SEO - Suchmaschinenoptimierung

Fatales Linkbuilding: Diese Eigenschaften machen einen Link zum Problem

Schlechte Backlinks führen dazu, dass dein Ranking darunter leidet. Doch wie erkennst du böse Backlinks? 7 Anzeichen dafür, dass du sie loswerden solltest.

© Flickr / Dan McKay, CC BY 2.0

© Flickr / Dan McKay, CC BY 2.0

Die eingehenden Links einer Website haben noch immer einen erheblichen Einfluss auf das Ranking bei Google. Daher ist Linkbuilding in der SEO-Szene nach wie vor ein gebräuchliches Instrument für die Optimierung einer Seite. Die Taktik hat sich jedoch im Laufe der Zeit verändert, da die Suchmaschine zwischen guten und schlechten Links stark differenziert. Wir verraten euch, welche Links eine negative Entwicklung eures Rankings nach sich ziehen könnten.

Wann lohnt es sich, einen Backlink abzubauen?

Linkbuilding sorgt heutzutage vielerorts für Verunsicherung. Sollte ich überhaupt Backlinks manuell aufbauen? Google selbst rät davon ab. Häufig ist in diesem Zusammenhang die Rede von einem natürlichen Link. Doch was ist ein natürlicher Link? Wir brachen erst vor kurzen eine Lanze für manuelles Linkbuilding und erklärten, warum diese Taktik niemals aussterben wird.

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Das Thema, wie du gute von schlechten Links unterscheidest, haben wir bereits angeschnitten. Jetzt gehen wir mithilfe von Jayson DeMers, Gründer und CEO von AudienceBloom, weiter ins Detail. DeMers führt als Redakteur für Search Engine Land sieben Punkte an, die einen Link böse werden lassen und deiner Domain daher mehr schaden als helfen. Wir stellen sie euch im Folgenden zusammengefasst vor.

(1) Die ausgehende Domain ist böse

Jeder SEO weiß, dass Links von schwachen Domains aus Googles Perspektive leider nicht viel weiterhelfen. Der sogenannte Linkjuice spielt hier eine entscheidende Rolle. Alte, vertrauenswürdige Domains geben viel von diesem begehrten Saft, der das Ranking einer Seite positiv beeinflusst (Mehr dazu: Google Trust Signals – So gewinnst du Googles Vertrauen).

Allerdings gilt das auch für die umgekehrte Richtung – keiner möchte Backlinks von 123hotgirls247dotcom. Google erkennt spamlastige oder generell unseriöse Domains ziemlich zuverlässig und wertet deren ausgehende Links dementsprechend ab. Meistens landen die Seiten dann auch gleich auf der Blacklist.

Ein einziger Link solcher Qualität wird das Ranking deiner Seite nicht beeinflussen. Sollten sich jedoch Muster ergeben und deine Website innerhalb eines kurzen Zeitraums viele solcher Verweise sammeln, wird es problematisch.

(2) Der Kontext fehlt

Im besten Fall achtest du darauf, dass du Links von Websites aus deiner Branche generierst. Der Algorithmus der Suchmaschine ist klug genug, um Kontext zu verstehen. Daher sollte die Unterseite, von der der Link ausgeht, unbedingt mit dem Ziel zu tun haben. Inhalte, die ohne jeden ersichtlichen Zusammenhang miteinander verknüpft werden, erregen Googles Aufmerksamkeit.

(3) Das Verhältnis stimmt nicht

Diversität lautet das Zauberwort. Versuche lieber ein vielfältiges Portfolio von Links aufzubauen, als zahlreiche Verweise von einer einzelnen Seite. Websites, die immer auf die gleiche Seite verweisen, gelten schnell als verdächtig und müssen mit einer Sperre rechnen. Außerdem ist der erste Link laut DeMers stets der wertvollste, da der Linkjuice danach konsequent abnimmt.

(4) Die Domains sind zu eng miteinander verknüpft

Es ist nicht unüblich, dass Links in dem eigenen Netzwerk getauscht werden und so kommt es unter Umständen dazu, dass zwei Seiten eine Vielzahl gegenseitiger Backlinks generieren. Doch zwei so eng miteinander verbundene Domains wecken Googles Interesse – an dieser Stelle wieder der Appell, auf das Verhältnis zu achten.

(5) Der Ankertext ist auffällig

Früher reichte die Verlinkung eines bestimmten Keywords, um sich Googles Gunst für das Thema zu sichern. Heute ist das nicht mehr der Fall – im Gegenteil. Die Suchmaschine erkennt Muster in den Ankertexten und bei auffälligen Wiederholungen wird der Link zum Boomerang.

(6) Es ist kein Umfeld vorhanden

Es ist nicht verwunderlich, dass sich Content Marketing in jüngster Vergangenheit einer solchen Beliebtheit erfreute. Google möchte seinen Nutzern eindeutige Mehrwerte bieten und achtet darauf, dass hochwertige Inhalte mit einem guten Ranking belohnt werden. Falls ein Link einsam auf einer nichtssagenden Seite auftaucht, ist er nichts wert. Im schlimmsten Falle entsteht dadurch der Eindruck einer unzeitgemäßen Linkfarm. Backlinks sind am besten in gutem Content eingebunden, die Qualität der Inhalte findet sich im Linkjuice wieder.

(7) Er ist gekauft

Gekaufte Links verstoßen gegen Googles Richtlinien für Webmaster. Daher ist dringend davon abzuraten, diesen Weg einzuschlagen. Selbst wenn es nur den Anschein macht, dass Geld geflossen ist, kann ein Problem darstellen – und eine manuelle Google Penalty möchte jede Domain dringend vermeiden.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass sich Seitenbetreiber von dem Gedanken befreien müssen, dass jeder Link hilft, egal von welcher Domain er stammt. Schlechte Links sind immer dein Problem und können auch ohne eigenes Zutun entstehen. Eine Beobachtung des Linkprofils und schnelles Eingreifen zur eventuellen Bereinigung sind mehr als ratsam.

Quelle: Search Engine Land

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4 Gedanken zu „Fatales Linkbuilding: Diese Eigenschaften machen einen Link zum Problem

  1. Anja

    Ich bin auch noch recht neu in der Thematik und sehe das alles etwas skeptisch, wenn man Linkaufbau „typisch“ betreibt, also 10 – 15 Beiträge schreibt (wenn überhaupt) und dann mehr, oder weniger, passend einen Link empfehlt. Meine Erfahrung hierbei ist auch, dass diese Beiträge von den eingesessenen „Power-Usern“ auch schnell als schlecht enttarnt werden und dann gemeldet. Lieber etwas mit Herzblut aufbauen und wahre Ratschläge anbieten, Mehrwert liefern, statt 0-8-15.

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  2. Eric

    Danke für die Tipps. Bin gerade dabei mich bei diesem Thema einzuarbeiten, da kommt der Artikel gerade recht. Wobei ich festgestellt habe, dass gut gemachte Foren Links recht gut funktionieren. Zumindest habe ich einige gut rankende Seiten entdeckt, welche einen Großteil Links von Foren haben. Auf jeden Fall (für mich) ein sehr spannendes Thema.

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  3. Anne

    Ich finde es ist ebenso wichtig, die Foren zu kennen, in welchen man die Backlinks einspeist. Gerade wenn man einfach Artikel postet oder Fragen, die einen Link zur Webseite enthalten, wird dies schnell enttarnt und von niemandem beachtet. Deswegen sollte man auf jeden Fall die Menschen in den Foren kennenlernen, sich mit ihnen austauschen und eventuell zu einem passenden Zeitpunkt einen Link schicken, der den Teilnehmern hilft. Also Mehrwert schaffen heißt die Devise.

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    1. Stefanie P.

      Forenbacklinks stehe ich eher skeptisch gegenüber: Meist sind die Foren, die überhaupt etwas Linkbuilding zulassen, reine Spam-Link-Farmen. Mehrwert des Backlinks? Geht gegen Null.

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