Salesforce stoppt Zusammenarbeit mit Retailern, die halbautomatische Waffen verkaufen

Der CRM- und Cloud Computing-Experte Salesforce stoppt Kundenbeziehungen, wenn diese halbautomatische Waffen vertreiben. Das setzt ein Ausrufezeichen.

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Die E-Commerce-Technologie von Salesforce darf künftig von Kunden nicht mehr genutzt werden, um automatische oder halbautomatische Waffen zu verkaufen. Das wurde durch einen Bericht in der Washington Post bekannt, der auf die Entscheidung aus dem April aufmerksam macht. Weiterhin ist der Verkauf von 3D-gedruckten Waffen sowie Magazinen und Abzugsystemen, die eine Schnellfeuerfunktion ermöglichen, verboten. Gegenüber The Verge bestätigte ein Salesforce-Sprecher:

After carefully reviewing similar policies in the industry and discussing with internal and external stakeholders, we updated our policy. The change affects new customers and a small number of existing customers when their current contracts expire.

Mindestens ein Retailer, Camping World, muss entweder seine Produktpalette, die über Salesforce-Technologie verkauft wird, ändern oder diese Technologie wird ihm nicht mehr zur Verfügung stehen. Gerade in den USA wird die Verkündung der Richtlinien nicht nur auf Zuspruch stoßen, wie Mark Olivia, Sprecher der National Shooting Sports Foundation, in der Washington Post andeutet:

It is a very chilling effect when a company as large as Salesforce puts out a policy like this. A policy like this is not surprising from a company based in that part of the country.

Marc Benioff, CEO von Salesforce, ist jedoch in den sozialen Medien bereits durch eine Haltung aufgefallen, die den starken Waffenkonsum in den USA kritisiert.

Die neue Richtlinie stellt eine positive, weil friedliebendere Haltung dar und kann für andere Anbieter als gutes Beispiel dienen. Hier könnt ihr die neuen Bestimmungen nachlesen:

Worldwide, customers may not use a Service to transact online sales of any of the following firearms and/or related accessories to private citizens. Firearms: automatic firearms; semi-automatic firearms that have the capacity to accept a detachable magazine and any of the following: thumbhole stock, folding or telescoping stock, grenade launcher or flare launcher, flash or sound suppressor, forward pistol grip, pistol grip (in the case of a rifle) or second pistol grip (in the case of a pistol), barrel shroud; semi-automatic firearms with a fixed magazine that can accept more than 10 rounds; ghost guns; 3D printed guns; firearms without serial numbers; .50 BMG rifles; firearms that use .50 BMG ammunition. Firearm Parts: magazines capable of accepting more than 10 rounds; flash or sound suppressors; multi-burst trigger devices; grenade or rocket launchers; 80% or unfinished lower receivers; blueprints for ghost guns; blueprints for 3D printed guns; barrel shrouds; thumbhole stocks; threaded barrels capable of accepting a flash suppressor or sound suppressor.

Salesforce arbeitet nicht mehr mit Retailern zusammen, die halbautomatische Waffen und Co. verkaufen

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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