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Digitalpolitik
Untersuchung zu Googles und Facebooks Marktmacht im UK steht bevor
© Google

Untersuchung zu Googles und Facebooks Marktmacht im UK steht bevor

Niklas Lewanczik | 04.07.19

Großbritanniens Competition and Markets Authority leitet eine Untersuchung der Tech-Unternehmen ein, die auf die Marktmacht im Digitalmarketing abzielt.

Erneut sehen sich Google und Facebook einer offiziellen Untersuchung gegenüber, die herauszufinden versucht, inwieweit ihre Plattformen eine Marktmacht beim digitalen Advertising haben, die womöglich auch unverhältnismäßig oder inakzeptabel ist.

Nicht die erste Untersuchung

Bereits im März wurde für Google von der EU nach einer ähnlich gelagerten Untersuchung eine Strafe von 1,49 Milliarden Euro verhängtMargrethe Vestager, EU-Kommissarin für Wettbewerb, erklärte dazu:

Today the Commission has fined Google €1.49 billion for illegal misuse of its dominant position in the market for the brokering of online search adverts. Google has cemented its dominance in online search adverts and shielded itself from competitive pressure by imposing anti-competitive contractual restrictions on third-party websites. This is illegal under EU antitrust rules. The misconduct lasted over 10 years and denied other companies the possibility to compete on the merits and to innovate – and consumers the benefits of competition.

Nun drohen Google und auch Facebook vergleichbare Konsequenzen, wenn die Studie der Competition and Markets Authority zu ähnlichen Erkenntnissen kommt. In der Inhaltsbeschreibung steht bereits fest:

Two suppliers in particular, Google and Facebook (and their respective subsidiaries, such as YouTube and Instagram) hold leading positions in the market for online advertising in the UK, with the majority of digital advertising revenue in the UK split between these two businesses.

Es soll ebenfalls herausgefunden werden, inwieweit die Marktmacht der Big Player dazu beiträgt, dass der Wettbewerb gehemmt wird, „by creating barriers to new entrants“. Die Sammlung von personenbezogenen Daten soll fokussiert werden, so der Telegraph, während eine mögliche Folge der Untersuchung eine Beschränkung der Möglichkeiten zum Datenaustausch über Apps sein könnte. In Deutschland hatte es eine ähnliche Entscheidung gegeben, als das Bundeskartellamt die Kombination von Nutzerdaten bei Facebook untersagte.

Geprüft werden außerdem Fake Reviews und Preisvergleichsangebote sowie die Möglichkeit, Fusionen und Übernahmen im Digitalmarkt künftig strenger zu regulieren:

One area we are considering further is whether there might need to be some form of closer scrutiny for acquisitions by particularly powerful companies. We will continue to consider if any legislative changes to the merger regime are required.

So könnte die Untersuchung der Competition and Markets Authority zunächst in Großbritannien für strengere Regeln im Digitalmarkt sorgen, womöglich sogar zu Bußgeldforderungen gegenüber Facebook und Google führen.

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