Native Advertising

Richtungsweisend – 3 Trends für Native Advertising in 2015

Native Advertising ist gekommen um zu bleiben. Doch wie geht es weiter? Diese Entwicklungen werden das Feld im neuen Jahr dominieren.

© Denis Junker - Fotolia.com

Der Sektor Native Advertising ist in den vergangenen Jahren extrem gewachsen und populär geworden, was dazu geführt hat, dass sich das Ökosystem des Marketing insgesamt verändert hat und unterm Strich nun leider auch einige Missstände aufweist. Stimmen wurden laut, die unter anderem eine einheitliche und effektive Messung des Erfolges der nativen Werbekampagnen fordern. Zudem nutzten einige schwarze Schafe den entstandenen Hype sowie die fehlende Transparenz um den Begriff aus und bieten “Native Advertising” an, ohne dabei dem Potential des Formates und den Wünschen der Kunden gerecht zu werden.

Dies hat entscheidende Auswirkungen auf die Entwicklungen 2015, wie auch Justin Choi, CEO von Nativo, weiß, der folgende Tendenzen für Native Ads in diesem Jahr voraussieht.

Aufgabenfelder verschieben sich – Publisher als Agenturen

Unternehmen greifen oftmals auf Agenturen zurück, die sich der Media-Einkäufe annehmen und die Distribution realisieren – dies könnte sich im im neuen Jahr jedoch ändern. Die Relevanz von Content Marketing wird zwar allgemein erkannt (diese Disziplin gewann auch bei unserer Wahl des Buzzwords 2014), Branded Content nimmt jedoch bei den Media-Einkäufern noch nicht den nötigen Stellenwert ein, den das aktuell als “heiliger Gral” betrachtete Werbeformat verdient.

Die Auslieferung der Inhalte im nativen Format ist darüber hinaus noch verbesserungswürdig. Publisher übernehmen hier die Funktion der Media-Buying Agencies – diese werden übersprungen. Die Seitenbetreiber platzieren Native Ads im relevanten Umfeld auf der eigenen Seite und kümmern sich um die Distribution auf verwandten externen Websites. Choi spricht von der “native reach extension”, die in diesem Jahr immer mehr Gestalt annehmen wird.

Die alte Garde bekommt Konkurrenz

Klicks und Impressions als Performance Indikatoren spielen im Bezug auf Native Advertising eine zweitrangige Rolle. Der Konsum von Inhalten lässt andere Kennzahlen in den Vordergrund treten. Metriken wie die Lesezeit und Social Media Aktivität werden der Bewertung des Erfolgs von Content-Strategien viel eher gerecht.

Dies erfordert ein Angebot an zufriedenstellenden Messmethoden, die eine Vielzahl großer Analytics-Firmen noch nicht adaptiert haben und bietet somit Spielraum für neue Marktteilnehmer. Die “alte Garde” wird daher Kontrahenten in ihrem Feld sprießen und wachsen sehen, mit denen sie sich auch zukünftig abfinden muss.

Kritiker erhalten neues Futter

Native Advertising ist noch immer ein schwammiger Begriff, da viele nicht verstehen, wie es funktioniert beziehungsweise funktionieren sollte. Die Transparenz der Werbekampagnen ist oftmals nicht gewährleistet und die Auslieferung des Werbeformats weist häufig Schwächen auf. Werden “Native Ads” weiterhin beispielsweise lediglich als bessere Bannerwerbung angepriesen und verkauft, geht der Trend auf Kosten der UX in eine falsche Richtung. Die Kritiker werden auch 2015 auf ihre Kosten kommen. Justin Choi ist sich seiner Sache letztendlich jedoch sicher:

The reasons behind native’s existence stem from macro-trends in our space that need to be addressed and resolved. Transient problems come with the territory of any emerging channel. Some issues may take longer to solve and new ones will undoubtedly crop up. But this is what makes the business so exciting: It’s dynamic and always welcomes innovation that can ultimately lead to a better ecosystem and experience for consumers.

Es mag also ein wenig länger dauern, doch die Werbelandschaft ist stets offen für Innovationen, die gewinnbringend für Werbungtreibende sowie die User sind. Und Native Advertising verspricht genau das zu sein.

Quelle: Ad Exchanger

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