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Mobile Optimierung für das „Mobilegeddon“ – Das sind die 5 häufigsten Fehlerquellen

Ist Ihre Webseite bereit für das Google Update? Diese 5 Fehlerquellen sollten Sie bei der mobilen Optimierung Ihrer Webseite beachten.

© James Thew - Fotolia.com

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Mit dem Tablet auf der Couch oder von unterwegs mit dem Smartphone – die Nutzung der mobilen Geräte hat längst die Desktop Nutzung überholt. Doch wer mit dem Smartphone im Web surft, hat auch den Anspruch, dass die aufgerufene Seite auf das entsprechende Display angepasst ist.

Auch die Suchmaschine Google verfolgt diesen Anspruch, dass der mobile Nutzer sich auf Webseiten unterwegs zurecht findet. Am 21. April 2015 rollt Google daher das bis dato größte mobile Update aus. Ab diesem Zeitpunkt sollten Webseiten ‚mobile-friendly‘ oder ‚für Mobilgeräte‘ optimiert sein, wenn sie den Ansprüchen der Nutzer und den von Google genügen wollen.

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Wer noch schnelle Quick-Wins vor dem großen Update für die eigene mobile Webseite durchführen möchte, sollte auf die nachfolgenden fünf Fehlerquellen besonders Acht geben.

1. Blockierte Inhalte

Zum optimalen Indexieren und Rendern der mobilen Webseite sollte dem Googlebot stets der Zugriff auf JavaScript-, CSS- und Bilddateien erlaubt sein. Andernfalls kann die Suchmaschine die Inhalte nicht interpretieren. Daraus folgt, dass die Seite nicht gecrawlt werden kann und anschließend auch nicht im Index auffindbar ist. Es empfiehlt sich daher, die mobile Webseite auf blockierte Inhalte zu analysieren und gegebenenfalls auch zu hinterfragen, ob diese auch blockiert werden sollen.

Tipp: Eine einfache Überprüfung kann in der hinterlegten robots.txt Datei erfolgen. Hier könnte die Funktion der Grund für das Blockieren bestimmter Dateien für den Googlebot sein. Sollte keine robots.txt vorhanden sein, könnten blockierte Inhalte durch die gängigen Webseitenanalyse-Tools oder Googles Webmaster Tools erkannt werden.

2. Fehlerhafte Weiterleitungen

Falls bei der mobilen Optimierung separate mobile URLs eingesetzt werden, sollten die Desktop-URLs entsprechend zu den mobilen URLs weitergeleitet werden.

In etwa so: beispiel.de führt zu m.beispiel.de. Und beispiel.de/info führt zu m.beispiel.de/info.

Falls eine Seite jedoch kein mobiles Pendant besitzt, sollten die Nutzer auf der Desktop Seite belassen werden, anstatt sie zur Startseite der mobilen Seite zu leiten oder eine 404-Seite anzuzeigen.

Tipp: In den Webmaster Tools werden Webseitenbetreiber über fehlerhafte Weiterleitungen informiert. Unter dem Punkt Smartphone-Crawling-Fehler sehen sie die Anzahl der fehlgeschlagenen Redirects und können entsprechende Maßnahmen einleiten. Google erklärt anhand von Beispiel-URLs, an welchem Punkt der Serverkonfiguration das Debugging sinnvoll ist.

3. Lange Ladezeiten

Aus Nutzersicht ist neben korrekt abrufbaren Inhalten und sinnvollen Verlinkungen vor allem eines wichtig: Eine gute und schnelle Performance der Webseite. Werden die Inhalte nicht binnen Sekunden dargestellt, ist die positive Nutzererfahrung nicht gegeben. Lange Ladezeiten sind für die Suchmaschine Google ein entscheidender Rankingfaktor und damit ein Grund, eine Webseite als benutzerunfreundlich einzustufen. Der Inhalt, der sich auf der Webseite oben befindet, ohne, dass der Benutzer scrollen muss („above the fold“), sollte laut Google innerhalb von einer Sekunde angezeigt werden.

Tipp: Mit Hilfe des kostenlosen Tools Google Page Speed Insights lassen sich Probleme mit der Ladezeit schnell identifizieren. Um die Ladezeiten anschließend zu reduzieren, kommen ganz unterschiedliche Maßnahmen in Betracht. Bildelemente und Webseiten-Content können mit Hilfe des Viewport-Tags für mobile Webseiten optimiert werden.

