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Sozialpsychologie: Der Treiber für dein Social Media Marketing

Um Erfolg mit deinen Social Media Aktivitäten haben zu können, kannst du dich einiger Kniffe aus der Sozialpsychologie bedienen.

© Flickr / Pascal, CC0 1.0

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Wer den Erfolg seines Social Media Contents dem Zufall überlässt, der kann langfristig nur scheitern. Für Inhalte mit hohem Potential benötigt es psychologischen Hintergrundwissens. Sozialpsychologie etwa ist ein guter Ansatz und bietet hilfreiche Kniffe.

Bereits in der Vergangenheit haben wir über den Einsatz psychologischer Mittel als Verkaufstreiber berichtet. Um dein Social Media Marketing voran zu treiben, kannst du dich weiterer Elemente bedienen, die deine Aktivitäten effektiver machen. Dan Steiner hat auf Social Media Today einige davon aufgezählt.

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Menschen neigen zu Assoziationen

Daher ist das assoziative Lernen hier das richtige Stichwort. Menschen neigen dazu, Dinge zu kategorisieren und diese als positiv oder negativ einzuordnen. Eine Studie aus dem Jahre 1982 konnte dies aufzeigen: Die Teilnehmer bekamen Fotos verschiedener Schreibstifte vorgelegt, bei denen jeweils angenehme beziehungsweise störende Musik im Hintergrund lief. Am Ende sollten sie sich für einen Stift entscheiden und wählten den, der mit der netten Musik präsentiert wurde. Das Hervorrufen negativer Gefühle hat im Übrigen einen stärkeren Effekt. So zeigte Banks (1995), dass negativierende Informationen („not getting a mammogram can cost you your life“) größeren Erfolg erzielten als das positive Pendant („getting a mammogram can save your life“).

Emotionen rufen also Reaktionen hervor und sorgen dafür, dass du im Kopf der Konsumenten bleibst. Der heiß diskutierte Werbeclip „Heimkommen“ von Edeka und Jung von Matt spielt sowohl mit negativen als auch positiven Gefühlen, löst im Zuschauer eine unbändige Gefühlsflut aus und wird uns so unweigerlich noch lange im Gedächtnis bleiben.

Für dein Social Media Marketing kannst du daraus folgende Schlüsse ziehen: Dein Produkt bleibt eher im Kopf, wenn du beim Konsumenten ein Gefühl auslöst. Du könntest also positive Gefühle durch niedliche Tiere, Kinder, Humor oder schöne Musik auslösen – oder deinem Publikum mithilfe negativer Stimuli auf die Sprünge helfen („Ohne Winterreifen steigt die Unfallgefahr um x Prozent!“).

Verfügbarkeitsheuristik

Menschen können Dinge auch ohne großes Hintergrundwissen oder präzise Informationen schnell einordnen. Mach es deinem Publikum deshalb so einfach wie nur möglich. Du musst sie mit deinem Content erreichen, ihnen also in knappen und klaren Worten verständlich machen, worum es geht und sie nicht mit komplexen Inhalten verwirren.

Gestalte deinen CTA also verständlich und ansprechend, so dass die Nutzer nicht erst lange über die Bedeutung und Funktion grübeln müssen. Werden sie aus dem Denkfluss gerissen, sinken die Chanken für eine Aktion. Auch solltest du ihn an einer Stelle platzieren, an der er nicht übersehen werden kann: Above-The-Fold ist hier die Platzierung der Wahl. Hier ist es wichtig, sein Publikum von innen wie außen zu kennen und ein Gefühl dafür zu haben, welche Inhalte für sie eine Rolle spielen.

Aktuelle Themen

Menschen erinnern sich besser an Dinge, über die sie immer wieder stolpern. Die aktuellen Thementrends solltest du daher stets im Auge behalten, das geht etwa via Twitter oder Feedly. Am besten direkt morgens vorm Starten die Topics überblicken und den Content dann drum herum stricken. Ein aktueller Bezug bringt in aller Regel auch Aufmerksamkeit. Natürlich auch nur dann, wenn du dich von deinen Mitbewerbern abhebst und es nicht auf die gleiche Tour versuchst wie sie. Denk daran, dass du dich im Facebook Newsfeed etwa behaupten musst. Kreative Inhalte gehen hier seltener unter – womit wir beim letzten Punkt wären.

Das Verarbeiten von Nachrichten

Die vielen Informationen, die täglich auf den gemeinen Nutzer einprasseln, werden von diesem unbewusst selektiert. Du kannst dabei selbstverständlich mit Nachrichten aufwarten, die es auch schon von anderer Seite gegeben hat. Hier geht es allerdings um die Präsentation des Inhaltes: Mit der Headline steht und fällt der Klick. Suche dir ein Alleinstellungsmerkmal der Nachricht, das noch keiner vorangestellt hat und du erzeugst mit hoher Wahrscheinlichkeit Aufmerksamkeit.

Quelle: Social Media Today

Über Tina Bauer

Tina Bauer

Studierte Sozialwissenschaftlerin mit Hang zu Online und Marketing. Seit 2014 als Redakteurin & Content Managerin bei OnlineMarketing.de.

Ein Gedanke zu „Sozialpsychologie: Der Treiber für dein Social Media Marketing

  1. Anne

    Schön zusammengefasst, was bei der Erstellung der Gedanken des Kundenkreises wichtig ist. Ich denke auch, dass das Wiederholen von Inhalten eine wichtige Reaktion beim Interessenten auslöst. Je öfter er die Werbung sieht, hört oder liest und mit dem Gedanken spielt, dort etwas zu kaufen, umso wahrscheinlicher ist es, dass dies zutrifft. Ich konnte dies schon durch verschiedene Landing Pages ausprobieren und bin immer wieder auf dieses Ergebnis gekommen.

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