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Mit Angeboten, die man nicht ablehnen kann: So will YouTube Creator von Netflix fernhalten

Mit Angeboten, die man nicht ablehnen kann: So will YouTube Creator von Netflix fernhalten

Larissa Ceccio | 20.08.26

YouTube bietet ausgewählten Creatorn direkte Vergütungen für exklusive Deals und will sie damit von Netflix fernhalten. Wer lieber zweigleisig fährt, könnte lukrative Markenkooperationen verlieren. Damit gehen die Streaming Wars in die nächste Runde.

Noch sind zwar keine Verträge unterzeichnet. Hinter den Kulissen verhandelt YouTube laut Bloomberg jedoch bereits über millionenschwere Exklusiv-Deals mit ausgewählten Creatorn. Neue Videos sollen dadurch für einen bestimmten Zeitraum ausschließlich auf YouTube erscheinen.

Und wer sich nicht exklusiv an YouTube bindet, könnte bei wichtigen Vorteilen das Nachsehen haben. YouTube soll Creator darauf hingewiesen haben, dass ohne Exklusivvereinbarung möglicherweise Marketing-Unterstützung oder der Zugang zu bestimmten Markenkooperationen wegfallen könnten.

Offenbar möchte die Google-Tochter verhindern, dass die größten YouTube-Stars plötzlich auch auf Netflix heimisch werden. Denn der Streaming-Dienst dringt immer tiefer in YouTubes Revier vor. So hat Netflix zuletzt Creator wie Salish und Jordan Matter exklusiv verpflichtet, Inhalte von Ms. Rachel und Mark Rober ins Programm geholt und Video-Podcasts sowie kurze Webvideos massiv ausgebaut. Einige Podcast Deals sahen sogar vor, die Videoversionen von YouTube zu entfernen.



Neue Hürden für Einnahmen übers YouTube Partner Program
– aber auch mehr Potentiale mit Premium Lite

Neal Mohan vor YouTube-Logo
© Google, Eyestetix Studio (Unsplash) via Canva


YouTube schlägt zurück: Millionen für exklusive Creator Deals

Mit bekannten YouTube Creatorn an Bord holt sich Netflix erfolgreiche Formate mit Millionenpublikum auf die eigene Plattform. Die Creator profitieren gleich doppelt: Sie monetarisieren bestehende Inhalte zusätzlich und präsentieren ihre Formate einem Publikum von mehr als 325 Millionen Netflix-Abonnent:innen.

Um der Netflix-Offensive etwas entgegenzusetzen, setzt YouTube offenbar auf das altbekannte Zuckerbrot-und-Peitsche-Spiel. Unterzeichnen die ausgewählten Creator den ihnen angebotenen Exklusiv-Deal, winken ihnen direkte Zahlungen und eine Beteiligung an großen Markenkooperationen. Wie viel Geld YouTube dafür in die Hand nimmt, ist bislang nicht bekannt. In mindestens einem Fall soll laut Business Insider bereits ein Angebot im Millionenbereich auf dem Tisch gelegen haben. Tun sie dies nicht, müssen sie mit Konsequenzen rechnen, die letztlich auch zu finanziellen Einbußen führen könnten.

Noch ist zwar kein Vertrag unterzeichnet, mehrere Deals sollen jedoch kurz vor dem Abschluss stehen. Laut Business Insider laufen die Gespräche bereits; zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen berichten, dass die Bedingungen je nach Creator: unterschiedlich ausfallen und YouTube bislang keine feste Frist für den Abschluss gesetzt hat.

Wichtig dürften solche Deals auch vor dem Hintergrund werden, dass Netflix, YouTube und Co. inzwischen um jede Stunde Vorsprung bei besonders begehrten Inhalten ringen. Wie viel ein solcher Vorsprung wert sein kann, zeigt aktuell ein Beispiel aus der Gaming-Welt. Die Gameplay-Vorschau auf GTA 6 läuft am 27. August zunächst bei Netflix und erst sechs Stunden später auf YouTube. Und bei GTA 6 sind sechs Stunden Vorsprung durchaus eine Ansage. Das Spiel erscheint erst am 19. November – mehr als 13 Jahre nach GTA V. Entsprechend groß ist das Interesse an jedem neuen Einblick. Netflix sichert sich mit dem Exklusivfenster damit für sechs Stunden die Aufmerksamkeit rund um eines der meist erwarteten Games der letzten Jahre und damit potenziell jede Menge zusätzliche Watchtime.



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