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Human Resources
Recruiting von IT-Fachkräften: 6 Do’s and Don’ts
© Headway - Unsplash

Recruiting von IT-Fachkräften: 6 Do’s and Don’ts

Ein Gastbeitrag von Florenz Klasen | 22.09.20

Mit diesen Tipps für das IT Recruiting schaffst du es, IT-Fachkräfte von deinem Unternehmen zu überzeugen.

Die Nachfrage nach IT-Fachkräften ist höher denn je. Kein Unternehmen kommt heute mehr ohne das spezifische Wissen dieser hochqualifizierten Arbeitskräfte aus – dementsprechend heiß ist der Wettbewerb um sie. Mit gezieltem IT Recruiting kannst du IT Professionals von deinem Unternehmen überzeugen. In diesem Beitrag lernst du sechs Do’s and Don’ts im IT Recruiting kennen.

Was ist IT Recruiting?

Bei IT Recruiting handelt es sich um eine Art des Headhuntings, bei der gezielt IT-Fach- und -Führungskräfte kontaktiert werden, um bei ihnen Interesse für ein bestimmtes Unternehmen als Arbeitgeber zu wecken. Dabei beinhaltet gutes IT Recruiting vom passenden Stellenprofil über eine konkrete Strategie bis hin zum Active Sourcing samt Employer Branding zahlreiche Schritte.

Erfolgreiches IT Recruiting in 6 Schritten (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur Großansicht), © techminds

Was früher noch vielfach von firmeninternen HR-Beratern übernommen wurde, wird aufgrund des sogenannten War for Talents, der im IT-Bereich besonders ausgeprägt ist, heute immer mehr von professionellen IT Recruitern und Active-Sourcing-Spezialisten erledigt. Dennoch ist es mit einer klaren Strategie auch dem Unternehmen selbst möglich, auf die Suche nach passenden IT Professionals zu gehen.

Mehr dazu erfährst du in den folgenden Absätzen. Zum Warmwerden stellen wir dir ein paar Zahlen und Fakten zum IT Recruiting vor.

Interessante Zahlen und Fakten zum IT Recruiting, © techminds

Fragestellungen im IT Recruiting

Um einen tieferen Einblick in die Grundlagen des IT Recruitings zu erhalten, beleuchten wir im Folgenden einige wichtige Fragestellungen zu diesem Thema genauer.

Was sind die Anforderungen von IT-Fachkräften?

Du solltest beim gesamten Recruitingprozess stets im Hinterkopf behalten, dass IT Professionals hochnachgefragt sind und aus einer großen Zahl von Angeboten auswählen können. Umso aufregender und spezieller sollte die Ansprache der Fach- und Führungskräfte sein.

Rahmenbedingungen der Arbeit werden dabei immer wichtiger: Bestehen Home-Office-Möglichkeiten? Kann zeitlich flexibel gearbeitet werden? Ist die Büroumgebung ansprechend? All diese Fragen gehören mittlerweile zum Standard. Mehr dazu erfährst du in der untenstehenden Grafik.

Das erwarten IT Professionals von einem Arbeitgeber, © techminds

Je mehr du diesen Anforderungen entgegenkommen kannst, desto interessanter wirst du für heißbegehrte IT Professionals.

Über welche Kanäle sind IT-Fachkräfte zu finden?

Active Sourcing heißt die Headhunting-Methode der Stunde. Dabei werden heißbegehrte Professionals direkt kontaktiert. Dies geschieht über verschiedene digitale Kanäle wie Karriereportale und Social Media. Wie du Professionals über diese Kanäle ansprichst und dafür die richtigen Worte findest, erfährst du in den Do’s des IT Recruitings weiter unten.

IT Recruiting: 6 Do’s and Don’ts

Um dich und dein Unternehmen als Top-Arbeitgeber zu positionieren und umkämpfte IT Professionals von dir zu überzeugen, solltest du einige Aspekte beim IT Recruiting berücksichtigen. Im Folgenden liest du, welche Dinge es unbedingt zu tun beziehungsweise unterlassen gilt. Wir starten mit den Do’s – gefolgt von den Don’ts.

