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Noch einfacher Geld verdienen: Instagram gibt neues Affiliate-Programm für Creator bekannt
© Instagram

Noch einfacher Geld verdienen: Instagram gibt neues Affiliate-Programm für Creator bekannt

Nadine von Piechowski | 09.06.21

Die Social App kündigte an, dass ab sofort neue Monetarisierungsoptionen für Creator getestet werden. Neben einem ausgereiften Affiliate-Programm sollen Influencer und Co. auch über einen eigenen Merchandise Shop Geld verdienen können.

Der Social-Konzern verkündete, dass Creator künftig noch mehr Möglichkeiten bekommen sollen, Geld über die Plattform zu verdienen. Hierfür testet Instagram momentan ein neues Native Affiliate Tool. Mit diesem sollen Influencer und Co. einfacher Promotions für Produktpräsentationen bekommen. Das neue Feature soll nach der Testphase im kommenden Monat für alle Creator ausgerollt werden.


Affiliate Marketing auf Instagram: So soll’s funktionieren

Mit dem neuen Tool sollen Creator in der Lage sein, Produkte, die zum Verkauf und Bewerben verfügbar sind, in der App ausfindig zu machen. Diese Artikel können sie dann wiederum an ihre Follower empfehlen und bekommen für jeden über sie abgeschlossenen Kaufprozess eine Kommission. In den Mockups, die Instagram zum neuen Affiliate-Programm teilte, ist zu erkennen, dass Creator sich ganz einfach für das neue Monetarisierungs-Feature registrieren können.

Das neue Native Affiliate Tool von Instagram
Das neue Native Affiliate Tool von Instagram (mit einem Klick auf das Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Instagram

Nach der Anmeldung können Creator unkompliziert Produkte auswählen, die sie zu ihren Posts hinzufügen möchten. Das bedeutet, dass die neue Affiliate-Funktion von Instagram das Influencer Marketing auf Seiten der Creator deutlich vereinfacht. Anstatt Kooperationen und Produktkampagnen zu organisieren, können reichweitenstarke Accounts auch ohne vorherige Kommunikation für einen Artikel werben und damit Geld verdienen.

Werbung ohne Absprache: Ist das neue Tool zu riskant für Brands ?

Als Ad-Kennzeichnung wird über den Posts der Schriftzug “Eligible for commission” angezeigt. Auf den ersten Blick scheint das Native Affiliate Tool die Arbeit sowohl für Brands als auch Creator deutlich zu vereinfachen. Bei genauer Betrachtung birgt das neue Feature für Unternehmen allerdings auch ein großes Risiko. Denn dadurch, dass die Creator die Produkte selbst auswählen und keinerlei Absprache stattfinden muss, könnte die Brand Safety leiden. Der Grund: Auch Influencer, die keinen einwandfreien Ruf haben oder einfach nicht zu dem Brand Image passen, können für die Produkte des Unternehmens werben.

Zwar kann darauf spekuliert werden, dass Instagram hier ein Prüfverfahren einführt. Allerdings ist von einem derartigen Prozess bisher gesichert noch nichts bekannt. Es bleibt also abzuwarten, ob Brands das Tool ebenso begrüßen wie Creator.

Instagram führt Shops für Creator und Business Accounts ein

Der Social-Konzern hielt noch eine gute News für Creator und Business Accounts bereit. Beide Profiltypen können demnächst einen Shop Tab auf ihrer Seite integrieren. Instagram erklärt zu dem neuen Feature:

For creators who want to sell their own merchandise, we’re making it easier to add an existing shop or open a new shop on their Instagram profile. […] Creators will also be able to set up a new shop and drive excitement with exclusive product launches from the Instagram app by linking their account with one of our four merchandise partners: Bravado/UMG, Fanjoy, Represent, and Spring.

Das bedeutet, dass Influencer, die bereits eine eigene Produktlinie haben, diese nun einfacher an ihre Abonnent:innen über Instagram verkaufen können. So wird der Commerce-Prozess sowohl bei den Verkäufer:innen als auch bei den Konsument:innen vereinfacht. Denn anstatt einen Katalog anzulegen und diesen auf dem Profil einzubinden, können Creator nun ganz einfach zum Lieferanten ihrer Wahl verlinken. Die Shops für Business und Creator Accounts sollen bis zum Ende des Jahres für alle Nutzer:innen in den USA ausgerollt werden. Danach möchte Instagram das Feature auch in anderen Regionen verfügbar machen.

Shops Creator Instagram
Shops für Creator auf Instagram (mit einem Klick auf das Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Instagram

Neue Badges und Stars: Instagram erweitert Spenden-Features

Neben dem neuen Affiliate Tool und dem Shop Tab gibt Instagram auch noch bekannt, den Stars und Badges in den Live Streams ein Update zu verpassen. Die Social-Plattform erklärt:

Starting this week, creators on Instagram are eligible to earn an extra payout when they meet certain milestones while using badges in Live, such as going Live with another account, while Facebook is also launching Stars Challenges. Creators in the program can earn payouts from Facebook in the form of free Stars if they meet certain milestones, such as broadcasting a certain number of hours or earning a set number of Stars within a designated time period.

Instagram will Creatorn damit einen Anreiz geben, häufiger Live Content zu teilen. Denn bei den Live Stream Badges oder Stars handelt es sich um ein Donation Feature. Das heißt, dass User Influencer und Co. mit dem Erwerb eines Icons finanziell unterstützen. Nutzer:innen kaufen ein Abzeichen im Wert von 0,99 US-Dollar bis 4,99 US-Dollar, die direkt an die Creator gehen. Momentan verzichtet Instagram noch auf eine finanzielle Beteiligung an den Badges.

Bonus Badges für Meilensteine im Instagram Live Stream
.Bonus Badges für Meilensteine im Live Stream (mit einem Klick auf das Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Instagram

Instagram: Vom sozialen Netzwerk zur E-Commerce-Plattform?

Die neuen Monetarisierungs-Features zeigen, dass Instagram dem Social Commerce auf der Plattform einen deutlichen Push verleihen möchte. Besonders das Affiliate-Programm könnte zu einem echten Game Changer sowohl für die Nutzer:innen als auch für das Influencer Marketing werden. Denn User müssen damit rechnen, in Zukunft noch mehr Werbung auf der Plattform ausgesetzt zu sein. Und auch für Influencer und Brands könnte das Feature die Zusammenarbeit nachhaltig verändern. So könnten Creator – sollte sich die Arbeit über das Affiliate Tool finanziell lohnen – immer häufiger auf einfache Produkteinbindungen, ohne langwierige Absprachen mit Unternehmen, zurückgreifen.

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