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Lexikon

Social Media

Der Begriff Social Media beschreibt Webseiten und Apps, über die Nutzer:innen Inhalte (Content) kreieren, teilen und sich vernetzen können. Ein zentrales Merkmal von Social Media ist die Interaktivität. Soziale Interaktion zwischen Nutzer:innen sowie kollaboratives Schreiben prägen den Online-Dialog, die sogenannte Many-to-many-Kommunikation. User erstellen Inhalte (User Generated Content), über die ein permanenter, zeitlich unbegrenzter Austausch mit anderen stattfindet.

Social Media kann als Oberbegriff für diese Art sozialer Netzwerke verstanden werden, aber auch als Terminus für eine Mediengattung: Das heißt, dass mit Social Media als Kategorie mehr verbunden wird als die Summe der Medien-Kanäle, zum Beispiel eine Erwartungshaltung gegenüber der Kommunikationsform. In diesem Fall müsste Social Media als Singular betrachtet vom Begriff der sozialen Medien abgegrenzt werden.

Welche sozialen Medien werden am meisten genutzt?

Zu den bedeutendsten und meistgenutzten Netzwerken zählen unter anderem

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram
  • Snapchat
  • TikTok
  • VKontakte (Russland)
  • Renren (China)
  • WeChat (China)
  • Blogs (eine der ältesten Formen von Social Media)
Soziale Netzwerke, ©shutterstock.com/tanuha2001

Als ein Newcomer unter den Social Media zählt die Drop-in Audio App Clubhouse. Diese basiert, anders als die übrigen Social-Media-Plattformen, auf einer reinen auditiven Kommunikation und nicht auf einer visuellen.

Welche Social-Media-Plattform ist die beliebteste? 

Zu den beliebteste Social-Media-Plattformen zählen die Apps und Websites des Facebook-Konzerns. So kann die Social Media App Instagram weltweit mehr als eine Milliarde aktive Konten verbuchen (Stand: Januar 2021) – davon sind 180 Millionen Accounts Profile von Unternehmen. Nimmt man die aktiven User als Indikator dafür, welche Social-Media-Plattform die beliebteste ist, dann hat Facebook weiterhin die Nase vorn. Ganze 2,8 Milliarden monatlich aktive Nutzer:innen erreichte der Social-Media-Veteran in Q4 im Jahr 2020.

 

Social-Media-Charakteristika

Mit Social Media geht auch eine veränderte Nutzung des Internets einher: Vom reinen Konsum (Web 1.0) zur Partizipation (Web 2.0).

Social meint in diesem Zusammenhang das Vernetzen mit Anderen sowie die Interaktion durch das Teilen und Empfangen von Informationen. Media ist schlichtweg das Kommunikationsinstrument, hier: das Internet. Social Media ist also ein webbasiertes Kommunikationstool, das Nutzer in die Lage versetzt, miteinander zu interagieren und Informationen zu teilen sowie zu konsumieren.

Für die Interaktion sind User Accounts in Sozialen Netzwerken unerlässlich. Ebenso legen User sich in den meisten Social-Media-Plattformen Profile an, die von anderen eingesehen werden können. Diese Profile enthalten Informationen über den jeweiligen User, wie etwa

  • Profilbild
  • Biographie
  • Website Link
  • Feed
  • Aktivitäten
  • Usw.

Kontakte sind auf Social-Media-Kanälen obligatorisch. Sie nennen sich Freund:innen, Follower, Abonnent:innen, etc. Viele Plattformen bieten Gruppen an, wie Facebook beispielsweise. In den Gruppen können sich Nutzer:innen zu verschiedenen Interessen organisieren. Zu den beliebtesten Gruppen auf Facebook gehören etwa Verkaufsgruppen.

Auch Hashtags (#) sind eine Erfindung Sozialer Medien, genauer von Twitter. Seit 2007 finden die Rautenzeichen Verwendung und sind inzwischen auch außerhalb von Social Media populär. Hashtags kategorisieren Posts und machen sie unter bestimmten Schlagworten auffindbar. Die derzeit beliebtesten Hashtags auf Instagram sind #love #instagood #photooftheday.

