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Neues KI-Modell für Meta: Muse Spark revolutioniert die Meta AI

Neues KI-Modell für Meta: Muse Spark revolutioniert die Meta AI

Niklas Lewanczik | 09.04.26

Meta stellt das bisher stärkste eigene KI-Modell und dazu eine ganze neue KI-Modellfamilie vor. Damit wird die Meta AI schneller und schlauer, hilft künftig beim Shopping, bei Live-Entdeckungen sowie bei der Entwicklung – und sie erhält ein neues Design.

Der erste Meilenstein für Metas Plan, eine KI-Superintelligenz an alle User zu liefern, ist erreicht. Mit Muse wird eine neue KI-Modellfamilie eingeführt. Das erste Modell daraus, Muse Spark, ist das bislang leistungsfähigste von Meta. Es kommt aus der Schmiede der Meta Superintelligence Labs und unterstützt die Meta AI auf facettenreiche Weise. Während Metas KI einen neuen Look erhält, erhalten die User umfassende Feature Updates und können künftig dank Muse Spark KI-Shopping-Hilfe annehmen, multimodale Kontexte einordnen und sogar aus einem Prompt Games bauen lassen.


Meta stellt die persönliche Superintelligenz vor

– KI erhöht schon Nutzungszeit auf Instagram

Mark Zuckerberg vor Meta-Logo, heller Hintergrund
© Meta, Dima Solomin – Unsplash


Mit Muse auf dem Weg zu Metas Superintelligenz: Bald noch bessere Modelle

Im Sommer 2025 stellte Meta CEO Mark Zuckerberg die Entwicklung der Superintelligenz für Meta, Metas Kund:innen und User als großes Ziel vor. Mehr als eine Milliarde User pro Monat hat die Meta AI als KI-Assistenz bereits.

I’m excited to build personal superintelligence for everyone in the world,

erklärte Zuckerberg in der Pressemitteilung zu den Quartalszahlen im Juli vergangenen Jahres. Zudem gab er einen umfassenden persönlichen Einblick in die Entwicklung dieser Superintelligenz und ihre Chancen.

An der Entwicklung von Metas KI arbeiten inzwischen zahlreiche Expert:innen. Dazu zählt unter anderem Alexandr Wang, der nach dem Zukauf von Scale AI zu Metas Chief AI Officer in den Superintelligence Labs aufstieg. Auch Moltbook CEO Matt Schlicht und der Organisationschef Ben Parr ehören jetzt zum KI-Team der Meta Superintelligence Labs, da Meta die Agent-Plattform Moltbook kaufte. Dieses Team hat mit Muse eine neue Modellfamilie auf den Markt gebracht. Mark Zuckerberg sieht in der ersten Modellversion Muse Spark einen Meilenstein und schreibt auf Threads:

[…] Today we are sharing our first milestone: Muse, our new family of models. Spark, the first model in the Muse family, powers a new version of Meta AI that you can try today. It’s a world-class assistant and particularly strong in areas related to personal superintelligence like visual understanding, health, social content, shopping, games, and more. You can try the new Meta AI in the app or at meta.ai […].

Auf Threads ansehen

Außerdem sollen schon bald weitere hochleistungsfähige KI-Modelle folgen, die die KI-Assistenz von Meta auf ein neues Level heben können. Mit Muse Spark beginnt eine neue Ära für die Meta AI. Zum einen erhält sie einen ganz neuen Look, der schon bald für alle User ersichtlich sein soll.

Der neue Look der Meta AI, © Meta

Zum anderen liefert das Modell für die Meta AI ganz neue Nutzungskontexte. Dabei unterstützt die KI die User jetzt mit multimodaler Kommunikation für bessere Antworten, Building direkt aus Prompts und einem Shopping-Modus. Muse Spark wird in den nächsten Wochen auf WhatsApp, Instagram, Facebook, im Messenger und für die Meta AI Glasses ausgerollt. Das passiert vorerst in den USA, in den Wochen darauf dann in weiteren Regionen.

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Der Zugriff in der API wird ausgewählten Partner:innen bereitgestellt. In der Zukunft sollen überdies Open-Source-Modelle angeboten werden, hofft Meta.

Wie die Meta AI mit Muse Spark Usern in der Praxis weiterhilft

Als Reasoning-Modell unterstützt die Meta AI User zum Beispiel bei der Planung von Reisen. Dabei kann die Assistenz mehrere Subagents parallel laufen lassen, um zeitgleich einen Ablaufplan generieren, Zielbereiche vergleichen und kinderfreundliche Aktivitäten finden zu lassen.

Die Meta AI arbeitet bei praxisbezogenen Prompts parallel an verschiedenen Aspekten, © Meta, GIF Smartphone
Die Meta AI arbeitet bei praxisbezogenen Prompts parallel an verschiedenen Aspekten, © Meta

Des Weiteren kann die Meta AI dank Muse Spark vor allem mit verbesserter multimodaler Wahrnehmung punkten. Die Meta AI kann sehen und verstehen, was Nutzer:innen anschauen. Das kann ein Foto vom Snack-Regal am Flughafen sein, über das die Meta AI beispielsweise die Snacks mit dem höchsten Proteingehalt identifizieren und sortieren kann. Diese Möglichkeiten erinnern an Googles Live Search mit Gemini. Auch Bei Gesundheitsfragen soll die Meta AI umfangreiche Antworten liefern und kann dank multimodaler Fähigkeiten Bilder und Diagramme von Usern einbeziehen.

Überhaupt können die Nutzer:innen direkt über Prompts diverse Aufgaben delegieren und erledigen, von der Planung einer großen Überraschungsparty bis zur Erstellung eines eigenen Retro-Arcade-Games. Die Ergebnisse können die Meta User dann ebenfalls unmittelbar mit Dritten teilen, über Metas Plattformen wie Facebook.

In den USA erhalten User der Meta AI zudem einen Shopping-Modus. Dieser liefert Outfit-Inspirationen, Ideen für die Raumgestaltung oder passende Geschenkempfehlungen auf Basis von Styling-Impulsen und Brand-Storytelling, die bereits in Metas Plattformen verankert sind.

Beim Shopping unterstützt die Meta AI, © Meta
Beim Shopping unterstützt die Meta AI, © Meta

Auch neu in den USA: Die Meta AI zeigt Locations inklusive Kommentaren von Personen, denen man folgt, Empfehlungen von Locals, aktuellen Trends und Bewertungen sowie Fotos.

Die Suche wird zusehends von passenden Kontexten unterstützt, die aus Metas Kosmos kommen, © Meta
Die Suche wird zusehends von passenden Kontexten unterstützt, die aus Metas Kosmos kommen, © Meta

Künftig wird Muse Spark sogar Inhalte wie Reels, Posts und Stories von Instagram, Facebook und Threads anzeigen und zitieren. Die Creator sollen Credit erhalten, die User noch bessere Antworten, die KI und Social Media zusammenführen.


Meta kauft Moltbook

– das Reddit der Agent-Ära, wo Bots über ihre User sprechen

Illustration zum Artikel über die Übernahme von Moltbook durch Meta. Die Plattform funktioniert wie ein Social Network für KI-Agents, die miteinander posten, diskutieren und Aufgaben koordinieren können.
© Meta, Moltbook

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