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Human Resources
Job Boomeranging ist neuester Trend nach Great Resignation

Job Boomeranging ist neuester Trend nach Great Resignation

Selina Beck | 24.01.23

Nachdem viele Beschäftigte ihre Jobs während der Pandemie gekündigt haben, kommen nun einige wieder zu ihren alten Arbeitgeber:innen zurück.

In der Arbeitswelt zeigt sich zurzeit ein neues Phänomen: Job Boomeranging ist gerade bei vielen Arbeitnehmer:innen angesagt. Das bedeutet, dass viele ehemalige Angestellte, die ihre Jobs während der Coronapandemie gekündigt haben, wieder zu ihren alten Arbeitgeber:innen zurückwollen. Wie die Computerwoche schreibt, bereuen viele, die gekündigt haben, diesen Schritt und wollen ihren alten Job wieder.

Fast jede:r Zweite will alten Job zurück

In den letzten Jahren haben viele Arbeitnehmer:innen ihre Jobs gekündigt, wodurch der Fachkräftemangel verstärkt wurde. Dieser könnte Deutschland zukünftig 86 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung jährlich kosten, zeigt eine aktuelle Berechnung. Doch nun zeigt sich der Trend des Job Boomeranging. Viele „Boomeranger“ wollen in ihre alten Jobs zurück, da der Jobwechsel oder der Schritt in die Selbstständigkeit nicht wie geplant funktioniert hat.

Laut einer Umfrage von UKG sehnen sich 46 Prozent der Angestellten, die während der Pandemie ihren Job aufgaben, nach diesem zurück. So seien viele bei ihren neuen Arbeitgeber:innen auf die gleichen Probleme wie beim alten gestoßen, würden jedoch die Arbeitskolleg:innen und vertrauten Routinen vermissen. Jede:r Fünfte hat folglich wieder eine Stelle bei der alten Firma angenommen, viele weitere Arbeitnehmer:innen sollen zumindest offen für eine Rückkehr sein. Die Studie wurde mit fast 4.000 Personen aus sechs Ländern durchgeführt. Aron Ain, Chairman und CEO von UKG, sagt dazu:

Führungskräfte und Unternehmen entscheiden nicht über die Karriere der Mitarbeitenden. Wenn einer von ihnen eine Chance für sich und seine Familie erhält, muss das Management die Veränderung akzeptieren. Die Aussage, dass die Tür immer offen sein wird, wenn sie zurückkehren wollen, ist auch dann angebracht, wenn es sich um Leistungsträger handelt. Es ist eine Führungsaufgabe, nie von der Kündigung eines Mitarbeitenden überrascht zu werden.

Viele Unternehmen sind offen für Wiedereinstellungen

Doch wie reagieren die Firmen auf Boomeranger? Die meisten Unternehmen sind offen für Wiedereinstellungen, da es normal ist, dass Beschäftigte für mehrere Arbeitgeber:innen im Laufe ihres Berufslebens tätig sind. Zudem sind die ehemaligen Beschäftigten im Gegensatz zu Neueinstellungen bereits bekannt, sodass ein geringeres Risiko besteht. Auch die Einarbeitungszeit wird in diesem Fall kürzer ausfallen.

Wie kann die Rückkehr in die alte Firma gelingen?

Wenn du selbst an eine Rückkehr in dein altes Unternehmen denkst, kannst du dich zunächst einmal unverbindlich mit deinen alten Vorgesetzten auf einen Kaffee treffen. Falls noch Kontakt zur ehemaligen Chef:innenetage besteht, gelingt das umso leichter. Bei dem informellen Treffen kannst du dann das Thema vorsichtig und offen ansprechen und siehst direkt, wie deine ehemaligen Arbeitgeber:innen darauf reagieren. Auf unangenehme Fragen zum genauen Kündigungsgrund damals solltest du allerdings vorbereitet sein. Wenn beide Seiten offen sind, gibt es eine gute Chance für eine erneute Zusammenarbeit.

Übrigens kann sich das Boomeranging auch finanziell lohnen: Die Boomerang-Mitarbeiter:innen verdienen durchschnittlich 25 Prozent mehr bei der zweiten Einstellung als bei der ersten. Hier kann auch die zusätzlich gewonnene Arbeitserfahrung bei einem anderen Unternehmen als Grund bei der Gehaltsverhandlung angegeben werden. Zudem sind Rückkehrer:innen generell motivierter als Angestellte, die schon länger im Unternehmen tätig sind.

Hast du auch bereits Erfahrungen mit Job Boomeranging gemacht? Was ist deine Meinung dazu? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen!

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Kommentare aus der Community

Günther Bohlen am 26.01.2023 um 15:13 Uhr

Noch nie so einen Unsinn gelesen. Mir ist kein Bereich bekannt wo Leute gerne zurück kommen ohne, dass sich etwas beim Arbeitgeber verändert hat. Da hat wohl das Wunschdenken die Feder geführt. Was Arbeitgeber nicht alles tun außer anständige Arbeitsplätze schaffen…

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Michael Siegenthaler am 26.01.2023 um 12:15 Uhr

Unlesbarer Gendersprech

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Peter Kraft am 26.01.2023 um 08:36 Uhr

Hallo, es mag sein das es bei einigen funktionieren kann. Aber für mich gilt es wenn ich wo gehe, gibt es einen Grund dafür. Und wo ich war, gehe ich nicht mehr zurück. Selten höre ich von den ehemaligen Kollegen, das die Strukturen und der Umgang mit dem Personal besser geworden sei. Also für mich kein Grund wieder „zu Kreuze zu kriechen“ und alle Missstände Lautlos zu akzeptieren. Die wo ich kenne und das auch Teilweise schon öfters beim gleichen Arbeitgeber gemacht haben, werden von Ihren Kollegen nur noch belächelt und nicht mehr Ernst genommen! Bleibt Gesund. Gruß Peter

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Peter am 26.01.2023 um 08:35 Uhr

Hallo, es mag sein das es bei einigen funktionieren kann. Aber für mich gilt es wenn ich wo gehe, gibt es einen Grund dafür. Und wo ich war, gehe ich nicht mehr zurück. Selten höre ich von den ehemaligen Kollegen, das die Strukturen und der Umgang mit dem Personal besser geworden sei. Also für mich kein Grund wieder „zu Kreuze zu kriechen“ und alle Missstände Lautlos zu akzeptieren. Die wo ich kenne und das auch Teilweise schon öfters beim gleichen Arbeitgeber gemacht haben, werden von Ihren Kollegen nur noch belächelt und nicht mehr Ernst genommen! Bleibt Gesund. Gruß Peter

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Kafi am 25.01.2023 um 17:34 Uhr

Stimmt, habe im Frühjahr 2022 gekündigt (nach fast 10 Jahren) und bin im August 2022 zurück. Wurde mit offenen Armen empfangen. Gehalt deutlich gestiegen. Bin übrigens schon 60. Der Fachkräftemangel in meiner Branche ist enorm.

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Thomas am 25.01.2023 um 20:43 Uhr

Ich habe nach einundzwanzig Jahren gekündigt, weil ich mal was anderes machen wollte und alles gründlich satt hatte. Jetzt bin ich soweit, daß ich alles dafür gäbe, wieder zurück zu gehen, traue mich aber noch nicht, den Chef anzurufen. Andererseits hat man ja aber nichts zu verlieren…

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