Social Media im Online Marketing

Als Online-Marketing-Kanal bietet Social Media verschiedene Vorteile: In erster Linie haben Werbetreibende beispielsweise bei Facebook aufgrund der im Durchschnitt sehr detaillierten Nutzer:innenprofile und entsprechendem Targeting die Möglichkeit, besonders zielgenau zu werben. Die Attraktivität von Plattformen wie YouTube liegt für Werbetreibende insbesondere in der Tatsache begründet, dass kaum noch eine Trennung von Werbung und Content (zum Beispiel bei Interstitials) möglich ist und Nutzer:innen somit „freiwillig” und gezielt Werbebotschaften konsumieren. Auch die Möglichkeiten, Reviews in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen und die Kommunikation mit Kunden und potentiellen Kunden zu stärken, spricht für Social Media als werbefreundliche Umgebung.

Wie gefährlich ist Social Media?

Trotz der vielen Möglichkeiten und Vorteile, die Social Media dank schneller Vernetzung bietet, birgt dieses Feld auch Gefahren: Jedermann kann seine Meinung kundtun und somit können auch Angestellte eines Unternehmens oder das Unternehmen selbst durch unbedachte Äußerungen Image-Schäden hervorrufen oder gar einen Shitstorm heraufbeschwören. Bei aller sozialer Interaktion ist auch ein Maß an Feindseligkeit im Social Media-Bereich nicht von der Hand zu weisen, weshalb es immer auch Richtlinien für die jeweiligen Plattformen im Social-Media-Bereich gibt.

Aus den Sozialen Medien sind die modernen Influencer hervorgegangen. User, die über eine überdurchschnittlich hohe Reichweite in bestimmten Netzwerken verfügen und sich aufgrund ihres hohen Ansehens in Sozialen Netzwerken als Kooperationspartner:innen für Werbung und Vermarktung eines Unternehmens eignen.

Hinweise zur Social-Media-Strategie

Für Unternehmen und Personen des öffentlichen Lebens spielt Social Media heutzutage eine enorme Rolle. Für diese Parteien ist demnach eine zielgerichtete Social-Media-Strategie unabdingbar.

Über Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram und Co. lässt sich die Brand Awareness steigern, Leads generieren oder ganz allgemein das eigene Profil im bestmöglichen Licht präsentieren. Um etwa ein Unternehmen in Social Media erfolgversprechend zu positionieren, bedarf es fünf Schritte, die eine solche Strategie leiten sollten:

  • kenne deine Zielgruppe
  • sei dir deiner Ziele in Social Media bewusst
  • erstelle Content, der Engagement fördert
  • nimm das „Social“ in Social Media ernst
  • prüfe die Ergebnisse deiner Social-Media-Strategie

Während per Analyse oder auch mit Hilfe von Personal Marketing Zielgruppen eingegrenzt werden können, sollten an Veröffentlichungen wie Posts auch klare Zielsetzungen gebunden sein. Sollen Insights zum Unternehmen präsentiert werden oder steht der Zugewinn von Traffic im Vordergrund?

An diese Zielsetzungen sind auch die Content-Formen geknüpft. Videocontent etwa eignet sich für das Teilen von aktuellen Ereignissen und User Generated Content fördert das Engagement der User. Doch bei der Planung muss stets mitgedacht werden, dass Auftritte in sozialen Medien auch immer soziale Awareness fordern. Ansprechbarkeit und User-Nähe sind diesbezüglich erforderlich.

Um die Effektivität einer Social-Media-Strategie zu bewerten, sollte eine stete Prüfung von Ergebnissen erfolgen. Diese kann mit Hilfe gängiger Social Media Management Tools vorgenommen werden oder auf präzisen Umfragen beruhen.

Eine Social-Media-Strategie muss individuell und von den vorausgesetzten Zielsetzungen abhängig konzipiert werden.

Berufe, die aus Social Media hervorgegangen sind

  • Social Media Manager
  • Social Media Marketer
  • Community Manager
  • Social Media Consultant

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