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Digitalpolitik
TikTok setzt Live Streams und Uploads in Russland aus

TikTok setzt Live Streams und Uploads in Russland aus

Larissa Ceccio | 07.03.22

Nach Inkrafttreten des „Fake News"-Gesetzes setzt TikTok zum Schutz Live Streams und das Teilen von Inhalten in Russland aus.

Große Medienplattformen wie Google und Meta haben Maßnahmen zur Verbreitung objektiver Inhalte und entgegen die Berichterstattung Russlands unternommen und auch TikTok hat diesbezüglich den Zugang zu den Medienunternehmen RT News und Sputnik eingeschränkt. Nachdem Russland daraufhin ein „Fake News“-Gesetz verabschiedete, reagiert die Social-Media-Plattform, wie bereits viele andere Nachrichtendienste und Newsportale, nun auch auf darauf – vor allem zum Schutz von Reporter:innen.

TikTok reagiert auf umstrittenes „Fake News“-Gesetz Russlands

TikTok hat am Sonntag alle Live Streams und das Teilen von Inhalten in Russland ausgesetzt und reagiert so auf Russlands neues „Fake News“-Gesetz, das am vergangenen Freitag verabschiedet wurde. Dieses sieht Gefängnisstrafen von bis zu 15 Jahren für diejenigen Journalist:innen und Reporter:innen vor, die laut russischen Behörden „falsche“ Inhalte veröffentlichen und teilen. Das Verbot erfolgte, nachdem verschiedene Medienunternehmen nach Inkrafttreten des Gesetzes Dienste aus Russland abgezogen haben. Beispielsweise ordneten russische Behörden außerdem die Sperrung von Facebook und Twitter an, wie die Tagesschau berichtet.

Die Social-Media-Plattform publizierte die Ankündigung kürzlich und erklärte in ihrem Beitrag, dass sie sich eigentlich „als Quelle der Erleichterung und menschlichen Verbindung in einer Zeit des Krieges, in der Menschen mit immensen Tragödien und Isolation konfrontiert sind“, betrachtet, jedoch in dieser Situation „keine Wahl“ habe und daher zum Schutz der Mitarbeiter:innen und TikTok-Gemeinschaft Inhalte in Russland aussetzen muss.

In einem Post des KATAPULT-Magazins sind die Sanktionen im Zuge des „Fake News“-Gesetzes Russlands der größten Online-Dienste veröffentlicht.

Mit TikTok-Aus in Russland reagiert chinesischer Online-Konzern ByteDance auf Situation in der Ukraine

Im Juni 2020 hat Indien diverse Apps aus China gesperrt, da diese laut eigenen Angaben die Souveränität und Sicherheit des Landes beeinträchtigen könnten – darunter auch TikTok, da das Mutterunternehmen der Online-Plattform, ByteDance, aus China kommt. In Bezug auf Russlands Krieg in der Ukraine hatte China diverse westliche Staaten für die Sanktionen gegen Russland kritisiert, äußerte nun jedoch Besorgnis bezüglich der Sicherheit der ukrainischen Kernkraftwerke, wie in einem Bericht von Businessinsider nachzulesen ist.

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