Wi-Spy: Google kommt mit 13 Millionen US-Dollar Strafe davon

Der als Wi-Spy bekannt gewordene Datenskandal um Google und der folgende Prozess finden in einer Zahlung von 13 Millionen US-Dollar einen Abschluss.

© Google Maps

Google scheint in einem Verfahren, das das Unternehmen sehr teuer hätte zu stehen kommen können, glimpflich davonzukommen. Wie Bloomberg berichtet, wird das Verfahren in dem als Wi-Spy bekannten Skandalfall von 2010 nun mit der Zahlung von 13 Millionen US-Dollar ad acta gelegt. Bei über 36 Milliarden US-Dollar Umsatz im ersten Quartal 2019 ist das eine geringe Summe. Denn immerhin hatte Wi-Spy als ein extremer Datenskandal gegolten. Seit 2010 wurde darüber verhandelt. Vorgeworfen wurde Google, dass beim Mapping für Google Street View neben Location-Daten auch unverschlüsselte persönliche Daten aus den WiFi-Netzwerken gezogen worden waren. So hatte Google ohne die Einwilligung dieser Menschen eine Masse an persönlichen Daten gewonnen.

Nun hat Google zugestimmt, die so erhaltenen Daten, sollten sie noch vorhanden sein, zu zerstören und die 13 Millionen US-Dollar für einen Vergleich zu zahlen. Das Geld geht dabei an Rechtsvertreter und nur die Einzelpersonen, die an der Klage beteiligt waren. Zudem sei es nach Angaben der Anwälte ohnehin schwer, alle betroffenen Personen fast zehn Jahre später anhand der Datenschnipsel noch zu identifizieren.

So hat Google für eine recht schwerwiegende Nachlässigkeit im Bereich des Datenschutzes nun nur eine kleine Entschädigung zu zahlen. Die Anwälte der Anklage gaben sich dem Vernehmen nach aber auch damit zufrieden, da noch immer die Gefahr bestand, dass Google in diesem Fall hätte gewinnen können. Google selbst gab keinen Kommentar dazu ab. Der Richter in San Francisco muss dem Vergleich noch zustimmen, was Formsache sein dürfte.

Verfahren um Wi-Spy gegen Google kommt zu gütlichem Ende: 13 Millionen US-Dollar Zahlung

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.