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Unternehmensnews
TikTok: Mitarbeiter will die US-Regierung verklagen
© Solen Feyissa - Unsplash

TikTok: Mitarbeiter will die US-Regierung verklagen

Nadine von Piechowski | 17.08.20

Neben dem drohenden Verbot und den Verhandlungen mit Microsoft und Co. plant nun ein Mitarbeiter, die US-Regierung zu verklagen.

Die Online-Plattform Protocol berichtet, dass sich ein TikTok-Mitarbeitender aus den USA dazu entschlossen hat, gegen die US-Regierung zu klagen. Genauer gesagt, gegen die Verfügung, die Donald Trump erließ. Hierin legt das Staatsoberhaupt fest, dass die chinesische Kurzvideo-App entweder bis zum 15. September an ein US-amerikanisches Unternehmen verkauft werden müsse oder sie würde in den Vereinigten Saaten verboten werden. Nachdem sich in der China Daily die chinesische Regierung über diesen Erlass empörte, scheinen nun auch die Mitarbeitenden der App in den USA, öffentlich an Trumps Beschluss Kritik zu üben. Protocol schreibt:

On Tuesday night, [TikTok employee Patrick] Ryan launched a GoFundMe campaign to raise money for a legal battle over the Trump administration’s recent executive order, which prohibits ‚any transaction by any person‘ with TikTok owner ByteDance beginning Sept. 20. Ryan, who describes himself as a ‚recovering lawyer‘, argues that such an order would prohibit his employer from paying him and more than 1,400 other TikTok U.S. employees, thereby violating his constitutional right to due process.

Da die Verordnung von Trump Bytedance – das Unternehmen hinter TikTok – davon abhalten würde, ihn nach Ablauf der Frist zu bezahlen, sei Trumps Erlass verfassungswidrig. Viele Juristen bezweifeln, dass Ryan mit diesem Argument einen Rechtsstreit gewinnen kann. Besonders weil Trump sich auf den International Emergency Economic Powers Act beruft, der nahezu alle Maßnahmen zur Festigung nationaler Sicherheit erlaubt.

TikTok-Mitarbeiter will US-Regierung verklagen