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„Da fehlen einfach die Emotionen!“ – Gemischte Gefühle zur DMEXCO@home 2020
© Koelnmesse

„Da fehlen einfach die Emotionen!“ – Gemischte Gefühle zur DMEXCO@home 2020

Niklas Lewanczik | 28.09.20

Die DMEXCO musste 2020 erstmals rein digital stattfinden. Während das Potentiale zur digitalen Entwicklung gefördert haben mag, wurde aufgrund der Einschränkungen auch Kritik laut. Wir haben Stimmen gesammelt.

Über 160 Stunden Konferenzprogramm kamen für die DMEXCO@home zusammen. Erstmals musste die große Messe- und Konferenzveranstaltung komplett digital stattfinden. Das hatte Auswirkungen auf die Zahl der Teilnehmenden. Waren 2019 offiziell noch über 40.000 Besucherinnen und Besucher beim Event gewesen, konnte die DMEXCO@home 2020 immerhin mehr als 20.000 Menschen anlocken. Über 800 Speaker wie David Fischer, Chief Revenue Officer bei Facebook, Alicia Tillman, Chief Marketing Officer bei SAP, Alexander Birken, CEO der Otto Group, oder Jason Spero, VP Perfomance Media bei Google, kamen virtuell zur Konferenz. Gerade für Aussteller und Mitarbeitende, die den physischen Kontakt zu potentieller Kundschaft suchen, war dieses Eventjahr jedoch schwierig. Matthias Wahl, Präsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), der ideeller und fachlicher Träger der DMEXCO ist, erklärte entsprechend:

Der BVDW dankt allen Besuchern, Ausstellern, Partnern und der Koelnmesse dafür, dass diese digitale DMEXCO@home möglich werden konnte. Meine Hochachtung an alle: Die Planbarkeit in diesem Jahr war extrem schwierig. Es verdient Respekt, sich auf dieses neue digitale Messeformat einzulassen. Das ist ein Vertrauensvorschuss, für den wir dankbar sind. Denn Attitude matters.

So wurde die digitale Kommunikation während der ganz besonderen DMEXCO zum wichtigsten Business- und Networking-Faktor. Über 60.000 Nachrichten wurden auf der DMEXCO@home-Plattform bereits am ersten Tag des Events verschickt. Oliver Frese, COO der Koelnmesse, zieht das Fazit:

Für uns ist die digitale Community der DMEXCO ein absoluter Glücksgriff. Gemeinsam haben wir in kürzester Zeit mit der DMEXCO@home eine Plattform entwickelt, die im internationalen Messewesen Maßstäbe setzen wird. Die nächste DMEXCO findet dann 2021 hoffentlich wieder als physisches UND digitales Event statt.

Das eigene Fazit der DMEXCO-Macher insgesamt lautet: „Sie ist gelungen – und natürlich können wir sie noch besser machen.“ Wir liefern im Nachgang drei Branchenstimmen zum Event, die Vor- und Nachteile der Veranstaltung anführen.

Stimmen zu DMEXCO@home 2020

Maximilian Weigel, Managing Director Germany Verizon Media

Wie alle anderen Aussteller und Besucher wussten wir natürlich auch nicht, wie die digitale DMEXCO angenommen wird und wie die Umsetzung tatsächlich funktioniert, wir sind aber als Top Sponsor aufgetreten, weil wir als Unternehmen, das in eine digitale Zukunft investiert, in der sich virtuelle Events zusätzlich zu physischen Events etablieren und noch besser und größer werden, an das Konzept glauben und auch unsere Neuheiten und Insights präsentieren wollten. Es ist eine enorme Herausforderung, innerhalb so kurzer Zeit eine digitale Plattform auf die Beine zu stellen, die möglichst alle Bestandteile der Messe, wie Networking, Masterclasses etc. berücksichtigt. Natürlich gab es an der ein oder anderen Stelle technische Probleme und Tücken und hier und da Kommunikationsprobleme, aber insgesamt betrachtet sind wir mit dem Verlauf zufrieden. Wir freuen uns auf eine hoffentlich hybride DMEXCO 2021, die das Beste aus menschlicher Interaktion und technologischen Möglichkeiten zusammenbringt.

Michael Diestelberg, VP Product & Marketing, Mapp

Auf den ersten Blick war die DMEXCO@home für uns sehr erfolgreich. Das Event hat bewiesen, dass virtuelle Messen funktionieren und eine sehr gute Alternative darstellen – wegen Covid-19, aber auch langfristig. Für unsere Masterclasses haben sich mehrere Hundert Interessenten angemeldet und wir haben viel positives Feedback erhalten. Besonders gefreut hat uns die große Resonanz auf unsere erstmals vorgestellte Experten-Community ‚Improve Your Marketing‘ mit Tipps und Best Practices für ein optimiertes Marketing. Zugleich hat die DMEXCO@home gezeigt, dass Customer Obsession und Insight-getriebenes Marketing unerlässlich sind. Mit Forrester als Gastredner haben wir maßgeblich zur Diskussion beigetragen. Ich bin gespannt, wie nachhaltig sich die durch das Event angestoßenen Kontakte erweisen werden.


Frank Bachér, Geschäftsführer Digitale Medien, RMS

Ich finde es sehr konsequent, dass die DMEXCO als digitale Marketing Expo die Vorreiterrolle in der Digitalisierung von Messen einnimmt. Aus Ausstellersicht haben sie dafür in sehr kurzer Zeit eine vielseitige Plattform geschaffen. Optimierungspotential sehe ich bei der Auffindbarkeit des umfangreichen Angebots. Viele spannende Angebote sind jenseits der großen Bühnen untergegangen. Hier wünsche ich mir für das nächste Mal mehr Sichtbarkeit. Persönlich muss ich mich erst noch an das digitale Format gewöhnen. Es ist schon anders, sich auf einem digitalen Messestand zu treffen, ohne sich gegenseitig in die Augen zu schauen oder auf einem Panel zu sitzen und kein Gefühl für das Publikum zu haben. Da fehlen einfach die Emotionen!

Die Meinungen darüber, wie gelungen die DMEXCO@home war und ob eine ähnliche Veranstaltungsform im kommenden Jahr vielversrechend ist, gehen in der Branche auseinander. Wie hast du das rein digitale Event wahrgenommen?

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