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Büroalltag
Wo lebt es sich für Marketing Manager finanziell am besten?
© Christoph Mahlstedt

Wo lebt es sich für Marketing Manager finanziell am besten?

Michelle Winner | 12.11.20

Ein Blick in den StepStone Kostenreport zeigt, dass gerade Großstädte mit attraktiven Gehältern locken - am Ende des Monats aber nicht viel übrig bleibt. Wer an einen Umzug denkt, sollte die Lebenshaltungskosten der Region beachten.

Wie viel Geld bleibt am Ende des Monats im Portemonnaie übrig? Die Antwort auf diese Frage haben wir dir vor kurzem in unserem Bericht über den StepStone Kostenreport gegeben. Doch aktuelle Daten der Karriereplattform erlauben uns nun sogar, einen detaillierten Blick in die Marketing-Branche zu werfen. Wo lässt es sich also für Marketing Manager am besten arbeiten?

Wie viel bleibt am Monatsende übrig?

Die folgenden Werte beziehen sich auf Rechnungen des StepStone Lebenskostenrechners. Anhand der Durchschnittsgehälter der Region wird untersucht, wo es sich am kosteneffektivsten leben lässt. Dafür werden die Lebenshaltungskosten (Miete, Transport, Nahrungsmittel und Freizeitaktivitäten) vom Durchschnittsgehalt abgezogen und ausgewertet. Analysiert wurden dafür 395 Stadt- und Landkreise. Zunächst zum Durchschnittsgehalt von Marketing Managern: Dieses beträgt nach StepStones Rechnung 53.748 Euro brutto im Jahr. Hierbei sei angemerkt, dass besonders hohe oder niedrige Gehälter den Durchschnittswert entsprechend verschieben. Das Nettogehalt beträgt, nach dem pauschalen Abzug von 40 Prozent Steuern, 32.249 Euro. Nach Abzug der Lebenshaltungskosten vom Nettogehalt stehen so im Jahr 9.675 Euro zur freien Verfügung, also circa 800 Euro pro Monat. Damit liegen die Marketing Manager knapp unter dem Durchschnitt aller Branchen (10.581 Euro im Jahr).

Kosteneffizientes Leben für Marketing Manager in NRW

Trotzdem klingt dieser Durchschnittswert gar nicht schlecht, doch hier gilt es die regionalen Unterschiede zu beachten: Die höchsten Durchschnittsgehälter lassen sich in München (58.000 Euro), Stuttgart (57.600 Euro) und Düsseldorf (56.800 Euro) finden, die niedrigsten in Leipzig (43.200 Euro), Dresden (44.400 Euro) und Berlin (51.500 Euro). Bezieht man hier nun jedoch die Lebenshaltungskosten mit ein, ergibt sich ein völlig anderes Ranking. Am meisten Geld bleibt Marketing Managern am Ende des Monats in Nordrhein-Westfalen. Duisburg führt das Ranking an mit 1.164 Euro pro Monat. Es folgen dicht dahinter Essen (1.103 Euro) und Dortmund (1.005 Euro). Hierbei sei angemerkt, dass Essen auch das Gesamtranking aller Branchen anführt. Das liegt vor allen an den vergleichsweise niedrigen Mieten und günstigen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Das komplette Ranking zeigt die folgende Grafik:

© StepStone

Was beim Betrachten des Rankings auffällt, ist, dass in München und Frankfurt trotz der relativ hohen Bruttogehälter am wenigstens Geld am Ende des Monats übrig bleibt, lediglich 45 Euro beziehungsweise 130 Euro. Grund hierfür sind vor allen die hohen Mieten in beiden Ballungsgebieten, wobei München generell überdurchschnittlich hohe Lebenshaltungskosten hat. Ähnliches lässt sich auch in Hamburg, Stuttgart und Köln beobachten. Unsere Hauptstadt Berlin hingegen belegt nicht nur den drittletzten Platz in Bezug auf das Durchschnittsgehalt, sondern auch dabei, wie viel am Ende übrig bleibt. Pro Monat stehen Marketing Managern hier 316 Euro zur freien Verfügung.

Wann lohnt sich der Umzug für Marketing Manager?

Diese Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Die Werte von StepStones Kostenrechner stellen hierbei lediglich Richtwerte dar, die von äußeren Umständen beeinflusst werden können. Nichtsdestotrotz hilft das Ranking dabei sich bewusst zu machen, dass ein höheres Gehalt nicht zwingend finanzielle Sorgenfreiheit bedeutet. Gerade die Großstädte locken damit, doch die hohen Lebenshaltungskosten dort holen die meisten Arbeitnehmer schnell zurück auf den Boden der Tatsachen.

Wer also auf der Suche nach einem neuen Job bereit ist, umzuziehen, sollte neben dem Gehalt auch Mietspiegel und Co. im Auge behalten. Wem das City-Flair zudem nicht wichtig ist, kann versuchen trotz Job in einer Großstadt Wohnraum in der eher ländlichen Umgebung zu finden. Wer bereit ist zu pendeln, kann bares Geld sparen – auch wenn hierbei wiederum Zeit durch den Anfahrtsweg verloren geht. Schlussendlich kommt es immer auf die persönlichen Prioritäten an.