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Kartellbehörde ordnet Millionenstrafe für Google an
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Kartellbehörde ordnet Millionenstrafe für Google an

Caroline Immer | 08.06.21

Google muss eine Strafe von 220 Millionen Euro wegen der Bevorzugung eigener Dienste im Online-Werbemarkt zahlen. Dies ordnete die französische Kartellbehörde an. Der Tech-Riese akzeptierte die Strafe.

Google steht einmal mehr vor der Zahlung einer Strafe in Millionenhöhe, weil das Unternehmen seine Machtstellung ausgenutzt hat. Die französische Kartellbehörde Autorité de la concurrence ordnete ein Bußgeld von ganzen 220 Millionen Euro an, da der Tech-Konzern sich einen rechtswidrigen Vorteil im Online-Werbegeschäft geschaffen habe. Konkret habe Google seine eigenen Technologien, die unter der Marke Google Ad Manager angeboten werden, bevorzugt behandelt. Google-Kund:innen, so heißt es laut Beschwerde, wurde bei der Zuteilung von Werbeplätzen ein Vorteil eingeräumt, etwa indem diese über konkurrierende Gebote informiert wurden.

Verschiedene Verlagsgruppen, darunter der französische Figaro-Verlag und die News Corp des Medienunternehmers Rupert Murdoch, informierten das Kartellamt über ihre Bedenken. Sie beschuldigten Google dem Missbrauch seiner Marktposition. Das Unternehmen habe sich eine Monopolstellung geschaffen. Andere Unternehmen seien deutlich benachteiligt worden, wie Isabelle de Silva, Vorsitzende der französischen Wettbewerbsbehörde, erklärt:

Diese sehr schwerwiegenden Praktiken benachteiligten den Wettbewerb auf dem aufstrebenden Online-Werbemarkt und ermöglichten es Google, seine marktbeherrschende Stellung nicht nur zu erhalten, sondern noch auszubauen.

Google willigt ein, 220 Millionen Euro zu zahlen

Für die notwendigen Änderungen hat das Unternehmen mitunter bis zum ersten Quartal 2022 Zeit. Google akzeptierte die Strafe, und beteuerte, den Zugang zu Daten verbessern sowie die Flexibilität des Ad Managers erhöhen zu wollen:

Wir werden diese Änderungen in den kommenden Monaten testen und weiterentwickeln, bevor wir sie auf breiterer Basis, teilweise auch weltweit, ausrollen. […] Wir sind der Meinung, dass wir wertvolle Dienstleistungen anbieten und im Wettbewerb stehen. Dennoch sind wir bestrebt, proaktiv mit den Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten, um Verbesserungen an unseren Produkten vorzunehmen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Google aufgrund der augenscheinlichen Monopolstellung angeklagt wird. Erst kürzlich reichte das hiesige Bundeskartellamt zwei Klagen gegen den Suchmaschinenkonzern ein.

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