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Trotz wachsender Nutzerzahlen: Spotify schreibt weiterhin rote Zahlen
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Trotz wachsender Nutzerzahlen: Spotify schreibt weiterhin rote Zahlen

Nadine von Piechowski | 05.02.20

Der schwedische Musikstreamingdienst veröffentlichte die Umsatzzahlen für das letzte Quartal im vergangenen Jahr. Trotz steigender Umsätze macht Spotify weiterhin Verlust.

Trotz Konkurrenz von Amazon Music und Apple bleibt Spotify der Marktführer bei den Musikstreamingdiensten. Das zeigen nun die Umsatzzahlen des Unternehmens. Die Anzahl der Premium-Abonnenten nahm zu und die Nutzerzahlen übertreffen die Erwartungen des Streamingkonzerns. Trotzdem macht Spotify immer noch Verluste. Zwar steigen die Umsätze, allerdings hat sich der Nettoverlust mit 186 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. 2018 verzeichnete der Streamingdienst noch einen Nettoverlust von circa 70, 8 Millionen Euro.

Spotify hat monatlich eine viertel Milliarde aktive Zuhörer

Spotify kam im vierten Quartal auf ganze 271 Millionen Zuhörer und übertraf damit sogar knapp das Ziel von 270 Millionen Usern. Im Jahresvergleich kommt Spotify damit auf ein Zuwachs von 31 Prozent. Die Zahl der Premium-Abonnenten nahm dabei um 29 Prozent zu. Mittlerweile nutzen also 124 Millionen User Spotify in der Premium Version. Der Großteil der Zuhörer greift demnach immer noch auf die kostenfreie Variante zurück und nimmt Werbung und eingeschränkte Funktionen in Kauf. In dem Bericht wird außerdem dargelegt, dass Podcasts weiterhin auf der Musik-Plattform boomen:

We continue to see exponential growth in podcast consumption. More than 16% of our Total MAUs (monthly active user, Anm. d. Redaktion) now engage with Podcast content, and consumption hours in Q4 have grown nearly 200% Y/Y.

Das Nutzerwachstum von Spotify im Jahr 2019 © Spotify

Spotifys Ziele für 2020

Über das gesamte Jahr 2019 steigerte Spotify seinen Umsatz um circa 29 Prozent, auf 6,76 Milliarden Euro. 2018 lag dieser noch bei rund 5,2 Milliarden Euro. Der operative Verlust steigerte sich allerdings im Vergleich zum Vorjahr durch Entwicklung und Marketing von 43 Millionen Euro auf 73 Millionen Euro. Beispielsweise experimentiert Spotify mit Target Marketing in den Podcasts. Der Streamingdienst plant für das kommende Jahr, die Hörerzahlen weiterhin zu steigern. Bis zu 348 Millionen Zuhörer möchte der Konzern 2020 für sich gewinnen, davon sollen 153 Millionen das Premium-Angebot nutzen. Außerdem rechnet Spotify für 2020 mit einem Gesamtumsatz von 8,08 bis 8,48 Milliarden Euro. Trotzdem kommt es laut Spotify-Prognose zu noch höheren Verlusten als im vergangenen Jahr. Der Streamingdienst rechnet mit bis zu 250 Millionen Euro Nettoverlust. Das Geld soll in Marketing- und Entwicklungsmaßnahmen investiert werden.

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