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Human Resources
The New Normal: Das wünschen sich Angestellte nach Corona für die Arbeitswelt

The New Normal: Das wünschen sich Angestellte nach Corona für die Arbeitswelt

Michelle Winner | 01.06.21

Die erschwerten Arbeitsbedingungen während der Pandemie haben Spuren hinterlassen: Immer mehr Mitarbeiter:innen sehnen sich nach hybriden Arbeitsmodellen, die mehr Flexibilität zulassen.

Die Coronapandemie hat unsere Arbeitswelt nachhaltig geprägt. Unternehmen mussten ihre Routinen umstellen und Mitarbeiter:innen sich an neue Arbeitsmodelle gewöhnen – sofern sie das Glück hatten, trotz Lockdown und Kontaktbeschränkungen weiter arbeiten zu können. Diese Situation hat Spuren hinterlassen: Wie eine aktuelle Employer-Branding-Studie von HubSpot zeigt, wünschen sich 69 Prozent der Angestellten in Deutschland auch nach Ende der Pandemie flexible Arbeitszeitmodelle.

Home Office soll auch im New Normal beibehalten werden

21 Prozent der Befragten möchten nach Ende der Pandemie die eine Hälfte ihrer Arbeitszeit im Büro verbringen und die andere Hälfte im Home Office. So können die Vorteile von Remote Work, beispielsweise mehr Flexibilität, genutzt werden, ohne dass dabei der Kontakt mit Vorgesetzten und Kolleg:innen als sozialer Aspekt verloren geht. 17 Prozent wünschen sich hingegen lediglich die Option, ab und an von zu Hause aus arbeiten zu können – sie möchten ihre Arbeitszeit hauptsächlich im Büro verbringen. Bei 15 Prozent ist es genau anders herum und 14 Prozent könnten sich sogar vorstellen, dauerhaft im Home Office zu bleiben. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass Mitarbeiter:innen die Option Remote Work nicht mehr missen wollen.

© HubSpot

Das macht sich auch bei der Jobsuche bemerkbar. Zu den wichtigsten Faktoren bei der Jobwahl zählten knapp 20 Prozent die Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten. 29 Prozent achten generell darauf, dass im angestrebten Unternehmen Flexibilität eine große Rolle spielt, vor allem bezüglich der Urlaubstage oder den Arbeitszeiten. Hybride, moderne Arbeitsmodelle sind das, was sich Angestellte wünschen. Nun ist es an der Zeit, dass die Arbeitgeber:innen darauf reagieren.

Vor- und Nachteile von Remote Work

Egal ob in den eigenen vier Wänden oder dem netten Café um die Ecke: Mitarbeiter:innen möchten nicht länger nur im Büro arbeiten. Stattdessen stehen die Vorteile, die mit Remote Work einhergehen, im Fokus. Die folgenden Vorteile wurden besonders häufig genannt:

  • Flexible Arbeitszeiten (47 Prozent)
  • Wegfallen des Anfahrtswegs zur Arbeit (38 Prozent)
  • Gesteigerte Produktivität (33 Prozent)
  • Mehr Zeit für Hobbys und Privatleben (29 Prozent)
  • Flexibilität bei der Wahl des Wohnortes (28 Prozent)
  • Bessere Vereinbarkeit von Familie und Job (24 Prozent)

Dennoch gibt es auch Ängste und Nachteile in Bezug auf Remote Work. 41 Prozent der Befragten fürchten, zu sehr abgelenkt zu werden, während 38 Prozent Angst vor sozialer Isolation haben. Das erscheint verständlich nach der langen Zeit der Kontaktbeschränkungen. 26 Prozent geben hingegen an, dass ihre Vorgesetzten ihnen durch Remote Work vielleicht weniger vertrauen. Außerdem befürchten 25 Prozent, dass durch die räumliche Trennung die Lerneffekte in Teams ausbleiben. Um diesen Ängsten entgegenzuwirken, sollten Arbeitgeber:innen ein schlüssiges Konzept für Remote Work entwickeln – am besten, indem sie regelmäßiges Feedback ihrer Angestellten einholen und anhand dessen die Ausführung optimieren.

© HubSpot

Hybride, flexiblere Arbeitsmodelle haben im Verlauf der Coronakrise an Beliebtheit gewonnen. Nach anfänglichen Hürden und Schwierigkeiten haben sich sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter:innen schnell an das Home Office gewöhnt. Um im War for Talents auch weiterhin bestehen zu können, müssen Arbeitgeber:innen auf die Bedürfnisse der Talente eingehen – und demnach auch darüber nachdenken, Remote Work und flexible Arbeitszeiten dauerhaft in die Unternehmenskultur zu integrieren.

Kommentare aus der Community

Heiko Seifert am 01.06.2021 um 13:27 Uhr

Hallo Herr Piontek,

eine Umfrage in der Firma in der ich arbeite, hat ein deutlich anderes Bild ergeben als Sie schreiben. Die meisten wollen aber tatsächlich wie hier gesagt eher ein hybrides Modell, aus Homeoffice und Büro mit einer größeren Flexibilität. Ein „Ich will unbedingt wieder jeden Tag ins Büro“ war da eher die Ausnahme.

In der Zukunft wollte es dann ja auch wieder Möglich sein, außerhalb der Arbeit wieder vermehrt Menschen zu sehen um nicht depressiv zu werden.

Es mag allerdings mit dem Job zu tun haben, die die jeweilige Person ausfüllt und die Frage, wie gut der mit Zoom und Internet erfüllbar ist

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Thorsten Piontek am 01.06.2021 um 13:17 Uhr

Selten so einen Quatsch gelesen. Alle, die ich kenne, sehnen sich nichts mehr danach wieder im Büro zu sein und hassen ihre Home Office Zeit. Alle mit Kindern sagen, dass sie nichts hin kriegen zu Hause. Jüngere ohne Kinder sagen, dass ihnen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt und sie depressiv werden mit Home Office.

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