Weniger Veschwörungsvideos: YouTube arbeitet an Empfehlungen

YouTube überarbeitet erneut die Empfehlungen für Viewer und verspricht weniger Fehlinformation und Verschwörung – wie etwa zu 9/11 – nahezulegen.

Empfohlene Videos bei YouTube, Screenshot YouTube

YouTube hat bekannt gegeben, dass die Empfehlungen von Videos für Viewer weiter optimiert werden sollen. Man hatte diese beispielsweise in der Vergangenheit bereits insofern verbessert, dass Clickbait Videos hierbei reduziert und zu viele ähnliche Vorschläge durch eine größere Themenbandbreite verringert wurden. Über 200 Millionen Videos werden allein auf der Homepage jeden Tag systematisch weiterempfohlen.

Verschwörungstheorien und falsche Informationen werden nicht mehr empfohlen

Dieses System erhält nun ein weiteres Update. YouTube wird Videos, die zwar die Richtlinien nicht direkt verletzen, aber dennoch fragwürdig sind, nicht mehr empfehlen. Demnach wird wörtlich „Borderline Content“ nicht an den User herangetragen. Dazu zählen Videos mit Verschwörungstheorien zu 9/11 oder mit als falsch erkannten Behauptungen wie jener, dass die Erde eine Scheibe wäre. Auch wundersame Heilungen bei Krankheiten und ähnliches sollen dem Viewer nicht weiterempfohlen werden.

Obwohl weniger als ein Prozent des Contents betroffen sein wird, soll dies eine bessere Erfahrung auf der Videoplattform ermöglichen. Dabei werden die betreffenden Videos nicht gesperrt, sondern bloß aus der systematischen Empfehlung entfernt. So möchte YouTube die Balance zwischen freier Meinungsäußerung und einer Verantwortung gegenüber den Nutzern wahren. Das Update basiert auf Machine Learning-Prozessen sowie auf der Unterstützung durch menschliche Experten. Es wird zunächst nur einen Teil der Inhalte in den USA betreffen und in der Folge auch in anderen Ländern ausgerollt.

Empfehlungen und Suchergebnisse bei YouTube lassen sich jedoch auch vom Nutzer selbst verwalten.

YouTube überarbeitet seine Empfehlungen

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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