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App-SEO: Die 5 goldenen Regeln, wie deine App besser rankt

Mit den fünf goldenen Regeln der App-Store-Optimierung, verbessern sich die relevanten Rankings deiner App und die Downloads erhöhen sich in Kürze.

© William Hook - Unsplash

Regel #1: Die relevantesten Keywords finden und richtig verteilen

Keywords sind das A und O in der App-Store-Optimierung. Bei der Recherche der für die eigene App relevantesten Keywords sollte genau geschaut werden, welche die App am treffendsten beschreiben. Wer hier seine Zielgruppe kennt, hat die Nase vorn, denn verwendet werden sollten in erster Linie Keywords, die potentielle Nutzer in der Suche eingeben.

Um zudem die Keywords der Wettbewerber zu identifizieren, helfen Tools wie Sensor Tower. Sie ermöglichen Einblicke, welche Keywords die Konkurrenz verwendet, geben Inspiration und erweitern das eigene Brainstorming. Die Funktion Auto-Suggest der Stores ist zudem eine verlässliche Quelle, welche Keyword-Phrasen häufig gesucht werden. Nach der Keyword-Recherche müssen diese ausgewertet und priorisiert werden. Dafür lassen sich Tools wie Sensor Tower, AppAnnie oder TUNE nutzen, die Informationen zum Suchvolumen bieten. Wichtigster Faktor ist dabei aber weiterhin die Relevanz der Keywords. Nach der Auswertung müssen die Keywords den relevanten Bereichen zugeordnet werden.

Im App Store lassen sich Keywords in folgenden Bereichen unterbringen:

  • App Title (30 Zeichen)
  • Subtitle (30 Zeichen)
  • Keyword-Feld (100 Zeichen)

Bei der Verteilung der Keywords sollte immer ökonomisch mit dem Platz umgegangen werden. Keywords, die im Titel genannt werden, haben eine höhere Relevanz für den Algorithmus. Daher sollten hier die Begriffe verwendet werden, die die Hauptfunktion der App am besten beschreibt, ein hohes Suchvolumen besitzen und die Conversion-Rate erhöhen.

Keywords, die bereits im Titel vorkommen, sollten nicht noch einmal in das Keyword-Feld eingetragen werden, um den zur Verfügung stehenden Platz nicht zu verschwenden. Keywords sollten sich untereinander gut kombinieren lassen und dadurch Phrasen bilden. Je mehr sinnvolle Phrasen entstehen, desto besser ist das Ranking-Potential.

Im Play Store kann man die Keywords in den folgenden Bereichen unterteilen:

  • App Title (50 Zeichen)
  • Kurzbeschreibung (80 Zeichen)
  • Beschreibungstext (4000 Zeichen)

Die Keywords im Titel und in der Kurzbeschreibung erzeugen den höchsten Traffic. Da es kein Keyword-Feld gibt, zieht sich der Play Store die Keywords aus dem Beschreibungstext. Dabei gilt ein Wort als relevantes Keyword, wenn es mindestens 3-5 Mal im Text erwähnt wird.

Regel #2: Keyword-Nischen finden

Gibt es viel Konkurrenz und zudem schlechte Ergebnisse im Ranking der Top-Keywords, muss man eigene Nischen entwickeln, für die man Rankings aufbauen kann. Bei der Nischenstrategie geht es um Generierung von Long-Tail Keyword-Kombinationen, die eine spezifischere Suchintention darstellen: z.B. „Wohnung mieten in Hamburg“ oder „Wetter in Berlin“.

Eine Nischen-Optimierung hilft, qualitativen Traffic zu generieren und hohe Deinstallationsraten zu vermeiden. Zudem lässt sich so die Zielgruppe klarer definieren und potentielle Kunden sind über Funktionen und die Mehrwerte Möglichkeiten im ersten Kontaktpunkt informiert.

Regel #3: A/B-Tests durchführen

Die Erhöhung der Conversion-Rate beeinflusst die Rankings von Apps positiv. Bereiche, die conversion-relevant zur Erhöhung beitragen, sind unter anderem Screenshots, die festgelegte Reihenfolge von Screenshots, App Title, App Icons und der Aufbau des Beschreibungstextes. Für diese Bereiche sollten verschiedene Varianten erstellt werden, die gegeneinander A/B-getestet werden, um die Optimalvariante herauszufinden. Bei A/B-Tests wird eine Variable getestet und Veränderungen in der Conversion-Rate dokumentiert. Das kann mit Hilfe von Tools wie Splitmetrics durchgeführt werden. Sie erstellen eine Kopie der Store-Seiten, auf die Kampagnen-Traffic geleitet wird, bis eine statistische Signifikanz erreicht wird.

