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Human Resources
Ghost Jobs: Diese ausgeschriebenen Stellen gibt es gar nicht

Ghost Jobs: Diese ausgeschriebenen Stellen gibt es gar nicht

Niklas Lewanczik | 11.04.23

Es ist kein unübliches Phänomen, aber eines, das Bewerber:innen verunsichern kann: Ghost Jobs beschreiben Stellen, die es so realiter nicht gibt.

Vom potentiellen neuen Unternehmen geghosted werden? Das kommt häufiger vor und kann verschiedene Gründe haben. Möglicherweise antworten einige HR Teams schlichtweg nicht auf alle Bewerbungen und so müssen Bewerber:innen auf eine Zu- oder Absage gleich ganz verzichten. Doch mitunter geraten Personen, die sich auf eine Stelle bewerben, auch an sogenannte Ghost Jobs. Das Problem mit diesen ist: Es gibt die ausgeschriebenen Stellen gar nicht – oder zumindest nicht mehr.

Das steckt hinter den Ghost Jobs, die noch oft ausgeschrieben zu finden sind

Warum gibt es überhaupt Ghost Jobs? Der österreichische Publisher Kurier hat einige logische Erklärungen angeführt. So kann es sich bei einem Ghost Job auch um eine Stelle drehen, die eigentlich besetzt werden sollte. Vielleicht gab es eine Besetzung – gegebenenfalls auch intern –, vielleicht ist das Jobprofil auch verändert worden. Hat das zuständige Team aber die Jobanzeige nicht offline gestellt, geistert diese Stellenausschreibung weiterhin durch Jobbörsen. Und Beweber:innen könnten als Ghost Job darauf stoßen. Spätestens nach einigen Bewerbungen auf diese Stelle sollte dann aber Schluss mit diesem Status sein.

Ein weiterer Grund kann die Außendarstellung von Unternehmen betreffen. Selbst wenn diese aktuell gar nicht die betreffenden Positionen besetzen, zum Beispiel aufgrund der wirtschaftlich schweren Zeiten, bleiben Stellenausschreibungen manchmal aus Image-Gründen online. Auch könnte ein Unternehmen auf diese Weise Wirtschaftskraft, Größe (in Bezug auf Mitarbeiter:innen), Wachstum und Entwicklungswillen zur Schau stellen. Wenn die ausgeschriebenen Stellen aber tatsächlich nicht besetzt werden, werden die Angebote schnell zu Ghost Jobs und als das erkannt, was sie sind: Fassade.

Vorstellbar ist in manchen Branchen zudem, dass Unternehmen Stellen ausschreiben, weil sie bestimmte Vorgaben der Investor:innen oder gar Gesetzgeber:innen einhalten möchten oder müssen. Aber auch eher verwerfliche Gründe sind im Bereich des Möglichen. Unternehmen könnten, wie Sandra Ward für Focus Online berichtet, die Stellenausschreibungen ausnutzen, um Gehaltsspannen und die Forderungen von Bewerber:innen auszuloten, womöglich für künftige Stellenbesetzungen. Auch wenn im Recruitment-Bereich nicht genügend Planungssicherheit besteht, kann es zu immer mehr Ghost Jobs kommen. Vor allem dann, wenn Budgets gekürzt oder gestrichen werden – oder wenn ganze HR Teams plötzlich gehen müssen.


Für 87 Prozent des HR Personals ist die Talentakquise zu einem strategischen Zweig der Unternehmensausrichtung avanciert. Laut einer LinkedIn-Analyse werden die Recruiter immer mehr zu Führungsfiguren, die verschiedene Business-Bereiche verknüpfen.

Darum werden Recruiter zum Unternehmenskompass

© Daria Pimkina - Unsplash, Frau mit Laptop, lächelt, auf Büroflur mit Pflanzen und Glastüren
© Daria Pimkina – Unsplash


Zeithorizonte als Maßstab

Für manche HR Teams brechen schwere Zeiten an. Dabei sollten sich Bewerber:innen darüber im Klaren sein, dass Skill-first Hiring derzeit an Gewicht gewinnt. Das kann auch bei der Betrachtung von Stellenangeboten eine Rolle spielen.

Wenn Stellen schon mehr als 30 Tage ausgeschrieben sind (oder sogar schon seit Monaten), steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um Ghost Jobs handelt. Interessierte sollten immer auch auf den Unternehmens-Websites nachschauen, ob der Job verfügbar ist oder direkt beim HR Team nachfragen. Wenn dort oder über soziale Kanäle eine Antwort ausbleibt, stehen die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung womöglich ebenfalls nicht gut.

Damit auch die Recruitment Teams künftig dahingehend Unterstützung erfahren, unwillentlich in Umlauf gebrachte Ghost Jobs zu vermeiden, können KI-Tools helfen. Denn die vielen neuen Features von Google, LinkedIn, ChatGPT, Slack und Co. können nicht nur bei der Bewerbung, sondern auch explizit bei umsichtiger Personalbeschaffung helfen.

Googles generative KI hilft beim Schreiben einer Jobbeschreibung, © Google
Googles generative KI hilft beim Schreiben einer Jobbeschreibung, © Google


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