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Human Resources
4 Tipps, um Mitarbeiter:innen nach gescheiterten Gehaltsverhandlungen zu motivieren

4 Tipps, um Mitarbeiter:innen nach gescheiterten Gehaltsverhandlungen zu motivieren

Ein Gastbeitrag von Florenz Klasen | 01.11.21

Deine Angestellten gehen hochmotiviert in die Gehaltsverhandlung, aber du kannst ihnen nicht das Gewünschte bieten? So kannst du sie dennoch überzeugen.

In der Regel haben sich Mitarbeiter:innen auf eine Gehaltsverhandlung gewissenhaft vorbereitet. Manche mehr als andere, aber ein Gespräch mit Vorgesetzten über das Gehalt stellt für viele Angestellte eine Stresssituation dar. Umso ernüchternder ist es, eine Absage erteilt zu bekommen. Wie Führungskräfte ihre Angestellten trotzdem motivieren können und so deren Verbleib im Unternehmen sicherstellen, das ist Gegenstand der folgenden fünf Tipps.

1. Wertschätzung zeigen und Positives hervorheben

Meist fragen Mitarbeiter:innen nach mehr Gehalt, wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Leistungen nicht ausreichend honoriert werden. Auch ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt kann der Anstoß für die Verhandlung sein. Wird der Wunsch nach mehr Geld jedoch nicht erfüllt, dann muss die Ablehnung auf eine Art und Weise kompensiert werden, um die Fachkräfte nicht anderen Unternehmen in die Arme zu treiben.

Der erste Schritt sollte sein, gute Leistungen, die die vergangenen Wochen beziehungsweise Monate über erbracht wurden, hervorzuheben und zu loben. So lassen Führungskräfte ihre Angestellten Wertschätzung spüren. Ein ernst gemeintes Lob und gekonnt vermitteltes Feedback, das auf eine spezifische Leistung Bezug nimmt, suggerieren den Fachkräften zudem, dass die Führung erbrachte Leistungen als solche sieht, sie bewertet und im Kopf behält.

Die Branche ist nebensächlich, wenn es um die Aufrechterhaltung der Motivation geht. Egal, ob Vertriebsleitung, Personalmanager, Chief Technology Officer, Projektleiter:in oder Coach – die Entscheidungsträger:innen sind dafür verantwortlich, die Ablehnung zu rechtfertigen und die Angestellten trotz einem Nein zu mehr Gehalt zu halten.


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2. Bonuszahlungen anbieten und Kostenzuschüsse etablieren

Eine Gehaltserhöhung ist nicht die einzige Möglichkeit, wie Angestellte am Ende des Monats oder des Quartals beziehungsweise Jahres zu mehr Geld am Konto kommen können. Bonuszahlungen und Kostenzuschüsse sorgen ebenfalls dafür, dass am Monatsende mehr vom gleichbleibenden Gehalt übrig bleibt. Sie gehören zu den sogenannten Gratifikationen und sind Sondervergütungen, die Arbeitgeber:innen an die Erfüllung von Voraussetzungen binden können.

Zuschüsse gibt es zum Beispiel zu Fahrtkosten und Verpflegung. Unternehmen bezahlen für ihre Angestellten die jeweiligen Jahrestickets, die die Strecke vom Wohnort zum Büro abdecken.

Bonuszahlungen unterscheiden sich von den Prämien insofern, dass sie an die Gesamtleistung des Unternehmens gebunden sind. Prämien werden ausgezahlt, wenn ein:e Mitarbeiter:in festgelegte Ziele erreicht. Führungskräfte haben mit Prämien und Boni ein Werkzeug in der Hand, das Mitarbeiter:innen einen Anstoß beziehungsweise Motivationsschub verleihen kann. Wird eine gewisse Prozentzahl an beispielsweise Vertragsabschlüssen erreicht, so bekommen Fachkräfte eine Prämie.

  • Führungskräfte sollten mit Angestellten vereinbaren, wie die Prämienzahlung gehandhabt wird. Wird nur ein Teil der vorgeschriebenen Leistungen erbracht beziehungsweise fällt der gewünschte Erfolg kleiner oder auch größer aus, dann sollte sich das auf die Prämie auswirken.

