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Digitalpolitik
Antitrust-Verfahren: So schlugen sich Google, Apple, Facebook und Amazon
Screenshot der Anhörung

Antitrust-Verfahren: So schlugen sich Google, Apple, Facebook und Amazon

Aniko Milz | 30.07.20

Die Tech-Riesen mussten vor dem US-Kongress Rede und Antwort stehen. Es ging um die Marktmacht von Facebook, Google und Co.

In einem Antitrust-Verfahren wurden gestern einige der mächtigsten Männer der Welt vor den US-Kongress zitiert. Der Vorwurf, dem sich die Chefs von Google, Apple, Facebook und Amazon stellen sollten, betraf die Marktdominanz der jeweiligen Unternehmen. Fünf Stunden lang wurden Sundar Pichai, Tim Cook, Mark Zuckerberg und Jeff Bezos von den Kongressabgeordneten verhört. Neben Fragen zum Umgang mit Konkurrenz und dazu, wie sie zu einer solchen Marktmacht gekommen sind, blamierten sich einige Abgeordnete mit schlecht recherchierten Fragen.

Vier Unternehmen – Ein Problem

Although these four corporations differ in important and meaningful ways, we have observed common patterns and competition problems over the course of our investigation,

erklärte Rep. David Cicilline in der Eröffnungsansprache. Dementsprechend unterschiedlichen Fragen mussten sich die Tech-Riesen stellen, die jedoch alle in eine Richtung zielten. Google musste ein Statement zum Scraping von Reviews auf anderen Plattformen wie Yelp abgeben. Facebook wurde zur Übernahme von Instagram befragt, das zuvor als Konkurrent angesehen wurde. Amazon wurde vorgeworfen, eigene Produkte günstig zu verkaufen, um so die Konkurrenz auszuschalten. Apple wurde zu der Provision des Apple Stores und dessen Einschränkungen befragt, die Apple-ähnliche Produkte ausgrenzen. The Verge zeigt in einem Video eine kurze Zusammenfassung der Anhörung:

Während viele der Fragen sinnvoll waren, ließen diese an anderen Stellen zu wünschen übrig. So wurde Zuckerberg befragt, warum Donald Trump Jr. von der Plattform gesperrt wurde – dabei ist dies auf Twitter passiert. Ein anderer Abgeordneter vermutete eine Verschwörung gegen ihn, weil E-Mails mit Wahlwerbung bei ihm im Spam-Ordner landeten. Daneben sorgten einige technische Probleme für eine Störung der Anhörung.

Wie kann eine Regulierung stattfinden?

Grundsätzlich ging es in der Anhörung um die Frage, ob die derzeit geltenden Gesetze noch anwendbar auf das digitale Zeitalter sind. Ende des Sommers soll ein Report über die Erkenntnisse der Komitees veröffentlicht werden. Natürlich lassen sich die Big-Tech-Unternehmen nicht einfach zerschlagen, sollte ihr Monopol zu groß werden. Doch in dem Report sollen Vorschläge zum Umgang mit ihrer Macht vorgelegt werden.

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