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Human Resources
Diese Erfahrungen machen Personalverantwortliche und Bewerber:innen beim Recruiting

Diese Erfahrungen machen Personalverantwortliche und Bewerber:innen beim Recruiting

Selina Beck | 14.12.22

Eine neue Studie zum Recruiting in Deutschland zeigt unter anderem auf, dass viele Personaler:innen Gamification beim Recruiting-Prozess einsetzen.

Wie ist derzeit die Lage im Recruiting-Bereich in Deutschland? GetApp hat dazu nun eine zweiteilige Studie veröffentlicht, bei welcher eine Bestandsaufnahme aus Sicht von Recruitern und HR-Expert:innen erfolgte sowie die Eindrücke der Jobsuche aus Kandidat:innensicht geschildert wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass es diverse Probleme beim Recruiting gibt.

So agieren Personalverantwortliche beim Recruiting

76 Prozent der befragten 293 Personalverantwortlichen aus deutschen KMU vertreten die Meinung, dass Arbeitskräftemangel besteht. Den größten Mangel erkennen sie dabei in den Bereichen HR und Vertrieb. Dadurch erfahren die Unternehmen einen Umsatzrückgang und auch auf Angestelltenseite werden negative Konsequenzen wie Überlastung sowie eine sinkende Zufriedenheit sichtbar. Über die Hälfte der Teilnehmer:innen gibt an, dass der Beginn des Arbeitskräftemangels mit dem Anfang der Coronapandemie übereinstimmt.

In der GetApp-Studie wurde ebenfalls gefragt, wie Unternehmen beim Recruiting aktuell vorgehen. Das Thema Diversity spielt dabei eine wichtige Rolle, denn 78 Prozent der Befragten sagen, dass sie den Rekrutierungsprozess manchmal oder sogar immer blind für Diversity-Kriterien gestalten – etwa durch anonymisierte Bewerbungen. Gamification wird von 77 Prozent der Recruiter im Rekrutierungsprozess eingesetzt (beispielsweise bei Wissenstests).

Datenschutzbestimmungen werden beim Bewerbungsprozess oft nicht eingehalten

Überraschenderweise sagen allerdings nur 43 Prozent der Befragten, dass sie sich bei der Bewerbung strikt an Bestimmungen des Datenschutzes halten. 79 Prozent der Personalverantwortlichen überprüfen die Bewerber:innen darüber hinaus auf Social Media. Auch die Dauer des Rekrutierungsprozesses wurde ermittelt. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Firmen macht ihr Angebot in zwei bis vier Wochen nach dem Bewerbungsgespräch.

Dauer des Rekrutierungsprozesses, © GetApp

95 Prozent der Unternehmen geben des Weiteren Infos zur Höhe des Gehalts zudem immer oder zumindest manchmal bereits in den Stellenanzeigen.

So verläuft das Recruiting aus Bewerber:innensicht

In diesem Teil der Studie, der sich der Jobsuche aus der Sicht der Kandidat:innen widmete, wurden 358 Teilnehmer:innen befragt, die in den vergangenen zwölf Monaten einen Bewerbungsprozess durchlaufen haben. Dabei wurde leider ersichtlich, dass 32 Prozent der Bewerber:innen während eines Bewerbungsverfahrens Diskriminierung erlebt haben. Die Diskriminierungen bezogen sich dabei überwiegend auf das Geschlecht (31 Prozent), das Alter (26 Prozent) und Behinderungen (19 Prozent). 29 Prozent der Befragten haben ihre Diskriminierungserfahrung über soziale Netzwerke und Arbeitgeber:innenportale geteilt.

Erfragt wurden auch die Motivationsgründe für eine Bewerbung. Für 54 Prozent der Jobsuchenden sind flexible Arbeitszeiten der entscheidende Grund, um sich auf eine Stelle zu bewerben. Dahinter folgen die Höhe des Gehalts (32 Prozent), die Unternehmenskultur (28 Prozent), die Möglichkeit der Weiterentwicklung (ebenfalls 28 Prozent) sowie das Interesse für die Leistungen beziehungsweise Produkte des Unternehmens (27 Prozent).

Als Gründe für die Entscheidung zum Annehmen eines Jobangebots nannten die Befragten primär die Höhe des Gehalts (32 Prozent), die Stelle selbst (18 Prozent) sowie flexible Arbeitszeiten (14 Prozent).

Gründe für die Absage, © GetApp

Das ist Kandidat:innen beim Bewerbungsprozess wichtig

Zudem wurde in der GetApp-Studie deutlich, dass sich die Bewerbenden beim Bewerbungsprozess vor allem Klarheit bezüglich der Verantwortlichkeiten und Aufgaben erhoffen (45 Prozent). Für 41 Prozent der Teilnehmer:innen ist die Transparenz beim Gehalt sehr wichtig, 38 Prozent der Befragten nennen einen einfachen Bewerbungsablauf.

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