Technologie
Schon im Oktober: Apple soll Home Hub und weitere Smart-Home-Geräte vorstellen

Schon im Oktober: Apple soll Home Hub und weitere Smart-Home-Geräte vorstellen

Larissa Ceccio | 01.10.26

Siri AI bekommt wohl einen festen Platz im Zuhause: Noch diesen Monat soll Apple einen Home Hub vorstellen, der erkennt, wer ihn nutzt. Auch HomePod mini und Apple TV sollen Updates bekommen.

Apple will am 13. Oktober offenbar mit mindestens drei neuen Smart-Home-Produkten nachlegen – möglicherweise im Rahmen einer eigenen Keynote. Dem Schritt gingen lange Verzögerungen voraus. Nach dem faltbaren iPhone Duo wäre der Home Hub für den neuen Apple CEO John Ternus der nächste große Launch in einer für den Konzern noch jungen Produktkategorie. Wie Bloomberg berichtet, steht dabei ein Home Hub mit Display im Mittelpunkt, der erkennt, wer vor ihm steht, persönliche Inhalte zeigt und Siri AI ins Zuhause bringt. Auch HomePod mini und Apple TV sollen neue Versionen bekommen.

Die neue Siri bekommt damit die Chance, sich im Haushalt zu beweisen. Siri AI ist bereits seit September auf ersten Apple-Geräten verfügbar und kann Anfragen in natürlicher Sprache verstehen und auf persönliche Informationen zugreifen, die auf dem Gerät verfügbar sind. Der geplante Home Hub wäre damit eines der ersten Geräte, das diese Funktionen gezielt ins Smart Home bringt.

Allerdings haben EU User vorerst das Nachsehen. Siri AI startet erstmal nur auf Englisch und ist in der EU auf iPhone, iPad und Apple Watch zunächst nicht verfügbar. Auf Mac und Apple Vision Pro können Nutzer:innen in der EU bereits darauf zugreifen, sofern eine unterstützte Sprache eingestellt ist. Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch sollen im Oktober folgen; einen Termin für Deutsch nennt Apple bislang nicht. Für die Einschränkungen in der EU verweist Apple auf regulatorische Rahmenbedingungen und betont, an einer Lösung zu arbeiten, die Datenschutz und Sicherheit wahrt.



Apple Intelligence mit iOS 27:
Neue Funktionen für Siri AI, Safari und Fotos

iPhone, iPad und MacBook mit verschiedenen Apple Intelligence-Funktionen wie Safari Notify Me und generativer Bildbearbeitung.
© Apple via Canva


Der Apple Home Hub erkennt, wer vor ihm steht

Der Home Hub – ob Apple das Gerät am Ende tatsächlich so nennt, ist noch offen – soll ein etwa sechs Zoll großes, quadratisches Display bekommen. Geplant sind offenbar zwei Varianten: eine zum Aufstellen und eine für die Wand. Die Standversion soll mit ihrer runden Basis sogar an den iMac G4 aus dem Jahr 2002 erinnern.

Interessant wird es vor allem in Haushalten mit mehreren Personen. Per Stimme oder Gesichtserkennung soll der Hub feststellen, wer sich gerade nähert, und die Oberfläche entsprechend anpassen. Kontakte, Nachrichten, Termine, Notizen oder Apps könnten dann automatisch passend zur jeweiligen Person erscheinen. Für Besucher:innen soll ein Gastmodus private Inhalte ausblenden. Weil die Gesichtserkennung offenbar weniger präzise funktioniert als Apples Face ID, kann ein gekoppeltes iPhone zusätzlich bei der Identifizierung helfen.

Wie die personalisierte Oberfläche des Home Hubs aussehen könnte, zeigt ein Threads Post von @itspdfu. Demnach soll das Gerät beim Einrichten ein Photo Face anlegen, das auch für StandBy auf dem iPhone Duo vorgesehen ist, und dafür auf iCloud-Fotos zurückgreifen.

Der Hub soll außerdem dauerhaft an einem Ort bleiben: Eine Frontkamera ist vorgesehen, eine Kamera auf der Rückseite nicht. Auch einen Akku soll es nicht geben, Strom bekommt das Gerät über USB-C. Apple möchte Nutzer:innen offenbar dazu bringen, mehrere Hubs im Zuhause zu verwenden.

Damit wird das Gerät gleichzeitig zur Steuerzentrale fürs Smart Home. Nutzer:innen könnten darüber etwa Thermostate und Türschlösser bedienen, FaceTime Calls führen, Musik hören oder Fotos anzeigen. Auch bekannte Apple Apps wie Kalender, Nachrichten, Notizen, Erinnerungen, Podcasts und Apple Music sollen auf dem Hub verfügbar sein. In der Küche könnte Siri außerdem Rezepte suchen oder während des Kochens Videos abspielen.

Siri AI zieht auch auf HomePod mini und Apple TV

Neben dem Home Hub soll Apple auch den HomePod mini neu auflegen und eine neue Version der Streaming-Box Apple TV 4K vorstellen. Beide Geräte sollen äußerlich weitgehend vertraut bleiben, im Inneren aber schnellere Chips bekommen, damit Siri AI darauf leistungsfähiger arbeiten kann. Für den HomePod mini sind laut den Berichten außerdem neue Farben geplant.

Siri AI ist für Apples Smart-Home-Pläne so wichtig, weil sie die verschiedenen Geräte stärker miteinander verbinden soll. HomePod mini, Apple TV und der Home Hub könnten künftig gemeinsam als Zugangspunkte dienen, über die Nutzer:innen per Sprache Geräte steuern, persönliche Inhalte abrufen und auf Informationen aus dem Apple-Ökosystem zugreifen.

Dass Apple erst jetzt so weit ist, liegt ebenfalls an Siri selbst. Home Hub, HomePod mini und Apple TV sollen ursprünglich schon 2024 geplant gewesen sein. Die Verzögerungen rund um Siri und Apple Intelligence verschoben demnach auch die Smart-Home-Hardware-Pläne.

Apple plant schon weitere Smart-Home-Produkte

Beim Home Hub soll es nicht bleiben. Laut Bloomberg entwickelt Apple auch einen auf Privatsphäre ausgerichteten Sensor beziehungsweise eine Sicherheitskamera mit dem Codenamen J450. Das Gerät soll erkennen können, in welchem Raum sich eine Person befindet, ohne Video aufzuzeichnen.

Zusätzlich arbeitet Apple an einer weiteren Hub-Version mit dem Codenamen J491. Geplant ist ein größeres, neun Zoll großes Display auf einem Roboterarm, der den Bildschirm bewegen und um 360 Grad drehen kann.

Außerdem baut Apple das Smart-Home-Angebot rund um HomeKit weiter aus und arbeitet mit externen Hersteller:innen an neuen Geräten für Siri AI. Der Home Hub dürfte damit nur der Anfang von Apples Smart-Home-Plänen sein. Wann die weiteren Geräte erscheinen könnten, ist bislang offen.



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