Stellenanzeige goes future: So findest du 2020 passende Talents für dein Unternehmen

Unzählige Bewerbungen und kaum ein Match? Das Problem ist häufig, dass es euren Ausschreibungen an Präzision fehlt und die falschen Bewerber angelockt werden.

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Der Talent-Markt ist hart umkämpft und die Konkurrenz schläft nicht. Während früher die Bewerber besonders hervorstechen mussten, um von einem Unternehmen anerkannt zu werden, hat sich das Machtverhältnis heute etwas verändert. Heute sind es die Talents, die sich aussuchen, wo sie arbeiten wollen. Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Stellenanzeigen so präzise und ansprechend zu gestalten, dass sie die richtigen Bewerber anlocken. Andernfalls wird aus einem angeblichen Match schnell ein Fail. Doch wie sieht eine gute Stellenanzeige 2019 aus?

Fehler passieren auf beiden Seiten

Gründerin J.T. O’Donnell schreibt für die Plattform Indeed, dass das größte Problem auf dem Jobmarkt die falschen Beschreibungen sind – bei Bewerbern sowie Arbeitgebern. Oft werden Stellenanzeigen viel zu allgemeingültig verfasst. Die Unternehmen setzen darauf, dass sich so viele Personen wie möglich bewerben und sie aus diesem großen Pool dann das richtige Talent herausfiltern können. In der Realität zahlt sich dies jedoch meist nicht aus. Im Gegenteil: die falschen Bewerber melden sich und es stellt sich spätestens im Bewerbungsgespräch heraus, dass es nicht passt. Mit diesen unpassenden Matches geht Zeit für beide Seiten verloren. Und auch die Bewerber stellen ihre Fähigkeiten oft zu flächendeckend dar. So erklärt O’Donnell:

However, in an effort to learn about as many jobs as possible, many job seekers say on their profiles that they’re capable of a wide range of roles — more than they’re actually qualified for. The result? The job seeker gets pushed to employers for whom they aren’t really a match.

Die perfekte Stellenanzeige: Unternehmen und Arbeitskultur darstellen

Um nicht von unpassenden Bewerbern überrannt zu werden, solltet ihr ein entsprechendes Bild eures Unternehmens zeichnen. Heißt, zeigt schon im Job-Inserat, wie gearbeitet wird, wie geführt und was besonders ist. Dabei solltet ihr darauf achten, attraktive Punkte für die gesuchten Talents aufzuzeigen. Ziel soll es sein, falsche Matches im Vorhinein zu verhindern. Am besten funktioniert das mit der Einbindung dieser vier Punkte:

1. Der Wow-Faktor

Euer Unternehmen ist super? Mag sein, aber wieso ist das so? Gebt in der Stellenanzeige eine kurze Übersicht darüber, was euer USP ist, wieso eure Produkte besonders gut laufen und was euch von der Konkurrenz unterscheidet. So können Bewerber schon einmal feststellen, ob ihnen euer Unternehmen generell zusagt.

2. Der Führungsstil und die Mitarbeiter

Viele Bewerber sind auch daran interessiert zu erfahren, wie es sich unter eurem Boss arbeitet. Erklärt auch dies kurz und präzise in eurer Anzeige, erzählt aber keine Märchen, denn wie gesagt: Ihr sucht ein passendes Match und nicht jeden beliebigen Bewerber. Außerdem ist es von Vorteil einen Einblick in das kollegiale Miteinander zu geben. Abgesehen von der Arbeit, welche kleinen Events veranstaltet ihr gemeinsam? Egal ob große Sommerparty oder Eisessen in der Mittagspause: seid ehrlich bei der Darstellung der Unternehmenskultur, sodass die Bewerber sehen können, ob sie Lust auf euer Team haben – oder eben nicht.

3. Die Werte

Erklärt den Bewerbern, wofür euer Unternehmen steht. Und zwar auf den Punkt gebracht. Natürlich könntet ihr hier eine unfassbar lange Liste angeben, aber fragt euch: Wofür steht ihr wirklich, was soll euch antreiben, was ist euer Ziel? Ebenso wie die Bewerber, solltet auch ihr euch darüber bewusst werden, wer ihr seid und was ihr bietet.

4. Die Grundlagen

Zugegeben, dieser Punkt ist mit Vorsicht zu genießen. Tatsächlich kann es helfen, in der Stellenanzeige klarzustellen, was alle eure Mitarbeiter gemeinsam haben. Quasi Fähigkeiten und Einstellungen, die unabdingbar für die erfolgreiche Arbeit und das Weiterkommen in eurem Unternehmen ist. Wird diese Liste zu allgemein gehalten, drohen euch wieder zahllose Bewerbungen von den falschen Talents. Seid ihr jedoch präzise, können Bewerber schon von sich aus feststellen, ob sie in euren Kollegenkreis passen. Scheut euch außerdem nicht davor, genau zu benennen, was ihr nicht sucht. Klingt harsch, hilft aber auch bei der Vorselektierung.

Präzision für Qualität

Auf den ersten Blick wirken die genannten Punkte vielleicht nicht besonders. Doch noch viel zu oft machen Unternehmen Fehler beim Inserieren von Jobangeboten. Kein Wunder also, dass Personalabteilungen mit einer Flut von Bewerbern zu kämpfen haben und dadurch kaum noch Zeit bleibt, Anschreiben, Lebenslauf und Co. in Ruhe zu lesen. Beugt diesem Stress vor, indem ihr so präzise wie möglich seid, allgemeine Anforderungen gar nicht erst benennt (Pünktlichkeit und selbstständiges Arbeiten sind in den meisten Jobs inzwischen Standard) und euch als das Unternehmen darstellt, dass ihr seid. Niemand zieht einen Vorteil daraus, wenn ihr euch als Paradies für jedermann gebt und Bewerber oder frisch Angestellte nach kurzer Zeit bemerken, dass alles mehr Schein als sein ist. Wenn du also auf der Suche nach dem passenden Match bist, aka Talent, dann setze auf Präzision in deiner Stellenanzeige.

Über Michelle Winner

Michelle Winner

Nachdem Michelle Winner Erfahrungen in einer Lokalzeitung und im Eventbereich gesammelt hat, unterstützt sie nun seit 2017 die Redaktion und schreibt für das OnlineMarketing.de Karrieremagazin über Themen rund um den Büroalltag.

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