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Snapchat investiert in Brain Computer Interface Startup für künftige AR-Brillen

Snapchat investiert in Brain Computer Interface Startup für künftige AR-Brillen

Larissa Ceccio | 25.03.22

NextMind hat ein Stirnband entwickelt, mit dem virtuelle Objekte mit Gedanken gesteuert werden können und Snapchat hat investiert.

„Nicht-invasive Gehirn-Computer-Schnittstelle“: Ein Begriff, der durchaus unangenehme Szenarien aus der Serie Black Mirror hervorrufen kann. Aber diese Technologie könnte schon in naher Zukunft die digitale Welt maßgeblich verändern. Snapchat verkündete zuletzt, dass es das Neurotech-Unternehmen NextMind übernommen hat, um langfristige Forschungsbemühungen im Bereich Augmented Reality auszubauen.

Wie funktioniert die Technologie hinter NextMind?

Die Idee hinter dieser Technologie: Diese neue Art von Produkten soll zukünftig, ähnlich wie Smartphones, die interaktiven Möglichkeiten maßgeblich verändern. Aber wie steuert man Smart Glasses mit einem Bildschirm, den man nicht berühren kann?

Mit einer bestimmten Art von Signalen werden hier Informationen direkt vom visuellen Kortex über Elektrosensoren auf dem Kopf verfolgt. Auch wenn sich einige damit nicht wohl fühlen, könnte dies die Zukunft sein.

„Nicht-invasive Gehirn-Computer-Schnittstelle“: Ein Begriff der auch Unbehagen hervorruft

Tech-Unternehmen werden sich wahrscheinlich dennoch passende Kommunikationsstrategien überlegen (müssen), um viele Menschen, entgegen des Instinkts, das Gehirn um jeden Preis zu schützen, von dieser Innovation überzeugen zu können. Snapchat erklärt:

Before joining Snap, NextMind developed non-invasive brain computer interface (BCI) technology in order to enable easier hands-free interaction using electronic devices, including computers and AR/VR wearables and headsets. This technology monitors neural activity to understand your intent when interacting with a computing interface, allowing you to push a virtual button simply by focusing on it.

Damit stellt der Instant-Messaging-Dienst klar, dass die Technologie von NextMind keine „Gedanken lesen“ oder „Signale an das Gehirn“ senden kann. Snapchat reagiert damit auf die Sorge einiger Menschen, dass Technologieunternehmen buchstäblich direkte Verbindungen zum menschlichen Gehirn vollziehen werden.

Doch auch die Frage nach der Langzeitwirkung steht im (digitalen) Raum: Wenn Menschen sich nicht mehr bewegen müssen, um Dinge zu erledigen; enden wir dann wirklich wie die Leute in dem Film Wall-E? Als übergewichtige Wesen in automatisch fahrenden Stühlen, die mit einem Bildschirm ausgestattet sind? So weit weg wie zum Release-Zeitpunkt des Films im Jahr 2008 sind wir schon jetzt gar nicht von dieser Version Mensch.

Sind Augmented-Reality-Brillen die Zukunft?

Snapchat ist nicht das einzige große Tech-Unternehmen, das sich für Gehirn-Computer-Schnittstellen wie NextMind interessiert. Auch Meta, Apple und Co. wollen zukünftig Augmented-Reality-Brillen auf den Markt bringen. Meta beispielsweise arbeitet bereits seit 2017 an einer Gehirn-zu-Bildschirm-Interaktion, obwohl der Tech-Konzern das Projekt, digital Gedanken lesen zu können, im letzten Jahr einstellt hatte, um handgelenkbasierte Geräte entwickeln zu können. Diese Technologie könnte auf natürlichere Art und Weise dazu dienen, AR- und VR-Umgebungen zu navigieren. Meta investierte im Jahr 2019 in STR-Labs, um dieses Element entwickeln zu können.

Wer ist NextMind?

Wenn du neugierig auf NextMind bist, findest du hier ein Video von Kouider, der die Idee im Jahr 2019 enthüllt:

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