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Human Resources
Studie von LinkedIn zeigt: Arbeitsmarkt für Recruiter boomt
© Product School - Unsplash

Studie von LinkedIn zeigt: Arbeitsmarkt für Recruiter boomt

Michelle Winner | 31.08.21

Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass es fast doppelt so viele offene Stellenanzeigen für Recruiter gibt wie vor der Pandemie. Diese Entwicklung kann der Grundstein für einen erfolgreichen Jobwechsel sein.

Nach den langen Monaten des Lockdowns geht es mit der Wirtschaft endlich wieder bergauf. Das macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: Es werden wieder mehr Stellen ausgeschrieben. Die aktive Suche nach Arbeitskräften hat zur Folge, dass es auch in der Berufsgruppe der Recruiter boomt, wie eine aktuelle Untersuchung von LinkedIn zeigt.

Erholung in der Branche nach Coronahochzeit

Durch die Coronapandemie kam es in vielen Unternehmen zu Einstellungsstopps, was auch direkten Einfluss auf die Arbeit von Recruitern nahm. Diese wurden seltener gebraucht und zwischen Februar und April 2020 weniger gesucht. Mit den ersten Öffnungen nach dem Lockdown stieg die Nachfrage wieder. Das zeigt, dass Unternehmen bei der Gewinnung von Mitarbeiter:innen gern auf das Können und die Erfahrung von Profis setzen. Seit Januar 2021 ist ein besonders großer Anstieg von Stellenausschreibungen für Recruiter zu beobachten. Inzwischen überschreitet die Menge der Anzeigen sogar das Niveau aus der Vor-Corona-Zeit: Im Juni 2021 gibt es siebenmal so viele offene Stellen für Recruiter wie im Juni 2020 und doppelt so viele wie im Juni 2019.

Zuwachs bei Recruitern auch aus anderen Bereichen

Die große Nachfrage an Recruitern wurde auch von Arbeitnehmer:innen aus anderen Arbeitsbereichen wahrgenommen. Neben Personen, die sowieso schon im HR-Feld tätig waren, kommen heute viele Recruiter aus dem Programm- und Projektmanagement sowie den Sales-Abteilungen. Barbara Wittmann, Country Managerin bei LinkedIn DACH, erklärt zu der guten Entwicklung auf dem Recruiter-Markt:

Recruiter spielen eine zentrale Rolle dabei, Menschen zu Positionen oder Stellen zu verhelfen und unsere Wirtschaft in Gang zu halten. Es ist erfreulich zu sehen, dass die Nachfrage nach Recruitern steigt – ein Trend, den wir überall auf der Welt beobachten – und dass die Nachfrage in Deutschland inzwischen das Niveau aus der Zeit vor der Pandemie überschritten hat. Recruiter sind besonders wichtig für unsere Arbeitswelt, weil es ihre Aufgabe ist, nicht nur aktive, sondern auch passive Kandidaten anzusprechen – so eröffnen sie für viele Menschen zahlreiche Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln und neue Fähigkeiten und Kompetenzen zu erlernen.

Bei der Jobsuche sind Recruitern vor allem Work-Life-Balance, Vergütung und Unternehmenskultur wichtig. Dennoch ist, vermutlich durch die Auswirkungen der Coronapandemie, ein Wertewandel zu beobachten. Immer mehr Recruiter achten bei der Jobsuche auf die Sicherheit des Arbeitsplatzes (Anstieg um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und die gesellschaftlichen Werte und Verantwortungen des Unternehmens (Anstieg um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Auch Recruiter sehnen sich also nach der Coronaflaute nach Sicherheit und gesellschaftlichen Engagement bei ihren Arbeitgeber:innen.

Der Arbeitsmarkt für Recruiter boomt, was nicht nur bedeutet, dass generell immer mehr Unternehmen auf der Suche nach neuen Mitarbeiter:innen sind und dabei auf Profihilfe setzen. Auch die Chancen für Recruiter für einen Jobwechsel stehen gut. Wer sich also nach einem beruflichen Tapetenwechsel sehnt, sollte die Gelegenheit beim Schopf ergreifen.

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