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Karrieretipps
Die Top 3 Fallstricke im Bewerbungsgespräch und wie du sie am besten umgehst

Die Top 3 Fallstricke im Bewerbungsgespräch und wie du sie am besten umgehst

Marié Detlefsen | 07.11.23

Im Bewerbungsgespräch lauern häufig Fallstricke, die selbst die besten Kandidat:innen übersehen können. Wir zeigen dir, welche Stolpersteine am meisten in einem Interview auftauchen und wie du diesen Hindernissen geschickt ausweichen kannst.

Die Suche nach einem neuen Job ist oft ein stressiges Unterfangen, das Bewerber:innen vor vielfältige Herausforderungen stellt. Selbst die am besten vorbereiteten und fähigsten Kandidat:innen können im Bewerbungsgespräch Fallstricke erleben, die ihre Chancen beeinträchtigen, ohne dass sie es unmittelbar bemerken. Hogan Assessments, ein Unternehmen für Persönlichkeitsbeurteilungen von Arbeitskräften und Führungsberatung, hat die häufigsten Stolpersteine bei Bewerbungsgesprächen identifiziert, denen Bewerber:innen begegnen können. Im Folgenden stellen wir dir diese vor.

Benenne gezielt deine Stärken und Schwächen

In Bewerbungsgesprächen ist die ausgewogene Darstellung von Stärken und Schwächen von entscheidender Bedeutung. Kandidat:innen, die ihre Stärken überzeugend mit dem Nutzen für das Unternehmen verknüpfen können, erhöhen ihre Chancen auf eine Einstellung erheblich. Doch die Gefahr besteht darin, die falschen Stärken zu betonen, sich selbst zu überschätzen oder Schwächen unnötig zu betonen. Dabei legen Recruiter Wert auf die Selbstreflexion der Bewerber:innen, die nachvollziehbare Belege für ihre Stärken bieten und zeigen, wie diese die angestrebte Position unterstützen. In Bezug auf Schwächen achten sie auf Ehrlichkeit und den Willen zur Verbesserung. Dr. Ryne Sherman, Chief Science Officer bei Hogan Assessments, nennt in diesem Zusammenhang drei wichtige Dinge, die Recruiter von Bewerber:innen erfahren möchten:

  1. Hat der:die Kandidat:in eine gute Eigenwahrnehmung, um über die eigene Leistung am Arbeitsplatz zu reflektieren?
  2. Gibt es ausreichend (möglichst messbare) Belege für die vorgebrachten Punkte?
  3. Inwiefern stellen diese Qualitäten eine gute Grundlage für Erfolg in der angestrebten Position dar?

Somit solltest du während des Vorstellungsgesprächs darauf achten, deine Stärken und Schwächen klar zu benennen, aber auch zeigen, dass du weißt, wie du diese gezielt einsetzen und verbessern kannst. Auf diese Art und Weise stellst du dar, wie gut du dich selber einschätzen kannst und warum ausgerechnet du perfekt für die Stelle geeignet bist. Ein Nachweis für deine besonderen Fähigkeiten ist stets von Vorteil und kann etwa mit Zertifikaten dargelegt werden (die auch auf LinkedIn angezeigt werden können).

Übertreibe nicht mit persönlichen Interessen

Die Erwähnungen persönlicher Hobbys oder ehrenamtlicher Tätigkeiten sind immer ein Pluspunkt, da du somit die Möglichkeit hast, dich interessanter und engagierter darzustellen. Dennoch neigen viele Bewerber:innen dazu, ihre persönlichen Interessen im Einstellungsgespräch zu überbetonen. Doch Ehrlichkeit in Bezug auf Hobbys ist genauso wichtig wie bei fachlichen Erfahrungen. Eine Lüge kann das gesamte Gespräch ruinieren und deine Glaubwürdigkeit untergraben. Es ist ratsam, Wege zu finden, persönliche Interessen auf eine fesselnde Weise zu präsentieren, auch wenn man sie selbst nicht besonders aufregend findet. Abgesehen davon besteht immer das Risiko, dass der Recruiter selbst Expertise zu einem bestimmten Hobby oder Thema aufweist und daher auch Fragen in diesem Bereich stellen könnte. Sherman sagt hierzu:

Wird man bei einer Lüge erwischt, schädigt das den Gesamteindruck des Gesprächs und macht die Person insgesamt weniger glaubhaft. Viele Recruiter überlegen sich, bei Kandidaten, die schon über Kleinigkeiten wie persönliche Interessen lügen, ob man nicht auch andere Bereich, wie etwa genannte Fähigkeiten, Erfolge und Erfahrungen in Frage stellen muss. Dadurch entstehen Zweifel über den gesamten Lebenslauf und das Gespräch als Ganzes wird diskreditiert.

Zeige dich von Anfang an aktiv im Bewerbungsgespräch

Nicht jede Position ist für jede:n Kandidat:in geeignet. Daher solltest du in Bewerbungsgesprächen proaktiv sein und Fragen stellen, die es dir ermöglichen, sowohl die angebotene Stelle als auch das Unternehmen im Hinblick auf ihre eigenen Ziele zu bewerten. Durch das Stellen der richtigen Fragen von Anfang an zeigst du Interesse am Unternehmen. Anstatt abzuwarten, solltest du daher von Beginn eines Gesprächs an relevante Fragen stellen, um deinem Gegenüber unmittelbar deine Eignung in Bezug auf die Jobanforderungen zu demonstrieren und dir somit eine stärkere Verhandlungsposition für die angestrebte Stelle zu verschaffen. Wenn du mit deinen Fragen bis zum Ende des Gesprächs wartest, kann dies die Möglichkeit beeinträchtigen, den besten Eindruck zu hinterlassen und die gewünschte Position zu erhalten.

Generell ist der beste Tipp: Hinterlasse einen guten ersten Eindruck. 61 Prozent der Recruiter geben an, dass sie auf den ersten Eindruck über eine Person zählen und ihrem Bauchgefühl vertrauen. Gleichzeitig gestehen sich 37 Prozent ein, dass sie andere Menschen aufgrund ihres Aussehens beurteilen. Die Dunkelziffer hier könnte noch höher sein, denn nicht alle trauen sich, das zuzugeben, da eine Beurteilung aufgrund des Aussehens meist als oberflächlich gilt. Das Gewicht und die subjektive Attraktivität des Gegenübers können beispielsweise eine Rolle beim ersten Eindruck spielen, selbst wenn sie das weder sollten noch für eine Entscheidung von Belang sein dürfen. Auch wenn man ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen sollte, spielt das Aussehen dabei eine große Rolle. Beim Interview wird dabei vor allem auf die Hygiene und Körpergeruch (41 Prozent) geachtet, gefolgt vom Aussehen (39 Prozent) und dem Kleidungsstil (24 Prozent). Du möchtest noch mehr Tipps für ein gelungenes Bewerbungsgespräch? Dann schaue dir folgenden Artikel an:


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