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Facebook und Twitter wollen Posts entfernen, die Trump den Tod wünschen
Screenshot/Twitter

Facebook und Twitter wollen Posts entfernen, die Trump den Tod wünschen

Nadine von Piechowski | 05.10.20

Trump hat sich mit Covid-19 infiziert. Auf Facebook und Twitter wünschen ihm einige User den Tod. Die sozialen Netzwerke wollen nun derartige Posts entfernen.

Als Trump über Twitter verkündete, dass er und seine Frau Melania mit Corona infiziert seien, dauerte es nicht lange, bis die ersten User darauf reagierten. Dass Nutzende nicht nur Memes und Genesungswünsche absetzten, scheint sowohl bei Twitter als auch bei Facebook angekommen zu sein. Denn nach der Bekanntgabe der Erkrankung ermahnten beide Plattformen die User. Posts, in denen Menschen der Tod gewünscht wird, wollen die sozialen Netzwerke rigoros entfernen. Dabei sei es egal, ob es sich hier um das Staatsoberhaupt handele oder nicht. In einem Tweet der Facebook-Sprecherin Liz Bourgeois heißt es:

To be clear, Facebook is removing death threats or content targeted directly at the president that wishes him death, including comments on his posts or his page – in addition to content tagging him.

Des Weiteren sagte ein anderer Sprecher des Social-Media-Konzerns gegenüber dem Online-Portal CNET, dass derartige Posts gegen die Richtlinien der Plattform verstoßen würden. Auch Twitter bezog klar Stellung. Der Kurznachrichtendienst tweetete, dass kein Content, der den Tod von irgendeiner Person herbeiwünscht, auf der Plattform bestehen bleiben wird.

Trump infiziert sich mit Corona – behandeln ihn die sozialen Netzwerken deswegen bevorzugt?

Dass die sozialen Netzwerke auf die Todeswünsche an Trump aufgrund seiner Infektion mit Corona so schnell regierten, stößt nicht überall auf positive Reaktionen. Denn sowohl Twitter als auch Facebook standen in der Vergangenheit mehrfach in der Kritik, weil sie nicht zügig gegen problematischen Content vorgingen. So antwortete die US-Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez mit einer kritischen Nachfrage auf Twitters Post:

Vor allen Dingen weibliche Personen, die in der Öffentlichkeit stehen oder politisch aktiv sind, haben es immer wieder mit Todesdrohungen über die sozialen Netzwerke zu tun. Auch Rashida Harbi Tlaib, US-amerikanische Aktivistin und demokratische Politikerin im Bundesstaat Michigan, reagiert verärgert. Twitter hätte Todesdrohungen, die an sie gerichtet waren, nicht mit derartiger Sorgfalt behandelt oder entfernt.

Twitter gab zu, dass es eine Ungleichbehandlung von Usern in diesem Kontext gab. Dies soll sich künftig aber ändern. Auf dem offiziellen Twitter Account heißt es:

Facebook äußerte sich bisher nicht offiziell zu den Vorwürfen.


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