Do’s im IT Recruiting

Der Erfolg des IT Recruitings liegt in den Feinheiten. Gehe mit der Zeit und passe dich im Recruiting an die Anforderungen der IT Professionals an. Dies schaffst du, indem du folgende grundlegende Aspekte in dein Recruiting integrierst.

#1 Persönliche Ansprachen

Persönliche Ansprachen sind das A und O des gezielten IT Recruitings. Hochnachgefragte Professionals der IT bekommen jeden Tag zahllose Anfragen von Unternehmen, die händeringend nach Fachkräften suchen. Dementsprechend uninteressant sind für sie unangepasste, pauschale Ansprachen, die noch uninteressantere Angebote enthalten.

Du solltest dich in diesem Fall in die angesprochenen IT Professionals hineinversetzen: Würdest du eher auf individuelle, passgenaue Anfragen eingehen, die deine Anforderungen als hochqualifizierte IT-Fach- oder -Führungskraft berücksichtigen, oder eher auf pauschale Anfragen, die du schon 1000 Mal gesehen hast?

#2 Employer Branding

Ein wichtiger Aspekt guten IT Recruitings ist, das Unternehmen als Marke und seine Besonderheiten hervorzukehren – sprich, Employer Branding zu betreiben. Je besser du dein Unternehmen als guten Arbeitgeber und einzigartige Marke authentisch vorstellst, desto besser stehen deine Chancen, von hochnachgefragten IT Professionals als interessant erachtet zu werden.

Employer Branding bedeutet auch, dem Unternehmen ein Gesicht zu verleihen. Bei den angeworbenen IT-Fach- und -Führungskräften handelt es sich schließlich um Menschen, die einem Unternehmen mit Gesicht höchstwahrscheinlich mehr vertrauen als einem ohne Gesicht.

#3 Positive Candidate Experience

Die Candidate Experience beschreibt, wie der Kandidat den Bewerbungsprozess – von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Einstellung – empfindet beziehungsweise empfunden hat. Ob sich ein angeworbener IT Professional am Ende für dein Unternehmen entscheidet, hängt sehr stark davon ab, welche Erfahrungen er mit dir während des Recruiting-Prozesses gemacht hat. Je positiver diese sind, desto besser für dich.

Don’ts im IT Recruiting

Wo es Do’s gibt, gibt es auch Don’ts. Jene für das IT Recruiting findest du in den folgenden Absätzen.

#1 Passivität

Einmal Kontakt aufgenommen, solltest du an den angeworbenen Kandidaten dranbleiben. Wie du bereits gehört hast, bekommen hochnachgefragte IT Professionals täglich zahlreiche Anfragen von verschiedenen Unternehmen, die sich für sie interessieren. Da können einzelne schon einmal untergehen.

Wichtig ist also, dass du dich bei den von dir angeworbenen Professionals immer wieder bemerkbar machst – aber bitte mit Maß und Ziel.

#2 Abgedroschene Phrasen

Gängige Phrasen und Floskeln, die vermutlich jeder schon einmal in einer Stellenanzeige gelesen hat, sind nicht up to date – insbesondere in der Ansprache eines IT Professionals, der aus hundert anderen Angeboten auswählen kann.

Daher lautet die Devise: Pauschale, verallgemeinernde Phrasen wie „Bei uns erwartet Sie eine neue Herausforderung“ vermeiden und auf Individualität setzen. Der USP deines Unternehmens muss sichtbar werden.

#3 Keine Kompromisse

Wenn ein Kandidat Interesse an deinem Unternehmen zeigt, er mit deinem Angebot aber noch nicht ganz zufrieden ist, solltest du bereit sein, Kompromisse einzugehen. Behalte immer im Kopf, dass der Kandidat höchstwahrscheinlich noch einige andere Angebote hat und sofort abspringen kann, wenn er sich nicht wertgeschätzt fühlt.

Unterbreite ihm ein verbessertes Angebot und bleib dran, um ihn im besten Fall am Ende für dich zu gewinnen und schon bald in deinem Unternehmen begrüßen zu können.