SEO - Suchmaschinenoptimierung

An ihnen führt kein Weg vorbei: 8 unverzichtbare SEO-Onpage-Tipps

Onpage-Optimierung will gelernt sein. Mit diesen Tools und Tipps zu einem besseren Ranking – die Spitze der SERPs lautet das Ziel.

© spuno - Fotolia.com

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Was kann man tun, um seine Onpage-SEO-Elemente zu verbessern? Viele denken dabei an bessere Überschriften, passendere Keywords oder die richtigen Tags. Sicher sind das alles grundlegende Maßnahmen, um euer Ranking zu verbessern – doch eben nicht alle.

Der SEO-Fachmann Ben Ohren vom Search Engine Journal hat acht essentielle Tipps herausgearbeitet und ist tiefer ins Detail gegangen.

Entwickele eine interne Linkstruktur

Verlinke deine Unterseiten! Dieser Schritt ist äußerst wichtig, damit der Google Crawler deine Seite als relevant ansieht. Websites, die keine interne Linkstruktur aufweisen, werden vorerst automatisch als nicht relevant eingestuft.

Verlinke deshalb deine Unterseiten miteinander, zum Beispiel deine „Über uns“- oder „Kontakt“-Seiten. Wenn du einen Blog hast, dann beginne damit, 20-30 Posts zu relevanten, wichtigen Seiten deiner Website zu verlinken. Übertreiben solltest du hiermit allerdings auch nicht. Deine Linkstruktur sollte eindeutig und gut gemischt sein. Achte darauf, dass in ihr sowohl die Hauptzweige deiner Seite, neue und alte Seiten sowie indexierte Pages zu finden sind.

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Dein Content sollte von hoher Qualität sein – Qualität zählt im Netz oft mehr als Quantität. Dies gilt insbesondere für die interne Verlinkung. Außerdem ist es wichtig, dass du bei den Links die richtigen Angaben – den passenden Anker – verwendest. Ein Artikel mit dem Namen „Die beste Handcreme“ sollte zum Beispiel nicht unter „Fußball – die 10 schönsten Tore in 2014“ verlinkt werden. „Klicke hier“ oder „Folge diesem Link“ sind Ausdrücke, die generell immer gut funktionieren und die du – wenn es passt – auch gerne verwenden darfst. Allerdings solltest du sie auch nicht zu oft gebrauchen, denn das kann den Google-Algorithmus verwirren. Passende Umschreibungen für den Anker sind die bessere Wahl.

Um eine richtig starke Linkstruktur aufzubauen, empfiehlt es sich, die stärksten Seiten mit deinen wichtigsten Unterseiten zu verlinken. Dazu eignet sich laut Ohren beispielsweise ScrapeBox: Tippe ganz einfach die URL deiner Seite ein und klicke dann auf „Start Harvesting“. Hier ein Beispiel:

Quelle: Searchengineland

Quelle: Search Engine Journal

Als nächstes wird die Stärke und die Popularität gecheckt. Jeweils in zwei Schritten.

1. Klicke zunächst auf „Check PageRank“ (PR) und exportiere dann die Daten:

Quelle: Searchengineland

Quelle: Search Engine Journal

2. Überprüfe die Relevanz in den sozialen Netzwerken, indem du auf „ScrapeBox Social Checker“ klickst und anschließend die entsprechenden Daten exportierst:

Quelle: Searchengineland

Quelle: Search Engine Journal

Nun kannst du in Ruhe deine stärksten Seiten sortieren und dementsprechend deine wichtigsten Unterseiten darin verlinken. Ben Ohrens Tabelle sieht zum Beispiel wie folgt aus:

Quelle: Searchengineland

Quelle: Search Engine Journal

Verwirrende und veraltete Dateien entfernen

Dieser Schritt wird meist unbeachtet gelassen. Doch dabei soltest du diesen absolut ernstnehmen, denn veraltete Dateien auf deiner Seite können für ein schlechteres Ranking sorgen. Schließlich crawlt der Googlebot deine Seite nur wenige Sekunden. Wenn er dann irrelevante Inhalte entdeckt, hast du Pech gehabt und bekommst ein schlechteres Ranking.

Lege dir also einen Ordner namens „junk files“ oder „old files“ zu. Darein gehören zum Beispiel: Backup Directories, Bilder, Videos, Musik, Temoporary Files oder unterschiedliche Datei-Versionen. Dafür eignet sich das Tool xenu link sleuth. Mit diesem Vorgang stellst du sicher, dass der Googlebot auch wirklich deine relevanten Inhalte erkennt.

Vermeide Duplicate Content

Copy und Paste? Duplicate Content ist einer der SEO-Killer, dem es unbedingt aus dem Weg zu gehen geht. Ben Ohren hat für einige Problemfälle Lösungen vorgestellt:

1. Beispiel: Du hast deine URL in mehreren Formen geschrieben, alle führen aber zu ein und der selben Seite:

Quelle: Searchengineland

Quelle: Search Engine Journal

Die Lösung: Füge zunächst die folgenden Dinge in deine htaccess ein (ersetze „domain“ mit dem Namen deiner Seite und „html“ durch „php“):











RewriteEngine On

RewriteCond %{THE_REQUEST} ^[A-Z] 

{3,9}\ /index\.php

RewriteRule ^index\.php$ / [L,R=301] 



RewriteCond %{HTTP_HOST} ^www\.domain\.com$ [NC] 



RewriteRule ^(.*)$ http://domain.com/$1 [L,R=301] 

Definiere anschließend eine Präferenz für die Adresse in den Google Webmaster Tools:

Quelle: Searchengineland

Quelle: Search Engine Journal

Beispiel 2: Du hast eine sichere und reguläre Version „http/https“

Lösung: Wenn du von deiner http- auf die sichere https-Seite wechseln möchtest, dann schreibe Folgendes in deine ftaccess und ersetze „domain“ mit dem Namen deiner Seite:









RewriteEngine on

RewriteCond %{SERVER_PORT} !^443$

RewriteRule ^(.*)$ http://www.domain.com/$1 [NC,R=301,L] 

Beispiel 3: Du hast die selben Titel oder Seitenbeschreibungen.

