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Podcast Ads: Spotify führt personalisierte Werbung ein

Podcast-Werbung, die an das Hörverhalten angepasst ist? Mit Spotify Podcast Ads soll dies nun möglich sein – zunächst für hauseigene Produktionen.

Spotify Podcast Ads ermöglichen personlaisierte Werbung: Auf dem Bild sieht man einen Laptop auf einem Tisch. auf der Tastatur liegen Kopfhörer

© Jelle van Leest - Unsplash

Auf der diesjährigen Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas verkündigte Spotify, dass es zukünftig Targeted Advertising in Podcasts geben wird. Werbung innerhalb eines Podcasts wird also fortan auf das Hörverhalten des Nutzers zugeschnitten sein. Der Streaming-Riese ist damit ein Vorreiter für zielgerichtete Werbung in diesem Format. Jay Richman, Vice President und Head of Global Ads Business and Platform, erklärte auf der CES, welche Vorteile die Einführung von Spotify Podcast Ads hat:

This will make the podcast ad experience more personalized for podcast fans, introduce performance metrics for advertisers, and allow creators to better monetize their content and make money off their hard work.

Podcast Ads: Zunächst nur für eigene Spotify-Produktionen

Bereits im vergangenen Jahr fokussierte sich der Streaming-Dienst auf Podcasts. Spotify führte verschiedene Features wie die Content Library oder ein Tool zur Podcast-Produktion ein. Nun soll das Format auch für Werbetreibende interessanter werden. Denn bisher konnte der Erfolg von Ads in Podcasts nicht verlässlich gemessen werden. Mit Spotify Podcast Ads ist das zukünftig möglich. Die Technologie dahinter: Streaming Ad Insertion (SAI).

SAI will make podcast ads targetable — they’ll be relevant to the people who get them; measurable — we’ll more easily prove that they’re effective; and interactive — more to come here — for the first time,

sagt Richman. Laut einer Studie sollen 81 Prozent der Hörer nachdem sie eine Podcast-Werbung gehört haben, aktiv geworden sein. Das bedeutet Ads in Podcasts sind sehr effektiv. Spotify plant daher bereits eine Erweiterung der Podcast Ads. Im nächsten Schritt sollen die Hörer sofort mit der Werbung interagieren können. So können zum Beispiel Gutscheincodes schon während des Hörens eingelöst werden können.

Spotify nimmt Datenschutz ernst

Um zukünftig zielgerichtete Werbung schalten zu können, greift Spotify auf sensible Nuterzdaten zurück. Es ist deshalb nicht überraschend, dass sich viele Nutzer nach der Veröffentlichung von Spotify Podcast Ads um den Schutz ihrer Daten sorgen. Richman versichert, dass die Hörer-Daten anonymisiert an Kunden des Streaming-Dienstes weitergegeben werden würden. Außerdem unterliege Spotify wesentlich härteren Auflagen zum Datenschutz, da der Hauptsitz in Europa liege. Weiter erklärte er, dass die Hörer ebenfalls in den Einstellungen der App die Möglichkeit hätten, über die gesammelten Daten zu bestimmen.

Spotify sichert sich mit der Einführung von Spotify Podcast Ads einen großen Vorteil anderen Podcast-Apps gegenüber. Sollte personalisierte Werbung in Podcasts so erfolgreich sein wie erhofft, plant Spotify, ihr Ad-Tool auch auf externe Produktionen zu erweitern.

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