4. Nicht responsives Design

Genauso frustrierend wie lange Ladezeiten kann für Nutzer das Design der mobilen Webseite sein. Ist das Design nicht an die Geräte anpassbar, kann es dazu führen, dass die Nutzer unzufrieden sind und die Seite schnell wieder verlassen, was wiederum auch für die Suchmaschine ein negatives Ranking-Signal bedeuten kann. Responsive Design ermöglicht eine optimale und eine sehr flexible Darstellung für mobile Seiten. Dabei sendet der Server immer denselben HTML-Code an alle Geräte und das eingesetzte CSS sorgt für die passende Darstellung auf jedem mobilen Gerät.

Google selbst empfiehlt die Lösung über Responsive Webdesign mit HTML5 und CSS Media Queries. So kann der Content benutzerfreundlich ausgegeben werden. Das nimmt zwar in der Regel mehr Budget in Anspruch, vermeidet aber schlussendlich aufwendige Fehlerbehebungen im Nachhinein. Der Vorteil für den Webseitenbetreiber ist außerdem, dass nur eine Version der Webseite verwaltet und gepflegt werden muss, da trotz unterschiedlicher Endgeräte immer dieselbe URL und derselbe Code verwendet werden.

Tipp: Achten Sie bei Responsive Design auf die verwendeten Bilder. Zu viele integrierte Bilder können die Seite verlangsamen, so dass sie nur langsam im Browser geladen wird. Die Besonderheit ist, dass alle Bilder in der Regel in der originalen Größe geladen werden. Deshalb ist es besonders wichtig die Imagedateien so klein wie möglich abzuspeichern. Lösungen wie Adaptive Images können dabei helfen.

5. Suboptimale Benutzerfreundlichkeit

Zoomen, Scrollen, Navigieren: Die Bedienung auf kleineren Displays stellt Nutzer oftmals vor Probleme. Trotz vieler verschiedener Gerätetypen mit unterschiedlichen Displaygrößen sollten Nutzer auf der mobilen Seite ohne Weiteres interagieren können. Texte sollten ohne Hineinzoomen lesbar sein. Buttons sind idealerweise so gestaltet, dass das Antippen mit dem Finger auf dem Display einfach erfolgen kann. Auch die Formulare bedürfen einer Sonderbehandlung: Diese sollten gut angeordnet sein und einfach zu bedienen und befüllen sein.

Für ein optimales Nutzererlebnis sollte die Bedienung der mobilen Seite rein mit Wisch- und Berührungsgesten möglich sein. Horizontales Scrollen ist dabei ein absolutes No-Go. Eine intuitive Bedienung der Webseite ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen mobilen Seite.

Tipp: Um eine hohe Benutzerfreundlichkeit noch zu verbessern, empfiehlt es sich, sich genau mit der Navigations- und Benutzerführung auseinanderzusetzen. Dafür eignen sich Nutzertests im Vorfeld sehr gut. Hierzu sollten unabhängige Tester in Frage kommen, die nicht voreingenommen sind und mit der Webseitengestaltung nichts zu tun haben. Überlegen Sie sich einfache Aufgaben, die man auf einer mobilen Webseite macht und lassen Sie die Testpersonen diese durchführen. Von den Erkenntnissen werden Sie sicher überrascht sein.

Fazit

Dieser Artikel zeigt die am häufigsten auftretenden Fehlerquellen auf, auf die Webmaster bei der mobilen Optimierung einer bestehenden Webseite besonders achten sollten. Fehlerhafte Weiterleitungen, nicht responsive Content, suboptimale Usability, lange Ladezeiten sowie blockierte Inhalte können die Nutzerzufriedenheit negativ beeinträchtigen und somit gute Rankings in Suchmaschinen gefährden. Wer diese Fehler behebt und künftig vermeidet, dem kann das kommende Update nichts anhaben.

Über Eva Wagner

onpage.org/

Eva Wagner ist Superhero im Online Marketing Team von OnPage.org, dem Softwareanbieter von innovativen Tools für bessere Webseiten. Nach Ihrem Studium der Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften an der Universität Konstanz konnte sie bereits einige Jahre Erfahrungen im Online Marketing sammeln und unterstützt nun das OnPage.org Redaktions-Team.

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