Lösung: Öffne Google Webmaster Tools und entferne die Duplikate:

Quelle: Searchengineland

Quelle: Search Engine Journal

Die Seitenladegeschwindigkeit

Die Seitenladegeschwindigkeit deiner Website sowohl auf dem Desktop als auch mobil ist ein wichtiger Ranking-Faktor. Ist sie zu langsam, sinkst du im Ranking. Dieser Faktor hat in den vergangenen Jahren sogar noch an Bedeutung gewonnen.

Um die Geschwindigkeit zu optimieren, solltest du die von Google vorgeschlagenen Tools verwenden. Dazu zählt zum Beispiel PageSpeed Insights. Dies ist ein Test, bei dem du im Idealfall auf eine Ladegeschwindigkeit von 70 kommen solltest:

Quelle: Searchengineland

Quelle: Search Engine Journal

Nach dem Test werden dir Vorschläge gemacht, wie du deine Geschwindigkeit optimieren kannst. GTmetrix gibt dir noch einen besseren Überblick über die Möglichkeiten. Für eine Real-Time-Analyse kannst du zudem folgendes Plugin in deinem Browser installieren: http://yslow.org.

Völlige Darlegung von möglichen böswilligen Eigenschaften und komplette Transparenz

Zeige Google, dass du einer von den Guten bist und dass du nichts zu verheimlichen hast. Jede blockierte File, die Google nicht crawlen kann, macht die Suchmaschine misstrauisch. Blockiere deshalb nicht deine JS und CSS Files in der robot.txt. Darauf legt Google großen Wert. Sei auch mit den Template Files vorsichtig.

Sperre Google außerdem nicht davon aus, deine Bilder zu betrachten und lege deine Verzeichnisse frei. Auch dein RSS Feed sollte frei zugänglich sein. Zudem empfiehlt es sich, einmal im Monat zu überprüfen, welche Keywords deiner Seite schließlich Traffic gebracht haben. Dies kannst du in den Google Webmaster Tools unter „Search Traffic“ überprüfen. Stelle sicher, dass dir nur Keywords, die auch wirklich zu deiner Seite passen, Traffic einbringen:

Quelle: Searchengineland

Quelle: Search Engine Journal

Gebrochene Links und das Recyclen von verlorengegangenen URLs

Links, die zu nichts führen, verschlechtern nicht nur die User Experience, sondern auch dein Ranking. Es gibt zwei Schritte, die du durchführen musst, um dieses Problem zu beheben. Führe zunächst mit Xenu (s. oben) einen Test durch und filter alle schlechten Links heraus. Danach kannst du in den Google Webmaster Tools diese Links „reparieren“ und die Daten in eine CSV-Datei exportieren:

Quelle: Searchengineland

Quelle: Search Engine Journal

Verbessere Fehler und entferne überflüssige Codes

Jede Seite, die bereits seit ein paar Jahren im Netz ist, verfügt über unnötige Codes. Diese machen deine Seite instabil und ineffizient. Sie zeigen Google, dass die Seite weder aktuell, noch gut geführt ist. Um dieses Problem aus der Welt zu schaffen, musst du zunächst entweder mit http://validator.w3.org/ oder mit http://jigsaw.w3.org/css-validator die Fehler verbessern. Anschließend die überflüssigen Codes beseitigen. Ben Ohren rät:

  • Remove unused tracking codes such as duplicate Analytics/WMT codes
  • Remove any codes that aren’t used (commented out)
  • Remove any and all codes you’re positive aren’t in use
  • Remove your meta-keywords tag
  • Remove unused comments (do not remove comments that help make sense of the changes in the code)

Notwendige Keywords

Inhaltsarme Landing Pages sowie Seiten mit einer fragwürdigen Struktur ranken generell immer schlecht. Das Ziel muss es sein, den Inhalt relevant darzustellen, sodass der User einen Nutzen daraus ziehen kann. Dazu musst du den Content mit den richtigen Keywords verbinden:

Quelle: Searchengineland

Quelle: Search Engine Journal

Für jedes Keyword, das du benutzen möchtest, solltest du einige Synonyme und vergleichbare Schlagworte hinzufügen. Diese können von Google wiedergefunden werden. Das kannst du am einfachsten mit diesem Tool tun.

Konnten euch die On-Page-SEO-Tipps weiterhelfen? Welche habt ihr noch auf Lager? Wir freuen uns über jeden Kommentar!

Quelle: Search Engine Journal

Über Heiko Sellin

Heiko Sellin

Heiko Sellin hat an der Hochschule Mittweida seinen Bachelor in Sportjournalistik und -management absolviert. Bevor er zu OnlineMarketing.de gestoßen ist, war er für das Hamburger Abendblatt als freier Mitarbeiter tätig und hospitierte beim NDR-Fernsehen und Sport1.

6 Gedanken zu „An ihnen führt kein Weg vorbei: 8 unverzichtbare SEO-Onpage-Tipps

  1. Michael

    Die ScrapeBox würde ich nicht verwenden, da der PageRank (PR) von Google seit längerem nicht mehr aktualisiert wird. Ansonsten sind die oben aufgeführten Punkte tatsächlich die „Low Hanging Fruits“ um eine Seite SEOtechnisch auf Vordermann zu bringen.

    Antworten

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