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Büroalltag
Produktivität statt Zeitverschwendung: Angestellte in Deutschland wollen mehr Automatisierung

Produktivität statt Zeitverschwendung: Angestellte in Deutschland wollen mehr Automatisierung

Caroline Immer | 18.06.21

Tagein, tagaus derselbe Kleinkram: Arbeitnehmer:innen verbringen laut einer Studie mehr als die Hälfte ihrer Zeit mit repetitiven Aufgaben. Wir erklären, welche Wege zu einem produktiveren Arbeitsalltag und weniger Zeitverschwendung führen können.

Ein produktiver Arbeitsalltag und Aufgaben, die wirklich sinnvoll sind: Für viele Angestellte in Deutschland bislang leider nur ein Wunschtraum. Denn ein großer Teil der arbeitenden Menschen verbringt immer noch viel zu viel Zeit mit Aufgaben, die längst hätten automatisiert werden können. Und auch Rituale des Arbeitsalltags, die schon zur Routine geworden sind, können sich als unnötige Zeitverschwendung entpuppen. Eine Studie des Softwareunternehmens UiPath offenbart, dass verschwendete Zeit durch repetitive Aufgaben sowie der Wunsch nach Automatisierung unter Arbeitnehmer:innen weit verbreitet sind. Befragt wurden im März 2021 4.500 Büroangestellte, 500 davon aus Deutschland. Die Ergebnisse der Studie haben wir dir im Folgenden zusammengefasst. Außerdem erklären wir, was Angestellte selbst dazu beitragen können, sich einen produktiveren und weniger langweiligen Arbeitsalltag zu schaffen.

Dreieinhalb Stunden Zeitverschwendung pro Woche

Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer:innen gibt an, dass sie das Gefühl hat, ihre Arbeit bestehe hauptsächlich aus repetitiven Aufgaben. Und ganze dreieinhalb Stunden wöchentliche Zeit gehe für Aufgaben drauf, die laut Meinung der Angestellten schon längst automatisiert sein könnten. Das führt nicht nur zu Frust und Langeweile im Job, sondern hindert auch die Produktivität: 40 Prozent sagen, ihnen fehle die Zeit für eine umfassende Kund:innenbetreuung. Die Hälfte hat darüber hinaus keine Zeit, neue Aufgaben in ihren Arbeitsalltag zu integrieren.

Mehr als die Hälfte wünscht sich mehr Automatisierung

Durch repetitive Aufgaben wird also eine Menge Zeit verschwendet, die anderswo sinnvoller eingesetzt werden könnte. Daher ist es kaum verwunderlich, dass sich 52 Prozent der Befragten mehr Automatisierung in ihrem Job wünschen. Insbesondere bei der Eingabe von Daten (59 Prozent), der Terminierung von Anrufen und Meetings (53 Prozent) und dem Schreiben von E-Mails (43 Prozent) besteht Bedarf an einer Automatisierung. 65 Prozent zeigen außerdem großes Interesse für künstliche Intelligenz.

Schulungen verbessern die Arbeitsleistung

Doch was können Unternehmen tun, um die Automatisierung voranzutreiben? Zum einen können sie in Automatisierungssoftware investieren, was 39 Prozent der Arbeitgeber:innen der Befragten auch verstärkt getan haben. Zum anderen können Schulungen und Weiterbildungen für Mitarbeiter:innen enorm hilfreich sein: 77 Prozent derjenigen, die eine Schulung zum Thema Automatisierung erhalten haben, konnten dadurch ihre Arbeitsleistung verbessern. 72 Prozent geben an, dass sie eher in einem Unternehmen arbeiten würden, wenn dieses ihnen das Erlernen neuer Kenntnisse ermöglicht. Tom Clancy, Senior Vice President of Learning bei UiPath, betont die Wichtigkeit von Automatisierung und Schulungen:

Es ist nicht überraschend, dass Mitarbeiter nach Möglichkeiten suchen, sich bei der Arbeit mehr zu engagieren. Automatisierung kann die Produktivität der Mitarbeiter steigern und, was noch wichtiger ist, sie können sich dadurch auf sinnvolle Arbeit konzentrieren, die kreativ, kollaborativ und strategisch ist. Es ist entscheidend, dass Unternehmen Schulungen und Zugang zu Automatisierung und anderen digitalen Technologien anbieten, damit ihre Mitarbeiter zufrieden und effizient arbeiten können.

Das kannst du selber tun

Unternehmen sollten ihren Angestellten also Schulungen ermöglichen und in Automatisierungssoftware investieren, um der Tendenz zur Zeitverschwendung entgegen zu wirken. Doch was können Angestellte selber tun, um sich einen produktiveren und weniger langweiligen Arbeitsalltag zu schaffen? Ein hilfreicher erster Schritt ist es, sich die Aufgaben, die innerhalb einer Arbeitswoche so anfallen, einmal aufzuschreiben und zu reflektieren: Welche davon haben wirklich einen Nutzen? Halten mich bestimmte Tätigkeiten von Aufgaben ab, die eigentlich wichtiger sind?

Anschließend kannst du überlegen, ob und wie du bestimmte Aufgaben entweder abgeben, umgestalten oder komplett streichen kannst. Lange, ziellose Meetings könnten zum Beispiel auf einen E-Mail-Austausch reduziert werden. Und auch eine klarere Aufgabenverteilung führt innerhalb des Teams meist zu mehr Produktivität und weniger Zeitverschwendung. Wie sogar Ablenkungen und Unterbrechungen dir dabei helfen können, produktiver zu sein, erfährst du hier.

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