3. Fortbildungen ermöglichen

Laut einer Erhebung von Peakon fehlt jedem/jeder vierten Angestellten die Motivation im Job. Eine erfolglose Gehaltsverhandlung ist der Motivation sicher nicht förderlich.

Fachlich relevante Weiterbildungen sind eine beliebte Methode, um Fachkräfte nach einer gescheiterten Gehaltsverhandlung bei Laune zu halten. Einerseits können sich Arbeitnehmer:innen so weitere Fähigkeiten aneignen oder bestehende kultivieren. Sie werden auf dem Arbeitsmarkt zur umworbenen Ressource und können zudem auch über den eigenen gewohnten Aufgabenbereich hinaus Neues lernen, was zusätzlich für Abwechslung sorgt.

Andererseits tun sich Führungskräfte einen Gefallen damit, wenn sie besser ausgebildete Fachkräfte im Unternehmen haben. Besteht die Möglichkeit auf Weiterbildung, so sollte die Firma die Kosten dafür tragen, sodass auch möglichst viele Angestellte mitmachen.

  • Fachkräfte, die sich weiterbilden, werden unter Umständen bald wieder um eine Gehaltserhöhung anfragen. Dann können sie in der Verhandlung auf die abgeschlossene Fortbildung als Argument zurückgreifen. Führungskräfte sollten dem mit der Frage entgegnen, welche expliziten Leistungen und Erfolge durch das Mehr an Know-how erbracht werden konnten.

4. Arbeitsbedingungen optimieren

Die Arbeitsbedingungen vor Ort im Büro sind maßgeblich für das Wohlbefinden der Angestellten verantwortlich. Ergonomische Sitzgelegenheiten, optionale Stehtische, Pflanzen und eine gute Raumakustik fördern die Gesundheit und das Wohlbefinden und senken gleichzeitig den Stresspegel. Auch eine auf die Räumlichkeiten abgestimmte Beleuchtung erhöht den Wohlfühlfaktor.

Abgesehen von Möbeln und Pflanzen sollte auch die Elektronik auf dem neuesten Stand der Technik sein. Displays mit hoher Auflösung, moderne Computer und ergonomische Mäuse beziehungsweise Tastaturen geben außerdem zu verstehen, dass dem Unternehmen die Gesundheit der Angestellten am Herzen liegt.

  • In manchen Firmen ist es üblich, dass Mitarbeiter:innen Sportprogramme und Yogakurse auf Kosten der Firma angeboten bekommen. Sie sollten sich zeitlich und örtlich gut in den Arbeitsalltag einfügen, sodass viele mitmachen können, was wiederum den Teamgeist fördert.

Wenn Mitarbeiter:innen die Bürozeit als angenehm empfinden, dann können sie mit einer Ablehnung in Sachen Gehaltserhöhung unter Umständen besser umgehen, da sie nach wie vor gerne am Arbeitsplatz sind.

Zum Aspekt der Arbeitsbedingungen gehört auch die Möglichkeit auf Arbeiten im Home Office. Die Möglichkeit auf Arbeiten von zu Hause aus bringt den Angestellten einige Vorteile, die der Motivation einen Schub geben können:

  • bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
  • komfortablere Betreuung der Kinder
  • Zeitersparnis dank dem Wegfall des Pendelns
  • Wohlfühlfaktor in den eigenen vier Wänden

Außerdem sorgen Unternehmen, die Büroausstattung zur Nutzung im Home Office zur Verfügung stellen, dafür, dass sich Angestellte Geld sparen.

Fazit

Eine gescheiterte Gehaltsverhandlung muss nicht unmittelbar zur Kündigung von Mitarbeiter:innen führen. Mit gezielten Maßnahmen wie Wertschätzung, Boni und gute Arbeitsbedingungen können Führungskräfte die Angestellten motivieren und an das Unternehmen binden. Nach einiger Zeit im Unternehmen und vorgebrachten Leistungen ist eine Gehaltsanpassung aber auch angebracht und sollte nicht abgelehnt werden.

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