Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Dein wichtigster Touchpoint zur Digitalbranche.
Affiliate Marketing
eBay um 28 Mio. Dollar betrogen – Affiliate Marketer im Gefängnis
© nito - Fotolia.com

eBay um 28 Mio. Dollar betrogen – Affiliate Marketer im Gefängnis

Atilla Wohllebe | 05.05.14

Wegen Betruges in Höhe von 28 Millionen US-Dollar wandert Shawn Hogan, der wohl erfolgreichste Affiliate Marketer der Welt, ins Gefängnis.

Größter Affiliate von eBay, zweitgrößter von Google AdSense

Shawn Hogan, Chef der Marketing Firma Digital Point Solutions und größter Affiliate Marketer bei eBay, ist wegen Betruges in Höhe von 28 Millionen US Dollar (rund 20 Millionen Euro) zu einer Haftstrafe von fünf Monaten verurteilt wurden. Das rechtskräftige Urteil, das BusinessInsider.com veröffentlicht hat, wird am 14. Juli mit der Inhaftierung von Shawn Hogan vollstreckt. Zusätzlich muss er 25.000 Dollar Strafe zahlen und bleibt drei Jahre nach der Haft auf Bewährung.

eBay sucht in Kooperation mit dem FBI seit Juni 2006 gezielt nach Betrügern unter seinen Affiliate Partnern. Hogan stand dabei offenbar schon länger unter Beobachtung. eBay überwachte insbesondere den von ihm geschickten Traffic, was angesichts der Position Hogans in der „Armee“ der 26.000 Affiliate Partner eBays wenig überrascht, wie der Business Insider weiß:

Before he was indicted, Hogan had become the No. 1 affiliate marketer at eBay out of an army of 26,000 others.

Betrug vermutlich durch klassisches Cookie Dropping

Wie aber gelingt es im Affiliate Marketing, bei dem pro Klick oder Lead nur wenige Cents und pro Sale nur wenige Prozente Provision fließen, ein Unternehmen um 20 Millionen Euro zu betrügen? eBay warf Hogan im Verfahren vor, unwissenden und unbekannten Nutzern in großem Stil entsprechende Cookies unterzujubeln und auf zufällige Einkäufe dieser Nutzer beim wohl größten Auktionshaus der Welt zu hoffen – ohne tatsächlich etwas zur eigentlichen Transaktion beigetragen zu haben:

eBay initially alleged that Hogan had rigged eBay’s system so that it falsely credited him for sales he did not generate. He did it by seeding unknowing users with hundreds of thousands of bits of tracking code, or „cookies.“ If any of those people bought something on eBay, the code signaled to eBay that Hogan should get a cut of the sale — even though he had done nothing to promote eBay.

Das entsprechende Verfahren kann wohl getrost als eine Art Cookie Dropping bezeichnet werden und gilt unter Affiliate Marketern in großem Stile zwar als höchst effektiv, ist allerdings auch verboten.

Verteidigung: eBay habe Hogan sogar ermutigt

Zur seiner Verteidigung brachte Hogan an, dass eBay durchaus darüber Bescheid gewusst haben soll, mit welchen Methoden er dem Auktionshaus über viele Jahre hinweg Traffic verschafft hat. Zudem soll eBay ihn sogar dazu ermutigt haben, das Verfahren so beizubehalten. Immerhin scheint seine Position also so wichtig für eBay gewesen zu sein, dass man sich sogar persönlich mit ihm auseinander gesetzt hat – Restaurantbesuche und Privat Jet Flüge inklusive.

Wie schätzt Ihr die Situation ein: Ist Hogan ein brillianter Vermarkter seiner Seiten oder doch nur ein Betrüger?

unrelevant am 10.07.2016 um 05:09 Uhr

das glaub ich nicht. der richter gehört ebenfalls in den knast. schweine. jeder würde für ne millionen 2 jahre in bau gehen. was ist das denn???? er kriegt wuasi 27 millionen für 5 monate hausarrest.

Antworten
Michael Rutsch am 08.05.2014 um 19:37 Uhr

25000$? Und das in einem Land, in dem es selbst für heissen Kaffee schon Millionen $ gibt? Nicht schlecht Herr Specht.

Antworten
D. Fischer am 06.05.2014 um 18:24 Uhr

„….Immerhin scheint seine Position also so wichtig für eBay gewesen zu sein, dass man sich sogar persönlich mit ihm auseinander gesetzt hat – Restaurantbesuche und Privat Jet Flüge inklusive….“

Wie verhält sich das zueinander……???

Antworten
Max Adler am 05.05.2014 um 18:13 Uhr

28 Millionen Dollar betrogen und 25.000 Dollar Strafe?!? Dafür würde ich auch fünf Monate in den Knast gehen…

Antworten
OnpageDoc am 05.05.2014 um 14:25 Uhr

Unterm Strich wird er trotzdem einen guten Schnitt gemacht haben. Was die wenigsten wissen: Die wollten den ursprünglich 20 Jahre oder so einbuchten.

Antworten
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*