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Anna Hettegger – Selbstständige Social Media und Content Managerin

Tina Bauer | 11.02.19
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"Ich hatte bereits als Angestellte die Möglichkeit, einmal pro Woche im Homeoffice zu arbeiten. Dies habe ich gerne angenommen, da ich mir so zumindest einen Tag die Woche den fast 100 km langen Weg in die Arbeit sparte. Da ich im Online Marketing arbeitete, war es kein Problem, meine Arbeit von zu Hause zu erledigen. Damals habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich zu Hause viel konzentrierter arbeitete als im Großraumbüro, wo ich ständig abgelenkt wurde. So schaffte ich an meinem Homeoffice-Tag auch deutlich mehr Arbeit, als im Büro.

Seit einem halben Jahr bin ich nun selbstständig und arbeite ausschließlich im Homeoffice. Da ich ortsunabhängig arbeiten kann, bin ich öfters auf Reisen und erledige meine Arbeit aus dem Ausland. Obwohl es die Möglichkeit gibt, sich ein Büro zu mieten oder für ein paar Tage in einem Co-Working-Space zu arbeiten, arbeite ich auch im Urlaub am liebsten aus dem Hotelzimmer oder Airbnb. Da ich sehr geräuschempfindlich bin, lenken mich Kollegen, die sich neben mir unterhalten oder telefonieren, stark ab, weshalb ich zu Hause einfach effizienter bin. Eine Verankerung im Gesetz kann zwar unter Umständen dazu beitragen, dass sich mehr Unternehmen Gedanken darüber machen, ihren Mitarbeitern die Arbeit aus dem Homeoffice zu erlauben. Trotzdem aber glaube ich, dass das Homeoffice nicht für jede Arbeit und für jede Person geeignet ist.

Ich würde es begrüßen, wenn die Möglichkeit des Homeoffice in Unternehmen angeboten wird und mit den Mitarbeitern im Einzelgespräch darüber gesprochen werden kann, ob es für sie eine sinnvolle und hilfreiche Ergänzung zur Arbeit im Büro sein kann. Sollte ich jemals wieder in ein Angestelltenverhältnis zurückgehen, würde die Möglichkeit zum Homeoffice auf jeden Fall für einen potentiellen zukünftigen Arbeitgeber sprechen. Ich denke, dass es in Zeiten, in denen neue Arbeitsmodelle wie digitales Nomadentum boomen, für Unternehmen ohnehin immer üblicher werden wird, flexiblere Arbeitsmodelle als das klassische 9 to 5 im Büro anzubieten. Wer als Unternehmen konkurrenzfähig bleiben und gute Arbeitnehmer anziehen möchte, wird in Zukunft auch ohne gesetzliche Verankerung gezwungen sein, sich über Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten Gedanken zu machen."

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