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Karriere Tipps
Bewerbungsgespräch: Bewerber:innen dürfen unbequeme Fragen stellen

Bewerbungsgespräch: Bewerber:innen dürfen unbequeme Fragen stellen

Hauke Eilers-Buchta | 15.09.22

Im Vorstellungsgespräch möchte man sich als Bewerber:in optimal präsentieren und so die Chancen auf den Job steigern. Doch auch Bewerber:innen dürfen unbequeme Fragen stellen und potentiellen Arbeitgeber:innen auf den Zahn fühlen. Wir zeigen dir Beispielfragen.

Viele Bewerber:innen sind der Ansicht, dass sie sich auch unangenehmen Fragen seitens der Arbeitgeber:innen im Rahmen eines Vorstellungsgespräches stellen müssen. Dabei gibt es jedoch auch Fragen, die nicht zulässig sind und daher nicht beantwortet werden müssen. Allerdings können auch die Jobanwärter:innen kritische Fragen stellen. Denn auch als Bewerber:in darf man durchaus nachfragen – und dabei auch Fragen einbringen, die womöglich als unangenehm empfunden werden können. Immerhin kennt man als potentieller Neuzugang das Unternehmen meist noch nicht, kann sich keinen Eindruck vom Team verschaffen oder wissen, ob das Arbeitsumfeld wirklich so positiv ist, wie es dargestellt wird.

Fünf unangenehme Fragen von Bewerber:innen an Arbeitgeber:innen

Wenn man einzig auf die Fragen der Arbeitgeber:innen antwortet und am Ende die Jobzusage wirklich bekommt, weiß man als Bewerber:in möglicherweise gar nicht

  • ob die gemachten Versprechungen eingehalten werden können oder sollen,
  • ob man sich im Team wohlfühlen kann oder
  • ob man mit dem Job an sich zufrieden sein wird.

Viele Kandidat:innen für einen Job stehen im oder nach einem Bewerbungsgespräch vor diesem oder einem ähnlichen Problem. Dabei möchte man schon vor dem Jobstart wissen, ob die Stelle wirklich zu einem selber passt und ob man auch langfristig im Unternehmen bleiben möchte.

Bewerber:innen sollten daher nicht nur die Fragen der potentiellen Arbeitgeber:innen beantworten oder den Fokus einzig darauf richten, den Job um jeden Preis zu bekommen. Stattdessen kann es mehr als sinnvoll sein, auch selber Fragen zu stellen und bei Unklarheiten nachzuhaken. Das kann bereits dafür sorgen, dass man einen anderen Blickwinkel auf das Unternehmen und den Job bekommt.

Authentizität im Bewerbungsgespräch: Auch für Bewerber:innen wichtig

Für Bewerber:innen ist es im Vorstellungsgespräch vor allem wichtig, authentisch zu sein. Nicht nur gegenüber den Personaler:innen, sondern auch zu sich selber. Fühlt man sich wohl? Will man den Job wirklich? Bekommt man ein durchweg gutes Gefühl? Falls dies nicht der Fall ist, muss man sich überlegen, ob man einen Arbeitsvertrag im Fall der Fälle wirklich unterzeichnen möchte.

So dreht man das Prozedere im Vorstellungsgespräch beinahe um und die Unternehmen „bewerben“ sich somit – zumindest gefühlt – bei den Bewerber:innen. Warum sollte man im Unternehmen arbeiten? Welche Vorzüge bietet der Job? Womit können Unternehmen Arbeitnehmer:innen überzeugen?

Dabei kann und sollte es auch mal zu kritischen Fragen kommen. Zu den fünf wichtigsten Fragen im Bewerbungsgespräch gehören dabei unter anderem diese:

  • Was sind die wichtigsten Werte, die dein Unternehmen vertritt und wie werden diese intern gelebt? – Auf diese Weise kann man als Bewerber:in herausfinden, was für das Unternehmen wichtig ist und vor allem auch, was für eine Unternehmenskultur herrscht. Natürlich handelt es sich auch hierbei um erste Eindrücke aus einer Erzählung.
  • Was ist das Beste am ausgeschriebenen Job? – Diese Frage macht deutlich, dass man sich als Bewerber:in wirklich interessiert und das Potential der Stelle kennenlernen möchte. Gute Personaler:innen sollten darauf eine aussagekräftige Antwort haben.
  • Wie wurde der letzte große Fehler des Unternehmens behoben und welcher war das? – Niemand ist perfekt, auch für Unternehmen gilt das. Wer arbeitet, macht Fehler. Es kommt aber immer darauf an, wie man mit gemachten Fehlern umgeht. Das spielt auch für das Betriebsklima eine wichtige Rolle. Somit ist eine Frage wie diese durchaus legitim.
  • Würdest du das Unternehmen an deine Freund:innen weiterempfehlen? – Wenn Personaler:innen nicht vom Unternehmen überzeugt sind, wer dann? Auch diese Frage gibt eine erste Auskunft darüber, wie im Unternehmen zusammengearbeitet wird und wie zufrieden andere Mitarbeiter:innen sind.
  • Kann ich das Team kennenlernen oder einen Tag zur Probe arbeiten? – Das Team ist für viele Bewerber:innen enorm wichtig. Grund genug, es vor der Vertragsunterschrift kennenlernen zu wollen oder auch die Arbeitsabläufe zu sehen.

Wird ehrlich auf Bewerber:innenfragen geantwortet?

Anhand der Antworten auf einzelne dieser Fragen kann man als Bewerber:in oft schon erkennen, wie im Unternehmen mit kritischen Nachfragen umgegangen wird und worauf man wirklich achtet. Dabei sollte man natürlich auch hinterfragen, wie ehrlich die gestellten Fragen am Ende beantwortet werden und ob die Antworten wirklich glaubwürdig sind.

Bekommt man lediglich Phrasen zu hören, spielt Transparenz vielleicht keine allzu große Rolle. Ebenso gibt dies Auskunft darüber, wie angegebene Werten tatsächlich schon in der Kommunikation gelebt werden.

Für Bewerber:innen gibt es sicherlich noch einige weitere Fragen, die sie im Bewerbungsgespräch an die Arbeitgeber:innen richten können. Welche Fragen sind für euch in diesem Zusammenhang wichtig?

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