Potenzielle Nutzer überfliegen tausende Apps, daher ist das Icon für den allerersten Eindruck von großer Bedeutung. Um bereits an diesem Punkt die Chancen auf eine höhere Conversion-Rate zu erhöhen, muss das Icon einer App ansprechend sein. So wie Icons haben auch Screenshots keinen direkten Einfluss auf die Rankings, können aber zu einer besseren Konvertierungsrate beitragen, die die Rankings wiederum positiv beeinflusst. Icons verdeutlichen visuell, worum es in der App geht und bieten dem potentiellen Nutzer vor dem Download einen Einblick in das Menü und die Gesamtnutzung. Dabei lassen sich nicht nur verschiedene Designs, sondern auch Reihenfolgen, Beschriftungen und Auszeichnungen A/B-testen. Der Beschreibungstext hat nur bei dem Play Store einen Einfluss auf die Sichtbarkeit, beeinflusst aber in beiden Stores die Conversion-Rate, weshalb er A/B-getestet werden könnte. Da aber App-Nutzer eine kurze Aufmerksamkeitsspanne haben, wird der ganze Beschreibungstext oft nicht bis zum Ende oder gar nicht gelesen. Deswegen sollte man seine Leser mit einem fesselnden Intro locken und die Haupt-USPs und Mehrwerte der App kommunizieren. Werden Texte optimiert, sollten sie ebenfalls für die SEO angepasst werden.

Faktoren für Sichtbarkeit und Conversion Rate im App Store und bei Google Play, © INTEGR8

Regel #4: Reviews & Ratings berücksichtigen

Gute User-Ratings wirken sich positiv auf Kategorie-Rankings und einzelne Keyword-Rankings aus. Bei iOS gibt es zudem die Möglichkeit, diese zurückzusetzen, allerdings nur einmal. Auch Reviews sind ein wichtiger Faktor, da sie die allgemeine Kundenmeinung über die App reflektieren. Um gute Reviews zu bekommen, muss dafür gesorgt werden, dass die App gut aufgebaut und stabil ist sowie dem User einen Nutzen bringt. Außerdem sollte auf die Reviews geantwortet werden – und das sowohl bei Lob, als auch bei Kritik. Die Keywords aus den Reviews werden indexiert, sprich algorithmisch berücksichtigt, speziell im App Store. Daher ist es eine gute Idee, in Review-Replies die wichtigsten Keywords zu verwenden, wenn dies sinnvoll ist. Spam-Reviews kann man bei Apple und Google reporten und bei guter Begründung werden diese entfernt.

Regel #5: App-Retention und Kunden-Feedback

Um erfolgreich in den Stores zu sein, muss man eine gute App entwickeln. Alle Optimierungsansätze werden wenig  helfen, wenn die App fehlerhaft und der Nutzer damit unzufrieden ist, denn Metriken wie Nutzungsraten, Absprungraten und Deinstallationsraten haben ebenfalls einen Einfluss auf App-Rankings. Deswegen müssen die technischen Aspekte berücksichtigt und die App regelmäßig gepflegt werden: Es sollten sowohl Bugfixes in neue Updates implementiert, als auch Funktionswünsche der Kunden berücksichtigt werden. Die Retention lässt sich durch folgende Updates positiv beeinflussen:

  • Implementierung von App-Onboarding
  • Entwicklung von In-App-Messaging und Push-Nachrichten-Funnels
  • Individualisierung
  • In-App-A/B-Testing

Fazit

Wer alle  Regeln für die ideale App-Store-Optimierung berücksichtigt, kann in kurzer Zeit höhere Downloads generieren. Der Fokus sollte dabei immer auf den Bedürfnissen und dem Mehrwert der Zielgruppe liegen, die sich im Nutzerfeedback widerspiegelt. Wer das ernst nimmt und sich zudem auf Neuerungen in den jeweiligen App Stores einlässt, hat langfristig zufriedene Nutzer und hohe Downloads.

Über Michael Rutkowski

https://www.integr8.com

Michael Rutkowski ist Mitgründer und Chief Marketing Officer der Digitalagentur INTEGR8. Die Agentur mit Sitz im Herzen Berlins gibt es seit 2012. Michael Rutkowski und das Team von INTEGR8 unterstützen Unternehmen bei der Ausrichtung ihrer Digitalstrategie und in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

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