Social Media

Der Begriff Social Media beschreibt Webseiten und Apps, über die Nutzer Inhalte kreieren sowie teilen und sich vernetzen können. Zentrales Merkmal von Social Media ist die Interaktivität. Soziale Interaktion zwischen Nutzern sowie kollaboratives Schreiben prägen den Online-Dialog, die sogenannte Many-to-many-Kommunikation. Nutzer erstellen Inhalte (User Generated Content), über die ein permanenter, zeitlich unbegrenzter Austausch mit anderen stattfindet.

Social Media kann als Oberbegriff für diese Art sozialer Medien verstanden werden, aber auch als Terminus für eine Mediengattung: Das heißt, dass mit Social Media als Kategorie mehr verbunden wird als die Summe der Medien-Kanäle, z.B. eine Erwartungshaltung gegenüber der Kommunikationsform. In diesem Fall müsste Social Media als Singular betrachtet vom Begriff der sozialen Medien abgegrenzt werden.

Zu den bedeutendsten Netzwerken zählen unter anderem

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram
  • Snapchat
  • VKontakte (Russland)
  • Renren (China)
  • WeChat (China)
  • Blogs (eine der ältesten Formen von Social Media)

Social Media Charakteristika

Mit Social Media geht auch eine veränderte Nutzung des Internets einher: Vom reinen Konsum (Web 1.0) zur Partizipation (Web 2.0).

Social meint in diesem Zusammenhang das Vernetzen mit Anderen sowie die Interaktion durch das Teilen und Empfangen von Informationen. Media ist schlichtweg das Kommunikationsinstrument, hier: das Internet. Social Media ist also ein webbasiertes Kommunikationstool, das Nutzer in die Lage versetzt, miteinander zu interagieren und Informationen zu teilen sowie zu konsumieren.

Für die Interaktion sind User Accounts in Sozialen Netzwerken unerlässlich. Ebenso legen User sich in den meisten Social Media-Plattformen Profile an, die von anderen eingesehen werden können. Diese Profile enthalten Informationen über den jeweiligen User, wie etwa

  • Profilbild
  • Biographie
  • Website Link
  • Feed
  • Aktivitäten
  • Usw.

Kontakte sind auf Social Media Kanälen obligatorisch. Sie nennen sich Freunde, Follower, Abonnenten, etc. Viele Plattformen bieten Gruppen an, wie Facebook beispielsweise. In den Gruppen können sich Nutzer zu verschiedenen Interessen organisieren. Zu den beliebtesten Gruppen auf Facebook gehören etwa Verkaufsgruppen.

Auch Hashtags (#) sind eine Erfindung Sozialer Medien, genauer von Twitter. Seit 2007 finden die Rautenzeichen Verwendung und sind inzwischen auch außerhalb von Social Media populär. 

Social Media im Online Marketing

Als Online-Marketing-Kanal ist Social Media aus verschiedenen Gründen interessant: In erster Linie haben Werbetreibende beispielsweise bei Facebook aufgrund der im Durchschnitt sehr detaillierten Nutzerprofile und entsprechendem Targeting die Möglichkeit, besonders zielgenau zu werben. Die Attraktivität von Plattformen wie YouTube liegt für Werbetreibende insbesondere in der Tatsache begründet, dass kaum noch eine Trennung von Werbung und Content (z.B. bei Interstitials) möglich ist und Nutzer somit „freiwillig” und gezielt Werbebotschaften konsumieren. Auch die Möglichkeiten, Reviews in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen und die Kommunikation mit Kunden und potentiellen Kunden zu stärken, spricht für Social Media als werbefreundliche Umgebung.

Trotz der vielen Möglichkeiten und Chancen, die Social Media dank schneller Vernetzung bietet, birgt dieses Feld auch Gefahren: Jedermann kann seine Meinung kundtun und somit können auch Angestellte eines Unternehmens oder das Unternehmen selbst durch unbedachte Äußerungen Imageschäden hervorrufen oder gar einen Shitstorm heraufbeschwören. Bei aller sozialer Interaktion ist auch ein Maß an Feindseligkeit im Social Media-Bereich nicht von der Hand zu weisen, weshalb es immer auch Richtlinien für die jeweiligen Plattformen im Social Media-Bereich gibt.

Aus den Sozialen Medien sind die modernen Influencer hervorgegangen, User, die über eine überdurchschnittlich hohe Reichweite in bestimmten Netzwerken verfügen.

Hinweise zur Social Media Strategie

Für Unternehmen und Personen des öffentlichen Lebens spielt Social Media heutzutage eine enorme Rolle. Für diese Parteien ist demnach eine zielgerichtete Social Media Strategie unabdingbar.

Über Plattformen wie Facebook, Instagram und Co. lassen sich die Brand Awareness steigern, Leads generieren oder ganz allgemein das eigene Profil im bestmöglichen Licht präsentieren. Um etwa ein Unternehmen in Social Media erfolgversprechend zu positionieren, bedarf es fünf Schritte, die eine solche Strategie leiten sollten:

  • kenne deine Zielgruppe
  • sei dir deiner Ziele in Social Media bewusst
  • erstelle Content, der Engagement fördert
  • nimm das „Social“ in Social Media ernst
  • prüfe die Ergebnisse deiner Social Media Strategie

Während per Analyse oder auch mit Hilfe von Persona Marketing Zielgruppen eingegrenzt werden können, sollten an Veröffentlichungen wie Posts auch klare Zielsetzungen gebunden sein. Sollen Insights zum Unternehmen präsentiert werden oder steht der Zugewinn von Traffic im Vordergrund?

An diese Zielsetzungen sind auch die Contentformen geknüpft. Videocontent etwa eignet sich für das Teilen von aktuellen Ereignissen und User Generated Content fördert das Engagement der User. Doch bei der Planung muss stets mitbedacht werden, dass Auftritte in sozialen Medien auch immer soziale Awareness fordern. Ansprechbarkeit und Usernähe sind diesbezüglich erforderlich.

Um die Effektivität einer Social Media Strategie zu bewerten, sollte eine stete Prüfung von Ergebnissen erfolgen. Diese kann mit Hilfe gängiger Social Media Management Tools vorgenommen werden oder auf präzisen Umfragen beruhen.

Eine Social Media Strategie muss je individuell und von den vorausgesetzten Zielsetzungen abhängig konzipiert werden.

Berufe, die aus Social Media hervorgegangen sind

  • Social Media Manager
  • Social Media Marketer
  • Community Manager
  • Social Media Consultant

Straßenumfrage: Was ist Social Media?: