Display Advertising

Die Online-Marketing-Ausgaben sind 2013 um 32 Prozent gestiegen

Online Werbung machte in 2013 nur 4,5 Prozent der Werbeausgaben aus. Dennoch: Das Jahr war ein voller Erfolg für die Online-Branche.

Image courtesy of renjith krishnan FreeDigitalPhotos.net

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Überblick – Fernsehwerbung ganz vorne

Wo steht die Werbewelt gerade? Das Marktforschungsunternehmen nielsen hat in einer neu herausgegebenen Erhebung versucht, genau dies auf den Punkt zu bringen. Dabei werden die Werbeausgaben 2013 pro Kanal miteinander verglichen. Größter Ausgabenblock ist dabei mit etwa 58 Prozent das Fernsehen. Rund 19 Prozent des gesamten Budgets wurde für die Werbeanzeigen in Zeitungen (Nachrichten) aufgewendet. Auf dem dritten Platz liegt mit rund zehn Prozent ein weiteres Printmedium: Magazine. Ebenfalls ein eher klassisches Medium belegt auch den vierten Platz – so flossen rund fünf Prozent des Budgets in Radiowerbung. Zu den eher kleinen Bereichen gehört – neben Outdoor (Plakate etc.) mit etwa vier Prozent und Kinowerbung mit 0,3 Prozent – das für uns relevante Segment Internet. Rund 4,5 Prozent der Werbeausgaben flossen in Display, SEA, Affiliate & Co.

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Durchaus fraglich ist dabei die Zuordnung der einzelnen Teildisziplinen im Online Marketing zum entsprechenden Budget als Werbeausgabe: So ist das Pflegen eines Social Media Kanals für einige Unternehmen sicherlich klassische Werbung, für andere Unternehmen dagegen eine Tätigkeit, die möglicherweise im PR-Bereich angesiedelt wird und damit nicht zwangsläufig in den Werbeausgaben aufgeführt werden muss. Zusätzlich sagen die Ausgaben für einen Kanal noch nichts über dessen Effektivität aus. Diese ist online deutlich genauer festzustellen als etwa bei Fernseh- oder Kinowerbung und ist deutlich Performance-getriebener.

Unabhängig von den genauen Zahlen und Einzelheiten wird aus der Erhebung, über die Techcrunch berichtet, deutlich, wie stark der TV-Kanal noch immer ist. Selbst die Ausgaben für klassische Anzeigen in Zeitungen sind mit einem Fünftel Budgetanteil gewaltig, vergleicht man sie mit dem Zwanzigstel, das für Onlinewerbung ausgegeben wird.

Veränderung – Onlinemarketing rapide gewachsen

Interessanter als der Status Quo – gerade in einem, verglichen mit dem Radio, jungen Kanal wie dem Online Marketing ist der Blick auf die Veränderung: Während die Kanäle Radio, Zeitungen, Magazine und Kino mit -0,7 Prozent bis -2,2 Prozent sogar leicht verloren und Outdoor und Fernsehen mit 5,1 beziehungsweise 4,3 Prozent auch nur gering zulegen, explodierten 2013 die Ausgaben im Bereich Online Marketing geradezu: Nielsen verzeichnet hier ein Wachstum von 32,4 Prozent!

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Dieses rapide Wachstum  dürfte sich in den kommenden Jahren in ähnlicher Form fortsetzen. Passend zur Entwicklung findet auch 2014 wieder die d3con als erste und größte deutsche Konferenz zum Thema Data Driven Display Advertising in Hamburg statt. Das Thema der datengetriebenen Optimierung von Online-Marketing-Maßnahmen vor dem Hintergrund steigender Datenmengen und einem höheren Bewusstsein für Datenschutz gehört zu den größten Herausforderung der kommende Jahre.

Wie haben sich eure Budgets für Online-Marketing-Maßnahmen verändert? Seht ihr eine ähnliche Entwicklung oder werden Innovationen wie Smart-TV (Stichwort: T-Commerce) die Werbewelt in den kommenden Jahren nochmals umkrempeln?

Über Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe

Atilla Wohllebe berichtet für OnlineMarketing.de über aktuelle Entwicklungen der Branche mit Fokus auf Webanalyse, SEO und Datenschutz. Parallel zu seinem Studium zum Master of Science in E-Commerce an der FH Wedel ist er im Bereich E-Mail Marketing Consulting tätig.

Ein Gedanke zu „Die Online-Marketing-Ausgaben sind 2013 um 32 Prozent gestiegen

  1. tom

    rapides wachstum ist das schon – aber von nach wie vor niedrigem niveau. viele unternehmen verstehen noch nicht, welchen großen einfluß gute onlinekampagnen haben können.

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