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Einladungs-Links zu dubiosen privaten WhatsApp-Gruppen bei Suchmaschinen indexiert
© LoboStudioHamburg - Pixabay

Einladungs-Links zu dubiosen privaten WhatsApp-Gruppen bei Suchmaschinen indexiert

Niklas Lewanczik | 24.02.20

Die in den SERPs angezeigten Links wiesen Einladungen zu – mitunter unangemessenen – WhatsApp-Gruppen auf. Ein öffentliches Teilen des Links machte die Indexierung möglich. Inzwischen sind diverse Ergebnisse aus den Suchergebnissen verschwunden.

Verschiedene Suchmaschinen, darunter Google, DuckDuckGo oder Bing, haben seit einiger Zeit Links mit Einladungen zu privaten WhatsApp-Gruppen indexiert. Möglich war das, da WhatsApp User diese Links außerhalb der Gruppe und öffentlich teilten. Der Journalist Jordan Wildon hatte eine Häufung der Ergebnisse zu derlei Einladungen in den SERPs von Suchmaschinen entdeckt und diese Entdeckung via Twitter geteilt.

Einladungen zu höchst fragwürdigen und illegalen Gruppen tauchten auf

Bei seiner Recherche fand Wildon in den SERPs Einladungen zu privaten WhatsApp-Gruppen im Bereich der Kinderpornografie, aber auch im Kontext von Alt-Right-Gruppierungen oder Anti-Regierungsgruppen. Der Twitter User HackrzVijay hatte das Problem bereits an Facebook gemeldet und zur Antwort erhalten, dass es Gruppen-Admins freistehe, Links öffentlich zu teilen. Wenn sie jedoch bei Suchmaschinen auftauchen, hätten sie die Option, diese Einladungs-Links zu disqualifizieren. 

Google und andere Suchmaschinen indexieren automatisch entsprechende Inhalte, die öffentlich zugänglich sind, wie Danny Sullivan von Google SearchLiaison bekanntgab.

Das Problem liegt eher bei WhatsApp selbst. Allerdings gibt es bei Google beispielsweise Tools, die das Blockieren von Content für die Suche ermöglichen. Verantwortliche bei WhatsApp scheinen sich inzwischen des Problems angenommen zu haben, da bei Google bereits zahlreiche indexierte Einladungs-Links entfernt worden sind. Bei anderen Suchmaschinen wie DuckDuckGo sind aber noch entsprechende Links zu finden.

Die Administratoren von WhatsApp-Gruppen sollten künftig darüber nachdenken, ob sie ihre Einladungs-Links öffentlich teilen, wenn es dazu führen kann, dass sie bei Suchmaschinen indexiert werden. Die Suchmaschinenbetreiber wiederum sollten ebenfalls auf Meldungen von Usern achten, die fragwürdige Gruppen unter diesen indexierten Einladungs-Links entdecken. Denn in den SERPs sollten keine solche Einladungen zu illegalen Gruppen auftauchen.

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