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Digitalisierung
Home Office Trends: So können Unternehmen die Heimarbeit im neuen Jahr optimieren
© Yasmina H - Unsplash

Home Office Trends: So können Unternehmen die Heimarbeit im neuen Jahr optimieren

Michelle Winner | 05.01.21

Die Arbeit von zu Hause aus soll auch nach der Coronapandemie fortgesetzt werden. Nun ist es Zeit für die Optimierung der Arbeitsprozesse.

Die Arbeit im Home Office hat im letzten Jahr enorm an Bedeutung gewonnen. Und wie alle anderen Arbeitsprozesse und -modelle, wird auch hier versucht das Ganze zu optimieren. Daher hat Human Resource Manager vier Tipps zusammengefasst, die besonders vielversprechend für Remote Work sind – vor allem dann, wenn das Konzept für das Unternehmen noch relativ frisch ist und auch nach der Coronapandemie fortgeführt werden soll.

1. BYOB – Bring your own Breitband

Was im ersten Moment vielleicht seltsam klingt, ist eine Lösung dafür, die Arbeit zu Hause genauso reibungslos stattfinden zu lassen wie im Büro. Dafür sollen die schon vorhandenen Internetzugänge der Mitarbeiter:innen durch spezielle Zusatzservices erweitert werden. Hierzu zählen beispielsweise Cloud-Kommunikationslösungen, um die Erreichbarkeit der Belegschaft zu steigern – egal ob via Telefon, Video-Call oder Chat. Eine weitere Lösung sind VPNs, welche es beispielsweise ermöglichen, auf Firmenserver zuzugreifen, ohne im Firmennetzwerk zu sein. Der größte Vorteil von VPNs ist außerdem die Datenverschlüsselung.

2. SD-WAN für sicheren Datenverkehr

Einfach gesagt, ermöglicht SD-WAN die simple Vernetzung verschiedener Firmenstandorte über DSL, Glasfaser, 4G und Co. Was für Unternehmen mit vielen Standorten funktioniert, kann aber auch für die Arbeit im Home Office genutzt werden. Der besondere Vorteil hier ist, dass die Vernetzung nicht an Router gebunden ist und der Datenverkehr nicht zu einem Rechenzentrum in der Zentrale zurückgeführt werden muss. Heißt, es kommt zu weniger Verzögerungen bei der Nutzung von Anwendungen. Besonders für Cloud-orientierte Unternehmen bietet SD-WAN viele Vorteile, zum Beispiel effizientere Arbeitsprozesse, sicheren Datenverkehr, eine einfachere Wartung sowie Kostenersparnisse. Vor allem die Arbeit im Home Office mit sensiblen Daten profitiert von dieser Lösung. Wer mehr über die technischen Details und die Anwendung von SD-WAN erfahren möchte, findet hier eine detaillierte Erklärung.

3. Finanzielle Unterstützung bei der Ausstattung des Home Office

Da während der Coronapandemie viele Arbeitnehmer:innen Hals über Kopf ins Home Office wechseln mussten, waren die Voraussetzungen dafür eher unterdurchschnittlich. Langsame Computer, schwache Anti-Viren-Programme und unzureichende Internetverbindungen sorgten schnell für Frust und sinkende Produktivität. Einige Unternehmen haben das Problem jedoch schnell erfasst und eine Lösung gefunden: Die finanzielle Unterstützung der Mitarbeiter:innen bei der Ausstattung ihres Heimarbeitsplatzes. In Unternehmen, die schon lange mit dem Modell Home Office arbeiten, ist das nichts Neues. Doch gerade für die „Neulinge“ lohnt es sich, diese Idee zu verfolgen. Der Kauf von Laptops oder das Bezahlen besserer Internetzugänge für die Team-Mitglieder scheint im ersten Moment vielleicht eine sinnlose Kostenverschwendung zu sein.

Doch das Gegenteil ist der Fall: Wer über ein gutes, technischen Equipment verfügt, arbeitet auch im Home Office produktiv – oft sogar produktiver. Langfristig profitiert das Unternehmen also finanziell von der gesteigerten Leistung der Mitarbeiter:innen, auch wenn diese zunächst mit Ausgaben verbunden ist. Natürlich kann sich das aber nicht jedes Unternehmen leisten – gerade angesichts der derzeitigen Herausforderungen durch Corona. Hier kann es sich dafür lohnen, sich über geltendes Steuerrecht zu informieren: Was kann man als Arbeitgeber:in absetzen und was als Arbeitnehmer:in? Vorgesetzte sollten ihr Personal darüber aufklären und somit vielleicht auch motivieren, selbst Anschaffungen zu tätigen, die sich später erstatten lassen. Eine Übersicht über erstattbare Kosten im Home Office haben wir hier für dich zusammengefasst.

4. IT Support auch für Zuhause

Was im Büro normaler Alltag ist, kommt auch im Home Office vor: Technische Schwierigkeiten, die IT Support benötigen. Doch genau daran hapert es bei der Arbeit in den eigenen vier Wänden. Wer hilft, wenn der Computer nicht so will wie er soll? Die Verbindung mit dem Firmenserver nicht klappt? Hinzu kommt außerdem, dass viele Home Offices nicht ausreichend gegen Cyber-Attacken geschützt sind. Diese haben in der Zeit der Coronapandemie stark zugenommen, da Hacker sich die Sicherheitslücken von Heimnetzwerken zunutze machten. Aus diesem Grund ist es wichtig, als Unternehmen den IT Support auch im Home Office sicherzustellen und klar zu kommunizieren, an wen die Mitarbeiter:innen sich wenden können. Die Etablierung eines IT-Außendiensts kann sich ebenfalls lohnen, um individuelle Probleme Vorort lösen zu können.

Home Office als Chance für die Zukunft

Was als große Herausforderung zu Beginn des letzten Jahres begonnen hat, ist inzwischen ein Arbeitsmodell, dass viele Arbeitnehmer:innen sowie -geber:innen nicht mehr missen möchten. Die Vorteile des Home Office überwiegen trotz aller Herausforderungen und gerade hybride Konzepte sollen in Zukunft fortgeführt werden. Jetzt ist es also an der Zeit für Unternehmen, das neue Arbeitskonzept zu optimieren und so für reibungslose, effiziente und einfache Arbeitsprozesse zu sorgen. Dadurch entsteht eine Win-Win-Situation für alle.