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Mobile schlägt Desktop: Google reagiert auf Meilenstein mit neuen AdWords-Tools

Erstmals stammt der Großteil an Suchanfragen von mobilen Geräten. Google nutzt diese Entwicklung, um AdWords mit 3 neuen Formaten voranzutreiben.

© bexxandbrain - Fotolia.com

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Der Suchmaschinengigant Google verkündete, dass mittlerweile mehr Suchanfragen mobil erfolgen als über stationäre Geräte. Dies nahm der Konzern zum Anlass, Marketern neue Tools für AdWords bereitzustellen, damit sie die Entwicklung effektiver nutzen können.

Mobile Suchanfragen überholen Desktop

Auf der jüngsten AdWords Konferenz, dem „AdWords Performance Summit“, gab Google bekannt, dass bei der Suchmaschine heutzutage die Mehrheit der Anfragen über Smartphones und Tablets eingeht. Unter dem Banner „Building for the next moment“ bestätigte Jerry Dischler, Vice President, Product Management bei AdWords, dies in einem Post auf dem Inside AdWords Blog:

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In fact, more Google searches take place on mobile devices than on computers in 10 countries including the US and Japan. This presents a tremendous opportunity for marketers to reach people throughout all the new touchpoints of a consumer’s path to purchase.

Noch beschränkt sich die nicht unerwartete Veränderung auf die zehn ausgewählten Märkte, doch auch die anderen sollten bald in der Liste folgen. Nicht ganz uneigennützig wies Dischler in dem Beitrag zudem auf neue AdWords Formate hin, die Werbetreibenden zukünftig zur Verfügung stehen.

© Google

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Drei neue Werbeformate für AdWords

Das Trio besteht aus Automobile Ads, Hotel Ads und Mortages, wobei sich letztgenannte zunächst lediglich auf den US-amerikanischen Raum beschränken. Die Neuerungen sind vielversprechend für Marketer. So ist Google überzeugt davon, dass Menschen, die online auf der Suche nach einem Auto sind, auf grafische Darstellungen fixiert sind (was mit Studien bestärkt wird). Die Automobil-Anzeigen ermöglichen es, eine Sammlung von Bildern, die den Wagen von außen und innen zeigen, zu präsentieren. Ein Klick auf das Foto bringt Fakten wie PS oder den Verbrauch zum Vorschein und darüber hinaus können Händler in der Umgebung aufgelistet werden. Dank der Hotel-Anzeigen kann ein Zimmer direkt aus der AdWords Ad gebucht werden und die Mortages widmen sich den Grundstückspreisen in den USA.

© Google

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Zusätzlich entwickelte der Suchmaschinenriese ein neues Dashboard für die Gebote bei AdWords und verbesserte die Dynamic Search Ads. Der Post nennt darüber hinaus Veränderungen bei den Attributionsmodellen, im Cross-Device-Tracking und anderen Messinstrumenten. Details dazu findet ihr auf dem Inside AdWords Blog.

Google mit Nachholbedarf für AdWords

Neue Werbeformate bereitzustellen war für Google laut Marcel Pirlich, CEO von Adspert, überfällig und zeigt wiederum deutlich, dass die Suchmaschine durchaus ein Interesse daran hat, Mobile Advertiser an sich zu binden:

Marcel Pirlich CEO AdspertGoogle hatte hier großen Nachholbedarf und die neuen Anzeigenformate für Mobile gehen in die richtige Richtung. Wir sind gespannt, auf welche weiteren Branchen das Konzept von spezialisierten Anzeigen noch ausgeweitet wird. Klar ist aber auch: Google versucht weiterhin vermehrt andere Portale und Drittanbieter zu umgehen, um möglichst den Nutzer auf dem ganzen Weg im Google-Ökosystem zu behalten.

Für die Rechtfertigung von Werbeausgaben geht Google zusätzlich einen weiteren Schritt, indem sie das Tracking von Cross-Device Conversions erweitern und so z.B. Kosten durch Klicks im Mobile-Bereich, die am Desktop dann konvertieren, besser verargumentieren können.

Quelle: Inside AdWords

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