen in ein durchaus fragwürdiges Licht rückt, nutzte die Marketing Agentur David gerade dieses explosive Material für eine gewagte Kampagne. Originalaufnahmen brennender Filialen wurde einzig der genannte Slogan hinzugefügt.

© David the Agency

Eine brennende Burger King Filiale in Pennsylvania dient als Vorlage für die neue Burger King Kampagne, © David the Agency

Auf diese Weise versucht Burger King Zweifel daran auszuräumen, dass die Burger stets über offener Flamme gegrillt werden.

Firmengeschichte mal anders

Die Verknüpfung der Flame Grilled-Tradition des Unternehmens mit der Vielzahl der Brände ist gewagt, aber auch eine geschickte Art und Weise, mit der Marke verbundene Ereignisse in ein bestimmtes Licht zu rücken. Im Falle des auch für die Print Kampagne genutzten Brandes in Albany, Oregon, ging die Feuerwehr von einem umgestürzten und entzündeten Benzinkanister im Lager aus, wie KGW berichtete.

Der für die Werbung instrumentalisierte Brand eines Burger King in Albany© David the Agency

Der für die Werbung instrumentalisierte Brand eines Burger King in Albany© David the Agency

Wenngleich die Kampagne für den Print Bereich gestaltet wurde, lassen sich daraus doch Lehren für innovatives Online Marketing ziehen. Denn in einem Medium, in dem sowohl Ads als auch Nachrichten oder interessante Statistiken (wie die obige) in Höchsttempo zum User gelangen, kann die kreative Verarbeitung solcher Informationen Früchte tragen. Vorstellbar sind rasche Optimierungen des Images, vor allem aber umfassende Aufmerksamkeit.

Burger King hat bis dato noch keine Angaben dazu gemacht, ob diese Kampagne auch online verlängert werden soll. Sollte dies der Fall sein, wären dem Unternehmen eine Vielzahl weiterer Reaktionen im Netz wohl sicher.

Es heißt: es gibt keine schlechte Publicity; und gibt es sie doch, beweisen Burger King und die Agentur David, dass selbst diese noch einen Mehrwert haben kann. Manchmal liegt der Schlüssel zu einer einzigartigen Kampagne näher als gedacht.

Quelle: AdWeek

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