Invalid Traffic Rate bei 4,2 Prozent – Terminus soll Ad Fraud ablösen

Der BVDW hat eine aktuelle Messung des Invalid Traffic und der Viewability in Deutschland veröffentlicht. Der Begriff Ad Fraud wird ersetzt.

© Carlos Muza - Unsplash

Der BVDW berichtet in seinem Bericht der Fokusgruppe Digital Marketing Quality (DMQ) nicht nur über aktuelle Viewability-Werte, sondern auch über die aktuelle Invalid Traffic Rate. Dabei soll dieser Begriff anstelle von Ad Fraud etabliert werden, da diese Bezeichnung zu kurz greife. Eine Definition liefert das Whitepaper.

4,2 Prozent Invalid Traffic Rate in Deutschland

Zu diesem Wert kommt die Messung der Fokusgruppe im Kontext digitaler Werbung in Deutschland. Dabei setzt der BVDW erstmals auf ein Messverfahren, dass Invalid Traffic bewusst von Ad Fraud als Begrifflichkeit trennt. Man müsse unterscheiden zwischen unbeabsichtigt fehlerhaft ausgelieferten Anzeigen und mit betrügerischer Absicht manipuliertem Traffic. Bislang seien die Betrugsraten aufgrund mangelnder Definitionen jedoch irreführend gewesen. Daher gibt der BVDW nun den Wert von 4,2 Prozent bekannt. Dazu erklärte Björn Kaspring (Ströer), Vorsitzender der Fokusgruppe Digital Marketing Quality:

Nicht alles, was ungültig ist, muss eine betrügerische Absicht haben. Es wird Zeit, dass wir klar differenzieren und Ad Fraud nicht mit Invalid Traffic gleichsetzen.

Neun Autoren des digitalen Ökosystems haben gemeinsam das Whitepaper zum Digital Marketing Quality Report erstellt, um eine einheitliche Metrik für Invalid Traffic auch für künftige Messungen vorzustellen. Denn nur so kann eine Differenzierung vorangetrieben werden, die im Werbemarkt am Ende für mehr Verständnis sorgt. So heißt es in der Pressemitteilung:

Ziel ist es, gemeinsam auf Basis des vorgelegten Whitepapers einen Mindeststandard für das Reporting und ein einheitliches Wording festzulegen.

Während das Whitepaper minutiös aufschlüsselt, wie die Messung vonstatten geht, liefert es auch einige aktuelle Zahlen zur Viewability. Demnach liegt die Viewability bei 55,3 Prozent insgesamt für Display und bei immerhin 69 Prozent für Video. Während die Invalid Traffic Rate bei Display Ads bei 4,2 Prozent liegt, ist sie im Video-Bereich bei nur 2,4 Prozent anzusiedeln.

Aktuelle Werte des BVDW-Berichts, © BVDW

BVDW veröffentlicht klar definierte Invalid Traffic-Zahlen

Über Niklas Lewanczik

Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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